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Taufpate: Pflichten und Voraussetzungen

fs (CF)

Aktualisiert am 13.01.2015Lesedauer: 3 Min.
Taufpate zu sein, bedeutet oft eine lebenslange Verantwortung.
Taufpate zu sein, bedeutet oft eine lebenslange Verantwortung. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Taufpaten sollen traditionell die christliche Erziehung des Kindes durch seine Eltern unterstĂŒtzen. Heutzutage liegen die Aufgaben von Taufpaten verstĂ€rkt in anderen Bereichen. Trotzdem gelten vonseiten der Kirchen bestimmte Voraussetzungen und Pflichten fĂŒr Taufpaten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Taufpate werden: Voraussetzungen
  • Alternative: Taufzeugen als ErgĂ€nzung
  • Die Pflichten des Taufpaten
  • NĂ€he zur Familie ist wichtig
  • Ritus: Als Taufpate bei der Taufe

Taufpate werden: Voraussetzungen

Damit Sie das Amt des Taufpaten fĂŒr ein Kind ĂŒbernehmen können, mĂŒssen Sie einige Voraussetzungen und Pflichten erfĂŒllen. Lesen Sie zunĂ€chst, welche Voraussetzungen bestehen und ob es Alternativen gibt.

Christliche Kirche und Konfession


Initiationsfeste: Kommunion, Konfirmation und Jugendweihe

Gemeinschaft: Initiationsrituale gibt es auf der ganzen Welt. Sie dienen dazu, Außenstehende in eine Gemeinschaft einzugliedern. Dabei kann es sich um eine Stammesgesellschaft, eine religiöse Gemeinde oder einfach die Aufnahme von Jugendlichen in den Kreis der Erwachsenen handeln. In dieser Fotoshow stellen wir die wichtigsten Initiationsfeste in Deutschland vor.
Taufe: Sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche bedeutet die Taufe den ersten Schritt und Eintritt in das Leben als Christ. In Deutschland ist die Kindertaufe weit verbreitet, allerdings ĂŒberlassen viele Eltern mittlerweile ihrem Kind die Wahl, ob es spĂ€ter eine sogenannte GlĂ€ubigen- oder Erwachsenentaufe möchte.
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GrundsĂ€tzlich mĂŒssen Sie einer christlichen Kirche angehören. Wenigstens einer der Taufpaten muss außerdem der Konfession angehören, in die der TĂ€ufling aufgenommen werden soll.

Mindestalter

In der katholischen Kirche gehört außerdem dazu, dass Sie getauft, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sind.

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In der evangelischen Kirche liegt das Mindestalter fĂŒr Taufpaten bei 14 Jahren. Getauft und konfirmiert sollten Sie auch hier sein. Beachten Sie, dass sich die evangelische Kirche in Deutschland aus unterschiedlichen Landeskirchen zusammensetzt, in denen eigene Kirchengesetze herrschen. Informieren Sie also am besten rechtzeitig bei der fĂŒr Sie zustĂ€ndigen Gemeinde.

Glaube

Auch Ihr Glaube spielt eine elementare Rolle. Sie mĂŒssen kein frommer Christ sein, um Taufpate zu werden. Zweifel an der Religion dĂŒrfen bestehen, sagt der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche, Vicco von BĂŒlow, dem Portal "evangelisch.de". Doch eine GrundĂŒberzeugung gegenĂŒber der Kirche sei Pflicht.

Alternative: Taufzeugen als ErgÀnzung

Sollte Ihr "Wunsch-Taufpate" diese Kriterien nicht erfĂŒllen, bietet sich ein GesprĂ€ch mit dem zustĂ€ndigen Geistlichen an. Es können zwar keine Ausnahmen vom Kirchengesetz gemacht werden. Allerdings kann eine Person, die nicht zu einer christlichen Kirche gehört, als sogenannter Taufzeuge eingesetzt werden. Diese Rolle ist jedoch nur zusĂ€tzlich und symbolisch zu verstehen – einen zur Kirche gehörenden Taufpaten benötigen Sie dennoch.

Die Pflichten des Taufpaten

Eltern unterstĂŒtzen

Die Aufgabe des Taufpaten besteht nicht darin, Regeln fĂŒr das Kind aufzustellen. Dies bleibt weiterhin den Eltern ĂŒberlassen. Vielmehr bilden Sie als Pate eine ErgĂ€nzung und UnterstĂŒtzung zur elterlichen Erziehung.

Moralische Verpflichtung

Bevor Sie sich dafĂŒr oder dagegen entscheiden, Taufpate zu werden: Seien Sie sich der großen Verantwortung bewusst! Sie verpflichten sich moralisch, dem Kind ein Zuhause zu bieten und RatschlĂ€ge zu geben, wenn es nirgendwo anders hingehen kann.

NĂ€he zur Familie ist wichtig

Letzten Endes sind es die Eltern und nicht die Kirche, die den Taufpaten auswĂ€hlen. Dies geschieht nach Kriterien, die jede Familie fĂŒr sich selbst erstellt. Meist suchen sich Eltern Taufpaten in ihrem familiĂ€ren Umfeld oder im engen Freundeskreis.

Dies ist auch wichtig, da zwischen Kind und Pate eine innige Beziehung angestrebt wird. Vonseiten der evangelischen Kirche sollte diese mindestens bis zur Konfirmation (ĂŒblicherweise im Alter von 14 Jahren) bestehen bleiben. Die katholische Kirche erachtet das Amt des Taufpaten als eine lebenslange Verantwortung.

Wenn Sie als Eltern auf der Suche nach einem Taufpaten sind, sollten Sie sich deshalb in Ihrer NĂ€he umschauen. Es macht keinen Sinn, wenn ein Taufpate viele Kilometer entfernt wohnt und das Patenkind selten besuchen kann. Zwischen dem Kind und dem Taufpaten sollte sich eine freundschaftliche Beziehung entwickeln. Oft suchen Patenkinder die NĂ€he Ihrer Paten, wenn sie sich – aus welchen GrĂŒnden auch immer – einmal nicht zu ihren Eltern trauen.

Ritus: Als Taufpate bei der Taufe

Als Taufpate bei der eigentlichen Taufe ĂŒbernehmen Sie bestimmte rituelle Aufgaben. Sie halten das Kind wĂ€hrend seiner Segnung mit dem Weihwasser. Auch das Halten der Taufkerze gehört dann zu Ihren Aufgaben.

Falls vorher abgesprochen, können Sie auch ein paar Worte bei der Taufe sprechen. Gestalten Sie diese Rede am besten im Hinblick auf Ihre Verpflichtung, dem Kind in allen Lagen des Lebens zur Seite zu stehen. Abschließend werden oft im gemeinsamen Kreis Tauflieder gesungen.

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