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Wenn Kinder wild toben - wann ist der Spa├č vorbei?

t-online, Nicola Wilbrand-Donzelli

Aktualisiert am 21.10.2015Lesedauer: 3 Min.
Kinder brauchen f├╝r ihre Energie ein Ventil.
Kinder brauchen f├╝r ihre Energie ein Ventil. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wohl kaum ein Spiel ist f├╝r Kinder so vergn├╝glich wie wildes Herumtoben - sei es im Kinderzimmer, auf dem gro├čen elterlichen Bett, auf dem Wohnzimmerteppich oder auf dem heimischen Rasen. Dabei geht es oftmals nicht nur ziemlich laut und ausgelassen zu: So mancher gro├če und kleine Racker holt sich bei den ungeb├Ąndigten Rangeleien auch mal eine kleine Blessur. Eine Expertin erkl├Ąrt, wie Eltern dann am besten mit den aufgekratzten Gem├╝tern umgehen sollen und ob ein Limit f├╝r die kindliche Ausgelassenheit in bestimmten Situationen sinnvoll ist.

Wenn Ben mit seinen Kumpels oder seinen Geschwistern herumtollt und zum Beispiel eine Kissenschlacht veranstaltet, sind danach meist alle aus der Puste und ersch├Âpft. Die Kinder lieben aber diese Art des ungez├╝gelten Spiels und k├Ânnen meist nicht genug davon bekommen - gleichg├╝ltig wie anstrengend es ist.

Kindliche Energie braucht ein Ventil

"Toben ist ausgesprochen wichtig f├╝r Kinder, insbesondere im Kindergarten- und Grundschulalter", erkl├Ąrt die Berliner Diplompsychologin und Erziehungsberaterin Anisa Saed-Yonan gegen├╝ber der Elternredaktion von t-online, "Denn sie haben jede Menge Energie und die m├╝ssen sie wie bei einem Ventil unbedingt rauslassen. Dadurch bewegen sie sich nicht nur viel, sondern sie messen beim Rangeln auch ihre Kr├Ąfte mit anderen, trainieren dabei aber zugleich R├╝cksichtnahme und erfahren, wie weit sie gehen k├Ânnen."

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Kinder lernen die eigenen Grenzen auszuloten

Au├čerdem setzen sich Kinder mit Gef├╝hlen wie Angst und Ohnmacht auseinander: "So lernen sie ihre Grenzen kennen und entdecken, was sie selbst k├Ârperlich und psychisch k├Ânnen und was nicht. Das ist wichtig f├╝r die kindliche Entwicklung", wei├č die Psychologin. "Denn Kinder k├Ânnen so Schritt f├╝r Schritt ├╝ber sich hinauswachsen und entwickeln Vertrauen in die eigenen F├Ąhigkeiten, gewinnen mehr Sicherheit f├╝rs Leben."

"Eltern beh├╝ten heute zu viel"

Diese Erfahrung, das eigene Limit beim wilden Spielen - und sei es nur bei einer Kissenschlacht - auszuloten, ist heute aber nicht mehr selbstverst├Ąndlich. Seit langem beklagen Experten n├Ąmlich die Tendenz, dass Kinder durch die verbreitete ├ťber├Ąngstlichkeit von Eltern und ihrem Bem├╝hen, ihre Spr├Âsslinge um jeden Preis vor "Gefahren" und Sch├Ąden jeglicher Art zu bewahren, kaum noch die Gelegenheit haben, sich im wahrsten Sinne des Wortes auszutoben: "Fr├╝her waren die Kinder robuster und belastbarer, konnten sich selbstbestimmter ausprobieren", kommentiert die Erziehungsexpertin. "Eltern beh├╝ten heute zu viel und sind zu vorsichtig. Sie sollten lernen, loszulassen und ihren Kindern mehr zuzutrauen, auch auf das Risiko hin, dass sich der Nachwuchs Blessuren holt."

Tr├Ąnen und kleine Verletzungen geh├Âren dazu

Kleine Wehwehchen bleiben nat├╝rlich auch bei Rangelspielen nicht aus, gerade wenn diese mal aus dem Ruder laufen und m├Âglicherweise mit Tr├Ąnen enden. "Die Erfahrung, dass es auch mal weh tun kann", so Anisa Saed-Yonan, "m├╝ssen Kinder machen k├Ânnen. Dann merken sie selbst, ohne Regulierung durch Erwachsene, wann es zu viel des Guten ist, lernen ihre Kr├Ąfte einzusch├Ątzen und sind vielleicht das n├Ąchste Mal vorsichtiger."

Spielregeln unterst├╝tzen ein faires Miteinander

Doch sp├Ątestens wenn die Toberei mit groben Handgreiflichkeiten oder mit Hilfsmitteln wie etwa St├Âcken oder Holzschwertern ausgetragen werden, sind Regeln als n├╝tzlicher Wegweiser f├╝r ein faires Miteinander unverzichtbar. Solche Abmachungen sollten V├Ąter und M├╝tter aber idealerwiese vor dem Spiel mit allen Beteiligten absprechen: Zum Beispiel, dass Waffen nicht erlaubt sind und dass Bei├čen, Schlagen, Kratzen oder w├╝ste Beschimpfungen auf jeden Fall zum Tabu erkl├Ąrt werden und dass das Spielen bei "Regelverletzung" sofort beendet wird.

Ebenfalls hilfreich ist dabei, dass die Kinder sich bei den Raufereien gegenseitig "in Schach" halten k├Ânnen: "Hier sollte jeder Mitspieler verinnerlichen, dass ein deutliches Nein oder Stopp unbedingt respektiert werden muss und dass niemandem absichtlich wehgetan werden darf", erkl├Ąrt die Diplompsychologin. Auch die Eltern m├╝ssen ein Veto einlegen d├╝rfen, wenn sie sich selbst wegen eines zu lauten und ausufernden Spiels in den eigenen vier W├Ąnden genervt f├╝hlen oder der Meinung sind, dass auch f├╝r die Nachbarn der Ger├Ąuschpegel nicht mehr zumutbar ist.

Mit Papa ist es etwas Besonderes

Tobe-Spiele finden aber nicht nur unter Ausschluss der Erwachsenenwelt statt. Gerade V├Ąter nutzen nur allzu gern die Gelegenheit, sich ins Get├╝mmel zu werfen und sich gemeinsam mit dem ihrem Nachwuchs auszupowern. "Solche ausgiebigen Rangeleien genie├čen vor allem Jungs", wei├č Saed-Yonan. "F├╝r sie ist es besonders wichtig, sich mit ihrer m├Ąnnlichen Identifikationsfigur ab und an ein Kr├Ąftemessen zu liefern und dabei zugleich die k├Ârperliche N├Ąhe des Vaters zu sp├╝ren."

Das Toben mit Papa hat also eine ganz spezielle Qualit├Ąt: Der Vater fordert sein Kind zwar heraus, ermutigt es und mutet ihm beim K├Ąmpfen und Rangeln etwas zu. Doch zugleich f├╝hlt sich sein Spr├Âssling durch die v├Ąterliche Pr├Ąsenz beh├╝tet, wei├č, dass ihm eigentlich nichts passieren kann.

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