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Butter oder Margarine: Was ist gesünder? Was gilt es beim Kauf zu beachten?


Fett ist nicht gleich Fett
Butter oder Margarine – was ist besser?

Von t-online, sah

Aktualisiert am 06.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Butter oder Margarine: Ein Streichfett kommt bei fast jedem aufs Brot.Vergrößern des BildesButter oder Margarine: Ein Streichfett kommt bei fast jedem aufs Brot. (Quelle: tycoon751/getty-images-bilder)
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Butterfans loben das Aroma, Margarineliebhaber schwören auf die gesunden Fette. Doch was ist wirklich gesünder: das Tiererzeugnis oder das Pflanzenprodukt?

Während Butter aus Kuhmilch beziehungsweise Milchfett hergestellt wird, kommen in Margarine überwiegend pflanzliche Öle wie Raps-, Oliven-, Lein-, Soja- und Sonnenblumenöl zum Einsatz.

Margarine: Bei der Herstellung können Schadstoffe entstehen

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Margarine ein günstigeres Fettsäuremuster als Butter. Tierische Fette hingegen weisen einen hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren auf, die den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen und für die Gesundheit daher als eher nachteilig gelten.

Doch auch wenn Pflanzenöle gesünder sind als Milchfette, liegt man mit Margarine nicht immer richtig: Manche enthalten große Anteile an Kokosöl und Palmfett, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Zudem können bei der Raffination der Pflanzenöle im Zuge der Herstellung Schadstoffe entstehen. Das zeigt auch eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test": Das Labor wies in allen 20 Pflanzenmargarinen gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nach.

Hinzu kommt, dass Margarinen neben pflanzlichen Ölen eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe aufweisen können, unter anderem Wasser, Salz, Sauermolke, Joghurt, Magermilch, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Zitronensäure, Aromen sowie den Farbstoff Beta-Karotin. Einige Margarinen enthalten auch zugesetzte synthetische Vitamine.

Butter enthält weniger Zusatzstoffe

Butter hingegen darf zusätzlich nur Wasser, Salz, gelb färbendes Beta-Karotin sowie Milchsäurebakterien enthalten. Wer die artgerechte Haltung von Kühen unterstützen möchte, sollte Butter mit dem Hinweis "aus Weidehaltung" kaufen.

Doch auch viele Buttersorten sind in einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" durchgefallen. In 19 von 20 geprüften Produkten wies das Labor gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nach – überwiegend in "stark erhöhten" Gehalten.

Margarine: Konkurrenz für Butter

Margarine kann aber eine echte Konkurrenz für Butter sein. Sie enthält für die Gesundheit vorteilhaftere Fette und ist meist viel preiswerter. Allerdings gilt es beim Einkauf ein paar Punkte zu beachten:

  • Wer zu Bioqualität greift, kann Rückstände von Pflanzenschutzmitteln umgehen.
  • Margarinen mit einem möglichst hohen Anteil an naturbelassenen, kaltgepressten (nativen) Ölen haben zudem mehr Omega-3-Fettsäuren als raffinierte.
  • Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, welche Zusatzstoffe beigemischt wurden. Hier lohnt sich der Vergleich mit anderen Produkten. Die DGE rät vor allem Personen mit erhöhten Blutfettwerten, besser zu Margarine mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren statt zu Butter zu greifen.

Margarine und Butter immer dünn aufs Brot

Ernährungsexperten raten, öfter zwischen Butter und Margarine zu wechseln und generell darauf zu achten, beides in Maßen zu verzehren und immer nur dünn aufs Brot zu streichen. Denn neben der Art des Fettes ist auch die Menge von Bedeutung: Mehr als 30 Prozent der täglichen Energie in Form von Fett sollten es laut der DGE nicht sein.

Allerdings gibt es im Fettgehalt Unterschiede: Während Butter und Vollfettmargarine etwa 80 Prozent Fett enthalten und mit etwa 700 Kilokalorien pro 100 Gramm zu Buche schlagen, haben wasserreiche Halbfettmargarinen nur noch um die 40 Prozent Fett und pro 100 Gramm etwa 400 Kilokalorien.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • dge.de: "Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE"
  • dge.de: "Fett"
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