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Leihgroßeltern werden: So funktioniert es

Generationen zusammenbringen  

So wird man Leihoma oder Leihopa

24.01.2020, 15:31 Uhr | dpa, cch

Leihgroßeltern werden: So funktioniert es. Leihopa und -enkel: Eine Leihgroßelternschaft bringt Generationen zusammen. (Quelle: Getty Images/vadimguzhva)

Leihopa und -enkel: Eine Leihgroßelternschaft bringt Generationen zusammen. (Quelle: vadimguzhva/Getty Images)

Großeltern zu werden kann man sich wünschen. Ob es dann auch passiert, liegt aber nicht in der eigenen Hand. Wer sich trotzdem gerne um ein Kind kümmern möchte, hat die Möglichkeit, Leihoma oder Leihopa zu werden. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Auf Enkel aufzupassen, mit ihnen zu spielen und ihnen etwas vorzulesen kann für Großeltern sehr bereichernd sein. Aber nicht alle Senioren sind Oma oder Opa. Wer trotzdem auf Enkel aufpassen möchte, kann sich für eine Leihgroßelternschaft bewerben. Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, Familienzentren oder die Arbeiterwohlfahrt oder auch Online-Datenbanken können den Kontakt vermitteln. Und auch manche Kommunen bieten solche Programme an.

"Die Idee ist, Generationen zusammenzubringen", sagt Veronika Kirberg, die das Programm "Aktiv und engagiert" beim Jugendamt in Düsseldorf koordiniert. An ihm können nicht nur Menschen teilenehmen, die nicht Großeltern geworden sind, sondern auch jene, die zu weit weg wohnen, um sich regelmäßig um ihre Enkel zu kümmern.

Beide Seiten sollen etwas davon haben

"Wir starten in der Regel mit zwei bis vier Stunden pro Woche", sagt Kirberg. Die Leihoma, der Leihopa – oder beide – gehen in die Familie, lesen den Leihenkeln etwas vor, gehen mit ihnen auf den Spielplatz oder helfen bei den Hausaufgaben. "Beide sollen etwas davon haben", betont Kirberg. Kostenlose Babysitter sind Leihgroßeltern dagegen nicht.

Wer Interesse hat, braucht ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Ein Mindest- oder Höchstalter für die Großeltern gibt es in der Regel nicht. In Düsseldorf zum Beispiel ist der Bedarf an interessierten Großeltern immer gegeben, sagt Kirberg. Auch Menschen, die nicht mehr ganz so fit sind, werden dort vermittelt. "Dann schauen wir eben, dass es nicht gerade ein Kitakind ist, sondern vielleicht eher eines im Grundschulalter, das gern puzzelt oder Gesellschaftsspiele mag."

Viele Leihgroßeltern übernehmen die Aufgabe ehrenamtlich, andere erhalten einen kleinen Obolus dafür. Wichtig ist natürlich, dass die Chemie zwischen der Oma beziehungsweise dem Opa und dem Kind passt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

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