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Zecken beim Hund entfernen: So geht es einfach


Zecken beim Hund entfernen: So geht es einfach und schonend


Aktualisiert am 05.05.2023Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Zecken entfernen: Bei einem Hund können Sie einen Zeckenhaken verwenden.Vergrößern des Bildes
Zecken entfernen: Bei einem Hund können Sie einen Zeckenhaken verwenden. (Quelle: Fly_dragonfly/getty-images-bilder)

Hat sich der Hund Zecken eingefangen, sollten sie schnell entfernt werden. So können Sie Komplikationen und Folgekrankheiten in den meisten Fällen verhindern.

Von März bis Oktober sind Zecken besonders aktiv. Die kleinen Spinnentiere lieben nicht nur den Menschen, sondern auch Hunde als Futterquelle. Dabei können Zecken gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose oder die Gehirnhautentzündung FSME übertragen. Deshalb sollten Hundehalter nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Vierbeiner regelmäßig unter die Lupe nehmen.

Wichtig: schnell handeln

Wer eine Zecke beim Hund nicht rechtzeitig entfernt, riskiert gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose. Im Hinblick darauf sollten Sie Ihr Tier während der Zeckenrisikozeit nach jedem Spaziergang oder nach einem längeren Aufenthalt im Freien auf Zecken absuchen. Je mehr Zeit vergeht, desto höher ist die Gefahr, dass Zecken sich festbeißen und Krankheitserreger übertragen. Deshalb lohnt sich der Zecken-Check auch schon nach einer kurzen Runde in der Stadt. Idealerweise sollten Sie auch immer eine Zeckenkarte oder ein anderes Hilfsmittel dabei haben, damit Sie auch unterwegs eine Zeckenentfernung durchführen können.

Kraulen Sie dem Tier dafür das Fell und achten Sie auf kleine, schwarze Punkte. Häufig beißen Zecken den Hund an Körperstellen mit dünnhäutigen Hautpartien wie Kopf, Ohren, Hals, Schultern und Achseln oder auch in der Lendengegend oder zwischen den Zehen – hier sollten Sie also besonders gut nachschauen. Haben Sie eine Zecke festgestellt, müssen Sie diese schleunigst entfernen. Sie sollten nicht warten, bis sie sich vollgesogen hat und von alleine abfällt. Denn beim Blutsaugen sondern Zecken ihren Speichel ab, der die gefährlichen Krankheitserreger enthalten kann.

Der Zeckenbiss beziehungsweise Zeckenstich kann sich dann nicht nur böse und fürs Tier schmerzhaft entzünden. Er kann Ihren Liebling auch krankmachen. Einen entzündeten Zeckenstich erkennen Sie daran, dass sich nach dem Zeckenbiss die Einstichstelle stark rötet oder gar zu eitern anfängt. Beobachten Sie die Stelle und gehen Sie bei Bedenken umgehend zum Tierarzt.

Die richtige Zeckenzange

Grundsätzlich brauchen Sie für die Entfernung der Zecke kein spezielles Werkzeug – eine herkömmliche Pinzette oder eine kleine Zange tut es auch. Um den Parasiten wirklich restlos und möglichst schnell zu entfernen, ist jedoch der Einsatz einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenschlinge aus dem Fachhandel empfehlenswert.

Allerdings sollten ungeübte Anwender darauf achten, mit der Zeckenzange möglichst keinen starken Druck auf den Rumpf der Zecke auszuüben. Denn beim Herausdrehen ist es wichtig, den Körper der Zecke nicht zu stark zu quetschen oder gar zerquetschen, da sie sonst ihre Speicheldrüse entleeren könnte, in der sich eventuell Krankheitserreger befinden.

Etwas schonender sind sogenannte Zeckenhaken. Die Entfernung ist damit recht einfach, denn der Haken kann die Zecke kaum verletzen. Allerdings kann der Haken besonders kleine Zecken weniger gut entfernen.

Achtung: Träufeln Sie kein Öl oder ein anderes Hausmittel auf das Ungeziefer. Denn dadurch kann sich die Zecke gereizt fühlen, sodass sie entweder stärker zubeißt oder ebenfalls den giftigen Speichel in die Bisswunde absondert.

So entfernen Sie die Zecke

Mit einem Zeckenhaken umklammern Sie die Zecke von der Seite. Im nächsten Schritt üben Sie eine vorsichtige Drehbewegung aus, um das kleine Tier aus seiner Verankerung herauszuziehen. Achten Sie darauf, die Zecke nicht zu quetschen und üben Sie keinesfalls Gewalt aus. Der Hund sollte währenddessen möglichst stillhalten. Am besten kann der Tierarzt Ihnen beim ersten Mal die richtige Technik zeigen.

Tipp: Wenn beim Entfernen die Beißwerkzeuge oder der Kopf der Tierchen in der Haut steckenbleiben, sollte wegen einer möglichen Entzündungsgefahr ein Tierarzt aufgesucht werden.

Reinigen Sie die Bissstelle nach dem Entfernen am besten mit einem für Haustiere geeigneten Desinfektionsmittel. Außerdem sollten Sie die Stelle beobachten: Bleibt die Haut gerötet oder entwickelt sich eine Entzündung, muss das Tier ebenfalls zum Tierarzt.

Hund vorab vor Zecken schützen

Neben dem Bürsten und Kämmen des Fells hilft auch ein vorbeugender Zeckenschutz. Hierzu können Sie im Vorfeld Präparate verabreichen. Die gibt es in Tablettenform, als Halsband oder zum Aufträufeln auf die Haut. Die Präparate können Sie in der Apotheke oder beim Tierarzt kaufen. Bei der Auswahl der richtigen Vorsorgemethode hilft ebenfalls der Tierarzt.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
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