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Mogelpackung-Kennzeichnung im Supermarkt wegen "Shrinkflaton"?


Verbraucher fordern Kennzeichnung auf "Mogelpackung" im Supermarkt

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 22.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Kleinere Packung, höherer Preis: Manche Produkthersteller nutzen eine neue Masche, um mehr an ihren Kunden zu verdienen.Vergrößern des BildesKleinere Packung, höherer Preis: Manche Produkthersteller nutzen eine neue Masche, um mehr an ihren Kunden zu verdienen. (Quelle: IMAGO / Martin Wagner)
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Weniger Inhalt zum gleichen Preis: Das ist als "Shrinkflation" bekannt. Verbraucher fordern Aufklärung und bekommen diese von unerwarteter Seite.

Eine große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland hat sich in einer Umfrage für Hinweise auf sogenannte Mogelpackungen in Supermarkt-Regalen ausgesprochen. Mit "Mogelpackung" ist die Praxis gemeint, dass Produkte mit weniger Inhalt zum gleichen oder sogar höheren Preis angeboten werden.

In einer repräsentativen Yougov-Umfrage befürworteten es 77 Prozent der Befragten, wenn Supermärkte entsprechende Hinweise am Regal anbringen, um "Mogelpackungen" für Kunden zu kennzeichnen. 13 Prozent würden dies ablehnen, zehn Prozent machten keine Angabe, wie Yougov weiter mitteilt. Unter den Befragten ab 55 Jahren sei die Zustimmung zu Hinweisen am höchsten (87 Prozent). Yougov befragte nach eigenen Angaben am 21. September in Deutschland 2.360 Personen ab 18 Jahren.

Verbraucherschützer warnen vor "Shrinkflation"

Die Stiftung Warentest hatte zuletzt vor versteckten Preiserhöhungen gewarnt – vor "Shrinkflation", also vor geschrumpftem Inhalt in kaum merkbar veränderter Verpackung bei oft demselben Preis. Der Begriff kombiniert das englische Wort "to shrink" ("schrumpfen") mit "Inflation".

 
 
 
 
 
 
 

Supermarktkette reagiert

Die französische Supermarktkette Carrefour hatte jüngst angekündigt, mit Aufklebern auf einer Reihe von Lebensmitteln vor versteckten Preiserhöhungen zu warnen. "Shrinkflation, das Gewicht dieses Produktes hat sich verringert, und der Preis unseres Lieferanten ist gestiegen", heißt es auf den Aufklebern, die Carrefour auf Packungen mit Kaffee, Chips, Mayonnaise und Eistee anbringen wollte.

Carrefour hat damit einem Gesetzesentwurf vorgegriffen, mit dem die französische Regierung die Industrie verpflichten möchte, klar erkennbar auf Produkten kenntlich zu machen, wenn sich bei gleicher Packung der Inhalt verringert.

Auch deutscher Discounter will handeln

Nach französischem Vorbild will nun zumindest eine deutsche Kette nachziehen. Edeka plant ebenfalls eine Art Kennzeichnung für Produkte, die von der "Shrinkflation" betroffen sind. Verbraucherschützer sehen diese Maßnahmen jedoch skeptisch. Ob Supermärkte mit solchen Aktionen wirklich nur das Beste für ihre Kunden wollen, ist nicht sicher. Schließlich kann der Supermarkt die Preisbildung mitbestimmen. Edeka würde der Image-Gewinn also mehr nützen als die Sorge um die eigene Kaufkundschaft.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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