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Kartoffelkäfer: So bekämpft ihn die Landwirtschaft

Käferplage  

Kartoffelkäfer: So bekämpft ihn die Landwirtschaft

27.05.2016, 14:46 Uhr | om (CF)

Kartoffelkäfer: So bekämpft ihn die Landwirtschaft. Der Kartoffelkäfer schadet Pflanzen zwar nicht - seine Larven aber umso mehr. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Der Kartoffelkäfer schadet Pflanzen zwar nicht - seine Larven aber umso mehr. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Kartoffelkäfer bekämpfen – eine große Anstrengung: Gerade als Larve kann der Kartoffelkäfer großen Schaden anrichten. Bei der Bekämpfung hat die Landwirtschaft mittlerweile von chemisch auf biologisch umgestellt.

Kartoffelkäfer bestimmen: Lebenszyklus des Schädlings

Kartoffelkäfer leben sozusagen im Tandem mit den namensgebenden Nachtschattengewächsen, welche die Nahrungsgrundlage der Tiere darstellen. Laut Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) überwintern die Tiere im Boden von Kartoffelschlägen des vorhergehenden Jahres. Sie kommen wieder ans Tageslicht, wenn die Bodentemperatur etwa 15 Grad Celsius erreicht hat – die Kartoffeln also gerade am Auflaufen sind. Die Weibchen, die insgesamt rund zwei Jahre alt werden können, beginnen nach dem anschließenden Reifungsfraß mit der Ablage der Eier. An den Unterseiten der Blätter von jungen Kartoffelpflanzen legen sie rund 400 dunkelgelbe Eier in Haufen von bis zu 80 Stück ab.

Rund eine Woche später schlüpfen die hellroten Larven – je nach Witterung aber auch weit später. Die Larven fangen umgehend damit an, die Blätter der Kartoffelpflanze zu fressen. Zum Kahlfraß kommt es laut der LfL jedoch erst, wenn die Larven die Stadien L3 und L4 erreicht haben. Es dauert dann bis zu vier Wochen, bis sich die Larven schließlich im Boden verpuppen. Die entstehenden Käfer können keinen größeren Schaden an der Pflanze mehr anrichten. Aber: Während milder Spätsommer- und Frühherbstphasen kann eine zweite Kartoffelkäfer-Generation innerhalb eines Jahres entstehen.

Kartoffelkäfer bekämpfen: Chemisch und biologisch

Die Larve des Kartoffelkäfers frisst vor allem in späteren Entwicklungsstadien große Mengen an Blattfläche. Die Bekämpfung sollte entsprechend beginnen, bevor die Tiere dieses Stadium erreicht haben. Als kritisch gilt grundsätzlich eine Grenze von 15 Larven pro Pflanze. Traditionell nutzte die Landwirtschaft lange Zeit chemische Mittel, um den Kartoffelkäfer bekämpfen zu können. Doch die Tiere passten sich über die Jahre an und entwickelten Resistenzen gegen gängige Insektizide, beispielsweise Pyrethroide.

Dem Bayerischen Rundfunk (BR) zufolge wird mittlerweile immer öfter auf biologische Mittel gesetzt, wenn die Landwirtschaft Kartoffelkäfer bekämpfen möchte. Dazu zählen laut dem BR unter anderem Bakterien und deren Umwandlungsprodukte sowie die Samen des asiatischen Neembaumes. Auch Hobbybauern setzen bei der Bekämpfung immer mehr auf Bio-Methoden. In Frage kommen hier laut "gartenlexikon.de" vor allem Hausmittel wie Minze-Brühe,  Meerrettich-Jauche oder getrockneter Kaffeesatz.

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