Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Baby >

Eltern fordern für ihr Kind ausländerfreies Krankenzimmer

...

Chefarzt spricht Machtwort  

Eltern fordern für ihr Kind ausländerfreies Krankenzimmer

06.09.2018, 12:34 Uhr | cch, t-online.de

Eltern fordern für ihr Kind ausländerfreies Krankenzimmer. Babys mit verschiedenen Nationalitäten: In einem Krankenhaus in Brandenburg wollten Eltern nicht, dass ihr Kind sein Krankenzimmer mit einem Kind teilt, das aus einem anderen Land stammt. (Quelle: Getty Images/IPGGutenbergUKLtd)

Babys mit verschiedenen Nationalitäten: In einem Krankenhaus in Brandenburg wollten Eltern nicht, dass ihr Kind sein Krankenzimmer mit einem Kind teilt, das aus einem anderen Land stammt. (Quelle: IPGGutenbergUKLtd/Getty Images)

In einer Kinderklinik in Brandenburg haben Eltern für ihren Nachwuchs ein ausländerfreies Krankenzimmer gefordert. Der Chefarzt der Klinik erteilte ihnen eine Abfuhr.

Die Eltern eines Kleinkindes, das in der Kinderklinik in Brandburg an der Havel behandelt wurde, haben sich ausländerfeindlich geäußert. Über den Vorfall berichtete die Tageszeitung "Märkische Allgemeine". Demnach sollte ein Kleinkind von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt werden. Die Eltern des Kindes forderten von der Belegschaft, dass in dem neuen Zimmer ihres Nachwuchses kein ausländisches Kind mit untergebracht wird. Sie drohten damit, ansonsten die Klinik zu verlassen.

Ausländerfeindliche Äußerung von Eltern: Chefarzt sprachlos

Der Chefarzt der Klinik, Hans Kössel, sagte der Zeitung, er sei aufgrund der Äußerung zunächst sprachlos gewesen. Während einer Visite habe er dann aber ein paar klare Worte an die Eltern des Kleinkindes gerichtet: Woher ein Patient komme, sei ihm und seinem Team egal. "Ich habe klar zum Ausdruck gebracht, dass wir die Zimmer nach zusammen passenden Krankheitsbildern und nicht nach Nationalität oder Religion belegen", sagte er der Zeitung. Demnach habe er außerdem die Mutter gefragt, was sie zu einer solchen rassistischen Aussage bewogen habe. Sie habe geantwortet: "Die Ausländer bringen die Krankheiten hier rein."


"Bei uns ist kein Platz für Rassismus. Wir retten Leben."

Letztendlich sei das zweite Bett in dem Zimmer des Kindes zwar nicht belegt worden. Der Grund dafür sei aber nicht die Forderung der Eltern gewesen, sondern schlichtweg, dass kein anderes Kind mit einem passenden Krankheitsbild im Klinikum gewesen sei. Es handelte sich also nicht um ein Einknicken vor den Eltern. "Bei uns ist kein Platz für Rassismus. Wir retten Leben", so Chefarzt Kössel.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Baby

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018