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Schweinefleischprodukte: Lidl streicht den "Bauernbonus"

Von dpa
Aktualisiert am 04.02.2021Lesedauer: 1 Min.
Lidl-Filiale in Berlin: Der Discounter senkt Preise für Schweinefleischprodukte.
Lidl-Filiale in Berlin: Der Discounter senkt Preise für Schweinefleischprodukte. (Quelle: Matthias Balk/Archivbild/dpa-bilder)
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Preise rauf, Preise runter: Lidl macht sein Schweinefleisch wieder billiger.

Der Discounter Lidl hat die im Dezember nach Protestaktionen von Landwirten erhöhten Schweinefleischpreise wieder gesenkt. Damit ist der sogenannte "Bauernbonus" nach nur zwei Monaten wieder Geschichte. "Die Entwicklung der vergangenen Wochen hat gezeigt, dass der Markt unserem Preissignal nicht gefolgt ist", teilte Lidl auf Anfrage mit. "Dadurch ist uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entstanden."

Es sei daher nicht möglich, die Preise dauerhaft und allein auf dem höheren Niveau zu halten. "Ab sofort müssen wir uns im Schweinepreissegment wieder dem Marktniveau anpassen", erklärte das Unternehmen. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet.

Discounter hatte zehn Artikel verteuert

Lidl hatte die Preise als Reaktion auf Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten erhöht. Damals hieß es, man habe den Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um einen Euro pro Kilogramm angehoben, als Folge steige der Verkaufspreis im gleichen Umfang. Die sich in Existenznot sehenden Bauern hatten über zu geringe Erzeugerpreise und ein aus ihrer Sicht unfaires Gebaren der Einzelhandelsketten geklagt.

"Wir werden die deutsche Landwirtschaft weiterhin fördern, indem wir die andauernden Gespräche konstruktiv unterstützen und auf Produkte aus heimischer Landwirtschaft setzen", betonte Lidl. Schon vor der Preiserhöhung im Dezember hatte das Unternehmen angekündigt, 50 Millionen Euro zusätzlich an die Landwirte über die Initiative Tierwohl auszuzahlen.

Zudem habe man im Hintergrund Gespräche mit allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette angestoßen, um gemeinsam Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln, hieß es am Donnerstag.

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