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"Des Pudels Kern": Ursprung und Erklärung der Redewendung

Deutsche Literatur  

"Des Pudels Kern": Ursprung und Erklärung der "Faust"-Zitate von Goethe

26.08.2016, 11:48 Uhr | uc (CF)

"Des Pudels Kern": Ursprung und Erklärung der Redewendung. Auch heute noch ist "Faust" Bestandteil des Deutschunterrichts.  (Quelle: imago/Hoffmann)

Auch heute noch ist "Faust" Bestandteil des Deutschunterrichts. (Quelle: Hoffmann/imago)

Goethes "Faust" gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur. Besonders die vielen "Faust"-Zitate machen das Werk bis heute unsterblich. Schöne und wichtige Zitate aus "Faust" finden Sie hier im Überblick.

"Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält"

Mit seiner Interpretation der Sagengestalt Johann Georg Faust hat Johann Wolfgang von Goethe eine Figur geschaffen, die auf der Suche nach unermesslichem Wissen ist. Enttäuscht darüber, dass keine seiner Studien von Erfolg gekrönt ist, sagt Faust in der Szene "Nacht" im ersten Teil des Dramas resigniert:

  • "Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor."

Schließlich will sich der Gelehrte an der Magie versuchen, um an übermenschliches Wissen zu gelangen:

  • "Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält."

Dieser Satz über die oft unfassbaren Mechanismen des Lebens ist eines der bekanntesten "Faust"-Zitate.

Goethe und der berühmte Osterspaziergang

Fausts Drang nach Wissen macht ihn letztlich anfällig für die Versuchungen des Mephistopheles, des Teufels im "Faust". Dieser begegnet Faust bei seinem Osterspaziergang, bei dem sich der Gelehrte mit diesem berühmten Zitat aller Zwänge befreit sieht:

  • "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"

Auf dem Rückweg vom Osterspaziergang, bei dem Faust von seinem Assistenten Wagner begleitet wird, äußert der Wissenschaftler eines der berühmtesten "Faust"-Zitate überhaupt:

  • "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust."

Damit stellt Goethe der Leidenschaft des Gelehrten für die Geistesfreuden die Liebeslust gegenüber.

Auf dem Spaziergang begibt sich ein schwarzer Pudel an Fausts Seite, der ihn bis in sein Studierzimmer begleitet. Vor seinen Augen verwandelt sich das Tier in Mephisto und Faust ruft erstaunt aus:

  • "Das also war des Pudels Kern."

Noch heute wird der Ausdruck verwendet, um auf den wesentlichen Punkt einer Sache hinzuweisen.

"Faust"-Zitate: Schicksalhafte Begegnung mit Gretchen

Mit der Begegnung Fausts mit Gretchen hat Goethe einen elementaren Bestandteil der Fausttragödie geschaffen. Die unschuldige Margarethe, kurz Gretchen, beginnt eine Liebesbeziehung zur Titelfigur Faust, die sie letztendlich ins Verderben stürzen wird. Das Drama wird daher auch als Gretchentragödie bezeichnet.

Zunächst beginnt alles ganz unschuldig. Diese zwei berühmten "Faust"-Zitate zeigen, wie sich das ungleiche Paar in der Szene "Straße" im ersten Teil von Faust begegnet:

  • "Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?"

So fragt Faust das junge Gretchen, von dem er ganz entzückt ist. Sie antwortet kurz angebunden:

  • "Bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleitet nach Hause gehen."

Das von Faust schmeichelnd verwendete Fräulein bezeichnet hier eine Dame vornehmen Standes. Aus diesem Grund weist Gretchen, die aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt, diese Bezeichnung ab.

Goethe und die Gretchenfrage

Später stellt Gretchen Faust eine Frage, deren Wortlaut zwar eher weniger als eines der wichtigen "Faust"-Zitate von Goethe gilt:

  • "Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon."

Der Begriff "Gretchenfrage" jedoch ging in den allgemeinen Sprachgebrauch ein. Gemeint ist meist eine persönliche Frage, deren Antwort der Gefragte lieber nicht preisgeben möchte.

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