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Auch Katzen können Aids bekommen

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Katzenkrankheiten  

Auch Katzen können Aids bekommen

21.03.2016, 12:38 Uhr | Claudia Kornmeier, dpa-tmn, t-online.de

Auch Katzen können Aids bekommen. Viele Krankheiten, die auch der Mensch bekommen kann, sind auch typische Katzenkrankheiten. Gegen einige kann man das Tier schützen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Krankheiten, die auch der Mensch bekommen kann, sind auch typische Katzenkrankheiten. Gegen einige kann man das Tier schützen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass Katzen Schnupfen, Diabetes und Krebs bekommen können, ist den meisten Tierhaltern bekannt. Was viele jedoch nicht wissen: Auch vor Aids sind Katzen nicht verschont. Allerdings erfolgt die Ansteckung anders als beim Menschen. 

Im Gegensatz zum menschlichen HIV wird das Feline Immunschwäche Virus (FIV) über Speichel übertragen - zum Beispiel bei einer Bissverletzung. Gefährdet sind vor allem nichtkastrierte, freilaufende Kater, da sich diese bei Revierkämpfen leicht infizieren können.

Eine Ansteckung über gemeinsame Futter- und Wassernäpfe, Klos und Schlafplätze, sowie gegenseitiges Ablecken kann nach heutigem Wissen ausgeschlossen werden. Auf den Menschen ist das Virus ebenfalls nicht übertragbar. Ob die Katze an Aids erkrankt ist, lässt sich mit Hilfe eines Bluttests in der Tierarztpraxis feststellen. 

Gegen Katzen-Aids gibt es keinen Impfstoff 

Die Krankheit schwächt das Immunsystem und macht die Katze zunehmend anfällig für Infektionen. Dieser Prozess dauert jedoch in der Regel viele Jahre, bevor er schließlich im Endstadium zum Tod führt. Eine Impfung gegen die unheilbare Infektion gibt es auch bei Katzen nicht. Die einzige Möglichkeiten vorzubeugen ist, die Katze kastrieren zu lassen. 

Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut 

Doch es gibt noch viele andere unangenehme Krankheiten, vor denen Stubentiger nicht gefeit sind. Gegen einige helfen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Hierzu gehören Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin empfiehlt, Katzen alle zwei bis maximal drei Jahre gegen diese Krankheiten, die tödlich verlaufen können, zu impfen.

"Die Wildtollwut tritt zwar in Deutschland nicht mehr auf", sagt der Kommissions-Vorsitzende, Prof. Uwe Truyen. "Es kommt in seltenen Fällen jedoch zu Einschleppungen durch illegal aus dem Ausland eingeschmuggelte, infizierte Tiere."

Wichtig sei auch, nicht nur Freigänger gegen Katzenseuche zu impfen. "Das Virus ist sehr stabil und kann auch auf der Schuhsohle in die Wohnung geschleppt werden", sagt Truyen. Bei Katzenschnupfen sei die Ansteckungsgefahr für Stubenkatzen dagegen geringer.

Nierenleiden: Bei ersten Symptomen ist es meist schon zu spät 

Nierenleiden - das fällt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte als erstes ein, wenn sie an schwere Katzenkrankheiten denkt. "Wenn man es bemerkt, ist es meistens schon zu spät." Sie rät deshalb zu regelmäßigen Blutuntersuchungen, um die Nierenwerte zu testen.

Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, könne man noch das Futter umstellen oder dem Tier mit Medikamenten helfen. Etwas wie eine Dialyse - die Menschen vielleicht bekommen würden - gibt es für Katzen nicht.

Schilddrüsenprobleme kommen oft im Alter 

Frisst das Tier viel und wird trotzdem immer magerer und dabei auch noch hektisch, kann eine Überfunktion der Schilddrüse die Ursache sein. Auch von dieser Krankheit sind vor allem betagte Katzen betroffen, wie Behr sagt. "Mit Medikamenten kann man dem Tier aber helfen."

Auch Krebserkrankungen sind nach Ansicht der Tierärztin eher bei älteren Tieren ein Problem. Bei nichtkastrierten Katzen bestehe zusätzlich ein erhebliches Risiko, Gebärmutter- und Eierstockkrebs zu bekommen.

Dicke Katzen sind anfälliger für Diabetes 

Etwa die Hälfte aller Katzen ist nach Angaben von Tierärztin Behr zu dick - wobei Wohnungskatzen anfälliger dafür sind als Freigänger. Und das ist nicht nur eine Frage der Ästhetik: Übergewicht kann Diabetes zur Folge haben.

Um das Tier auch in der Wohnung rank und schlank zu halten, sollte man es auf Trab halten - beispielsweise mit Futtersuch- oder kleinen Jagdspielen.

"Katzen sind Meister im Verstecken von Schmerzen"

Grundsätzlich müssen Katzenhalter ihr Tier stärker beobachten als etwa einen Hund, sagt Tierärztin Behr. "Katzen sind Meister im Verstecken von Schmerzen." Das empfiehlt auch Sarah Ross von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Denn: "Besitzer kennen ihre Katze am besten."

Verhält sich das Tier anders als normal, sollte man zum Tierarzt gehen. Die Heimtierexpertin rät außerdem zu einer jährlichen Kontrolluntersuchung.

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