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Supermarkt | Verpackungs-Müll: Diese Discounter fallen durch den Check


Kritik von der Umwelthilfe
Verpackungscheck: Handel schneidet meist schlecht ab

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 21.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Plastikmüll: Der viele Müll stellt ein Problem für die Umwelt dar.Vergrößern des BildesPlastikmüll: Der viele Müll stellt ein Problem für die Umwelt dar. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago-images-bilder)
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Die Deutsche Umwelthilfe prüft den Plastikverbrauch von Supermärkten. Nur drei Märkte schneiden mit "zufriedenstellend" ab. Was sich dringend ändern muss.

Die Supermärkte und Discounter in Deutschland bieten nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) weiterhin zu wenig Waren unverpackt oder in Mehrwegverpackungen an.

Bei stichprobenartigen Einkäufen in 48 Filialen von zwölf Supermärkten, Discountern und Biomarktketten schnitten nur die Biomärkte "zufriedenstellend" ab, wie die Umwelthilfe am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zu den Testeinkäufen der DUH von Januar 2022 sind zudem kaum Veränderungen zu erkennen.

Testbesuche mit ernüchterndem Ergebnis

Die Supermärkte und Discounter Aldi Nord, Aldi Süd, Norma, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny und Kaufland erhielten allesamt Rote Karten. Trauriger Spitzenreiter ist Aldi Nord – in den untersuchten Filialen wurden 72 Prozent des Obstes und Gemüses verpackt angeboten. Zudem boten Discounter wie Lidl, Aldi Nord und Süd in den getesteten Filialen ausschließlich Einweg-Verpackungen bei Getränken statt regionaler Mehrwegflaschen an.

Edeka und Rewe erhielten als einzige Supermärkte eine Gelbe Karte, wobei es noch deutlichen Verbesserungsbedarf in den Kategorien Obst und Gemüse, Getränkeverpackungen, Milch und Joghurt gibt.

Die Biomärkte Denns, Bio Company und Alnatura schnitten erneut zufriedenstellend ab und erhielten eine Grüne Karte. Die größten Verpackungssünder im DUH-Verpackungscheck über alle untersuchten Kategorien hinweg bleiben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd.

"Unsere Testbesuche zeigen unnötig viel Einweg, zu viel Plastik und Müll. Sogar robuste Standardprodukte wie Karotten, Äpfel oder Paprika werden häufiger in Einweg verpackt als unverpackt angeboten", sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz zu den Ergebnissen. "Wenn wir die Plastikkrise nicht noch weiter verstärken wollen, brauchen wir eine Halbierung des Verpackungsmülls bis 2027 und eine zusätzliche Einweg-Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getränkekartons."

Nachholbedarf in mehreren Bereichen

Neben dem Obst- und Gemüsesortiment zeigt der Verpackungscheck der DUH auch in allen weiteren untersuchten Kategorien großen Nachholbedarf. Das Angebot von Mehrwegflaschen lag insgesamt deutlich unter der im Verpackungsgesetz festgelegten Quote von 70 Prozent.

Für Milch und Joghurt haben die Testerinnen und Tester zwar in einigen Supermärkten Mehrweg vorgefunden, allerdings nur in marginalen Mengen. Bei Aldi Süd, Aldi Nord oder Lidl konnte zum wiederholten Male kein Mehrwegangebot festgestellt werden.

Besonders verbraucherfreundliche Pool-Mehrwegbecher und -Essensboxen an Frischetheken oder für den Coffee-to-go wurden so gut wie gar nicht angeboten, was unbedingt verbessert werden muss. Von Verbraucherinnen und Verbrauchern mitgebrachte Mehrwegboxen wurden an der Supermarktheke, zum Beispiel bei Kaufland, sogar zurückgewiesen. Abfüllstationen für trockene Lebensmittel wie Reis oder Nudeln gab es ausschließlich bei Bio Company.

Verwendete Quellen
  • dpa
  • presseportal.de "Neuer Verpackungscheck der Deutschen Umwelthilfe in Supermärkten: Einweg-Müllflut statt Abfallvermeidung und Mehrweg bei Aldi, Lidl und Co."
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