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Orangensaft in der Krise: Ernteausfälle und hohe Preise


"Preise gehen durch die Decke"
Ist Orangensaft bald ein Luxusgetränk?

Von t-online, wan

Aktualisiert am 01.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Orangensaft: Für eine bessere Aufnahme von Eisen nimmt man Eisentabletten besser mit Saft ein.Vergrößern des BildesOrangensaft (Symbolbild): Sehr beliebt zum Frühstück – aber bald zu teuer? (Quelle: Christin Klose/dpa)
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Eines der beliebtesten Getränke steckt in der Krise: Orangensaft. Preise für Konzentrat steigen drastisch, die Ernte ist schlecht.

Echter Orangensaft könnte schon bald nur für Menschen mit einem größeren Geldbeutel erschwinglich sein. Die Hersteller des beliebten Saftes sind nach einer schlechten Ernte in Brasilien besorgt, dass es auf dem Weltmarkt nicht genügend Früchte geben wird. Die Großhandelspreise für Orangensaftkonzentrat seien, so berichten mehrere internationale Medien, innerhalb eines Jahres um bis zu 77 Prozent gestiegen.

Francois Sonneville, ein leitender Getränkeanalyst bei der Rabobank, sagte dem britischen "Guardian", dass die Verbrauchernachfrage nach Orangensaft im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Fünftel zurückgegangen sei, da der Preis "durch die Decke gegangen" sei. Er sieht eine Krise in der Orangensaftindustrie. Hersteller hätten die Wahl, weniger Qualität durch Zugabe anderer Fruchtkonzentrate zu bieten oder müssten die Preise weiter anheben. Das würde für Verbraucher bedeuten, dass sie für Orangensaft erheblich mehr als bislang bezahlen müssen. Der FCOJ-A Future, ein börsennotierter Wert für gefrorenes Orangensaftkonzentrat, ist im Verlauf des Mai von 371 auf 476 US-Dollar gestiegen – ein Rekordhoch seit 2020.

Ernte ging um 24 Prozent zurück

Die meisten Früchte, aus denen Orangensaft gemacht wird, kommen aus Florida und aus Brasilien. Das südamerikanische Land exportiert 99 Prozent seiner Produktion und hat damit einen wichtigen Einfluss auf den Weltmarkt. Vor wenigen Wochen hatte nach einem Bericht der "Euronews" die Anbauerorganisation Fundecitrus mitgeteilt, dass es einen Rückgang um 24 Prozent bei der Ernte in Brasilien gegeben habe. Es sei der niedrigste Stand in 36 Jahren erreicht worden. In den USA soll zwar die Produktion leicht angestiegen sein, sich aber noch weit unter dem Niveau von vor zwei Jahren befinden.

Laut Fundecitrus war der Hauptgrund für den Rückgang die Dürre, die die wichtigsten Anbauregionen, darunter auch den brasilianischen Bundesstaat São Paulo, heimgesucht hat. Die Ernte wurde außerdem durch die Huanglongbing-Krankheit (HLB) beeinträchtigt, die gemeinhin als "Yellow Dragon Disease" bekannt ist und sowohl in Florida als auch in Brasilien die Ernten befallen hat.

Hersteller von Orangensaft könnten jetzt auf Mandarinen oder Mangos als Zugabe ausweichen. Die Internationale Organisation für Früchte und Gemüse (IFU) hat nach Angaben des "Guardian" erklärt, dass sie Lobbyarbeit für eine Neufassung der Lebensmittelvorschriften auf UN-Ebene leisten wolle. Das Ziel: Dass Orangensaft auch andere Früchte enthalten darf.

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