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So schützen Sie Hunde und Katzen im Frühling

Achtung Giftpflanzen  

So schützen Sie Hunde und Katzen im Frühling

10.04.2014, 12:34 Uhr | msh

.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gerade junge Tiere sind neugierig und knabbern auch mal Blumen an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur die Menschen genießen den Frühling. Auch Katzen und Hunde halten sich bei milden Frühlingstemperaturen gerne draußen auf. Die Natur lockt die Tiere mit interessanten Gerüchen und bunten Blüten. Doch Tierfreunde müssen aufpassen: Viele Pflanzen im Garten, auf dem Balkon und in der Wohnung können für Tiere giftig sein. Erbrechen, Durchfall oder Krämpfe können die Folge sein.

"Im Frühling grünt und blüht es. Der Geruch der Erde ist für Hunde und Katzen ausgesprochen interessant, und so knabbert so manches Tier gerne an den Pflanzen. Daher ist es wichtig zu wissen, bei welchen Pflanzen Vergiftungsgefahr besteht", so Lisa Wittmann von PETA Deutschland e.V. "Aus Liebe zu unseren tierischen Mitbewohnern ist es ratsam, auf die eine oder andere Pflanze im Garten und in der Wohnung zu verzichten."

So kommen Hund und Katz sicher durch den Frühling

Gerade zu Beginn des Frühlings holt man sich gerne Frühlingsblumen wie Tulpen und Osterglocken als Tischdekoration ins Haus. Für Katzen sind die Schnittblumen auf Tischen oder Fensterbrettern äußerst interessant. Sie eignen sich hervorragend zum Spielen und Zerbeißen. Doch Tulpen sind für Hunde und Katzen giftig. Sie können zu Reizungen der Schleimhäute führen. Auch Osterglocken können ihnen schaden und zu Krämpfen beziehungsweise Herzrhythmusstörungen führen. Die Tiere sollten diese auf keinen Fall fressen. Das Gleiche gilt für Maiglöckchen. Auch die hochgiftigen Hyazinthen sollten für die Haustiere tabu sein. Sowohl Blüten als auch Blätter und Knollen können zu Beschwerden bei Hunden und Katzen führen.

Katzen trinken auch mit Begeisterung das Wasser aus Vasen, Blumentöpfen und deren Untersetzern. Handelt sich dabei um Wasser von giftigen Pflanzen, können sie auch auf diesem Wege Giftstoffe zu sich nehmen.

Viele beliebte Gartenpflanzen können den Tieren schaden

Im Garten ist der beliebte Rhododendron eine Gefahr für die Tiere. Seine Blätter und Blüten sind hochgiftig und führen zu Erbrechen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden sowie Koliken. Auch der immergrüne Buchsbaum kann zu Vergiftungen mit Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Die Thuja, auch bekannt als Lebensbaum, ist beliebt als Sichtschutz im Garten. Doch die Pflanze enthält sehr giftiges Öl. Weitere Giftpflanzen für Tiere sind unter anderem Efeu, Rittersporn und Orleander.

Die Engelstrompete, beliebt als Kübel- oder auch Zimmerpflanze, gehört zu den giftigsten Pflanzen. Alle Teile des Gewächses, aber vor allem Wurzel und Samen können zu Vergiftungserscheinungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen, Atemnot und Kreislaufstillstand führen.

Auf Orchideen besser verzichten

Die bei Katzen statistisch häufigste Vergiftung stammt von Orchideen und lilienartigen Gewächsen. Tierhalter sollten auf diese Pflanzen in Haus und Wohnung lieber verzichten. Auch das beliebte Alpenveilchen hat eine extrem giftige Knolle, die den Tieren zum Verhängnis werden kann. Der Verzehr kann zu Erbrechen, Durchfall, Koliken und Krämpfen führen, in schweren Fällen sogar zum Tod.

Giftig sind auch das Herzblatt und das Fensterblatt. Die weit verbreiteten Zimmerpflanzen enthalten unlösliche Kalziumoxalat-Kristalle sowie Oxalsäure, welche die Schleimhäute der Tiere reizen und schädigen können. Auch Ficus-Arten wie die beliebte Birkenfeige (Ficus benjaminii) sind für Haustiere giftig.

Wer ein Haustier hat, verzichtet am besten auf Giftpflanzen

In der Wohnung sollten Pflanzen immer so hoch stehen, dass die Tiere sie nicht erreichen können. Wer einen Garten hat, der ist gut beraten, auf giftige Pflanzen zu verzichten. Gerade junge Tiere probieren oft alles aus. Auf Spaziergängen mit Hunden ist es ratsam, seinen Liebling stets im Blick zu haben. Zudem sollte der Hund lernen, dass er auf Zuruf sofort alles ablegt, was er aufgenommen hat. Die Wirkung von Giften hängt bei den Tieren auch immer vom Gesundheitszustand ab.

Wenn bei einem Tier Vergiftungserscheinungen auftreten, soll man nicht zögern und umgehend den Tierarzt konsultieren. Erste Anzeichen für eine Vergiftung können plötzlich auftretender Durchfall und Erbrechen sein. Auch Schaum vor dem Mund oder starkes Speicheln können auf einen Vergiftung hinweisen. PETA weist auch darauf hin, dass die Liste von Giftpflanzen deutlich länger ist - wer sein Zuhause mit einem Tier teilt, sollte sich über die Risiken durch verschiedene Garten- und Zimmerpflanzen informieren. 

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