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Jenke-Experiment: Das passiert, wenn Sie täglich ein Kilo Zucker essen


Das passiert, wenn Sie täglich ein Kilogramm Zucker essen

Von t-online, sms

Aktualisiert am 27.11.2023Lesedauer: 3 Min.
urn:newsml:newsaktuell.de:20231123:53128757
Selbstexperiment: Jenke nimmt ein Kilogramm Zucker am Tag zu sich. (Quelle: Glomex)
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Maximal 50 Gramm Zucker sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Jenke von Wilmsdorff testet jetzt, was passiert, wenn man auf ein Kilogramm täglich erhöht. Wie ungesund ist das?

Der Journalist Jenke von Wilmsdorff hat in seinem Leben schon zahlreiche verrückte Experimente überstanden. Jetzt testet der 58-Jährige für den Sender ProSieben, wie gefährlich Zucker für den Körper ist: Ein Kilogramm täglich nimmt er dazu auf und lässt sich dabei von Medizinern begleiten. Welche Folgen hat das für seinen Körper?

Dass Zucker – insbesondere in großen Mengen – für den Menschen schädlich ist, ist bekannt. Laut Robert Koch-Institut sind in Deutschland beispielsweise rund 53 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer übergewichtig. 8,5 Millionen Menschen leiden an Diabetes Typ 2. Schuld daran ist unter anderem ein zu hoher Zuckerkonsum.

Wie viel Zucker ist zu viel?

In Deutschland ist Zucker fester Bestandteile unserer Ernährung. Laut Statista haben die Deutschen im Jahr 2021/2022 pro Kopf rund 34,8 Kilogramm Zucker konsumiert. Das entspricht einer täglichen Menge von rund 95 Gramm. Und dabei ist nur der Haushaltszucker einberechnet, dazu kommt noch Zucker in Form von Honig, Sirup, Glukose oder Fruktose, die beispielsweise in Obst oder Säften enthalten ist. So kommen noch einmal rund zehn Kilo jährlich dazu.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jedoch nur eine tägliche Höchstmenge von 25 Gramm Haushaltszucker. Die Obergrenze für Zucker insgesamt liegt bei 50 Gramm. Als Richtwert gilt außerdem, weniger als zehn Prozent der täglich benötigten Energiemenge zu sich zu nehmen.

Was passiert im Körper, wenn wir Zucker essen?

Grundsätzlich benötigt der menschliche Körper gar keinen Zucker. Die nötige Energie für den Tag bekommt er bereits durch Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Saccharose, der Haushaltszucker, besteht zum Teil aus Glukose (Traubenzucker) und zu einem anderen Teil aus Fruktose (Fruchtzucker). Während Traubenzucker ins Blut geht und dort mithilfe des Hormons Insulin verarbeitet wird und als schneller Energielieferant dient, wird Fruktose über die Leber verstoffwechselt.

Beide Zucker werden bei Überschuss in Fett umgewandelt und sorgen für Übergewicht. Aus zu viel Glukose kann zudem Diabetes Typ 2 entstehen, während Fruchtzucker die Leber schädigen kann.

Bereits ein durchschnittlicher Zuckerkonsum kann laut dem "Zentrum der Gesundheit" die Leistungsfähigkeit des Immunsystems schwächen. In der Folge haben es Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten leichter, den Körper anzugreifen. Zucker führt also dazu, dass wir anfälliger für Krankheiten werden.

Zusätzlich enthält Zucker weder Vitamine noch Mineralien oder Ballaststoffe: Um den ihn zu verarbeiten, muss der Körper folglich mit seinen Vorräten arbeiten. So kann durch zu hohen Zuckerkonsum auch ein Mineralstoffmangel entstehen.

Welche Krankheiten werden durch Zucker begünstigt?

Ein geschwächtes Immunsystem macht den Weg frei für ganz alltägliche Krankheiten wie Erkältungen, Grippe oder auch das Coronavirus. Zusätzlich kann bereits durchschnittlicher Zuckerkonsum Karies oder Übergewicht fördern, Alterserscheinungen wie Falten, Haarausfall oder eine Verschlechterung der Sehkraft verstärken.

Langfristig erhöht Zucker zudem das Risiko für Diabetes oder Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Asthma oder Multiple Sklerose. Und auch die Organe werden durch Zucker geschädigt: die Leber beispielsweise sowie der Magen-Darm-Trakt. Eine gestörte Darmflora kann schließlich zu Hormonstörungen führen.

Was passiert, wenn wir ein Kilogramm Zucker pro Tag essen würden?

Jenke von Wilmsdorff will sich in seinem Experiment nun sehr weit von der WHO-Empfehlung entfernen: Ein Kilogramm Zucker täglich will er zu sich nehmen. Doch wie wirkt sich das aus? Bereits in der Vorschau zur Sendung erklärt der Journalist, er habe "seit Tagen Kopfschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit" und schließlich auch noch Durchfall. Zusätzlich fühle er sich sehr schlapp.

Bei einem derart erhöhten Zuckerkonsum steigt der Blutzuckerspiegel natürlich drastisch an und der Körper beginnt vermehrt Insulin zu produzieren, um den Zucker zu verarbeiten. So sind die ersten Symptome bei Jenke von Wilmsdorff nicht verwunderlich. Zu den häufigsten Anzeichen für einen erhöhten Zuckerkonsum zählen beispielsweise Müdigkeit, Hautunreinheiten, Konzentrationsschwierigkeiten, Heißhungerattacken, Verdauungsprobleme und ein geschwächtes Immunsystem.

Langfristig würde jemand bei einem derart hohen Zuckerkonsum höchstwahrscheinlich sehr übergewichtig werden und an zahlreichen Folgeerkrankungen wie Diabetes leiden. Es ist deshalb nicht ratsam, das Experiment selbst zu testen.

Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung ProSieben: "Heute fragt Jenke von Wilmsdorff: "Wie krank macht Zucker wirklich?" 20:15 Uhr auf ProSieben"
  • de.statista.com: "Pro-Kopf-Konsum von Zucker in Deutschland in den Jahren 1950/51 bis 2021/22"
  • ndr.de: "Zucker: Gefährlich für die Gesundheit?"
  • zentrum-der-gesundheit.de: "Zucker ist Gift für den Körper"
  • 24vita.de: "Ungesunder Zucker: Bei diesen Symptomen ist Ihr Konsum viel zu hoch"
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