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Was nach einem Todesfall zu tun ist

dpa-tmn, Andreas Kunze

Aktualisiert am 14.04.2018Lesedauer: 3 Min.
Trauernde Angeh├Ârige: Nach dem Tod muss zun├Ąchst ein Totenschein ausgestellt werden.
Trauernde Angeh├Ârige: Nach dem Tod muss zun├Ąchst ein Totenschein ausgestellt werden. (Quelle: laflor/getty-images-bilder)
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Ein Todesfall bedeutet nicht nur einen Verlust. Es fallen auch eine Reihe von Aufgaben an, die Hinterbliebene erledigen m├╝ssen. Einige Punkte k├Ânnen Sie aber delegieren.

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist f├╝r die meisten ein schwerer Schlag. Es f├Ąllt in der Trauer nicht leicht, den ├ťberblick zu bewahren. Doch um die meisten Formalit├Ąten kommen Hinterbliebene nicht herum. Ein ├ťberblick:

Der Totenschein

Nach dem Tod muss zun├Ąchst ein Totenschein ausgestellt werden. Stirbt ein Mensch in der Klinik, k├╝mmert sich diese darum. Bei einem Todesfall zu Hause muss ein Arzt gerufen werden. Es empfiehlt sich, gleich mit der Suche nach dem Testament und anderen Verf├╝gungen zu beginnen, denn es k├Ânnten Hinweise enthalten sein, wie und wo der Verstorbene bestattet werden m├Âchte.

Die Sterbeurkunde

F├╝r viele weitere Formalit├Ąten ist eine Sterbeurkunde notwendig. Sie wird in der Regel von den Standes├Ąmtern ausgestellt. F├╝r die Beantragung werden der Personalausweis, der Totenschein sowie die Personenstandsunterlagen ben├Âtigt, etwa die Geburtsurkunde. H├Ąufig k├╝mmert sich ein Bestatter um diese Schritte.

Das Testament

Wird ein Testament gefunden, muss es beim ├Ârtlichen Nachlassgericht abgeliefert werden. Liegt das Testament hingegen bereits beim Notar oder Amtsgericht, geht alles automatisch seinen Weg. Die Erben werden benachrichtigt.

Ein m├Âgliches Problem: "Angeh├Ârige, die im Testament nicht gut wegkommen, k├Ânnten es verschwinden lassen", sagt Dominik H├╝ren von der Bundesnotarkammer in Berlin. "Der letzte Wille sollte daher stets hinterlegt sein." Im Zentralen Testamentsregister werden alle erbfolgerelevanten Urkunden, die vom Notar errichtet werden oder in gerichtliche Verwahrung gelangen, registriert.

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Die Erbschaft

Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge. Danach erben neben dem Ehepartner immer die n├Ąchsten Blutsverwandten. Zun├Ąchst erben die Erben 1. Grades, also die Kinder. Meist m├╝ssen sich die Kinder den Nachlass mit dem ├╝berlebenden Ehegatten teilen.

Grunds├Ątzlich gilt: Wer erben will, muss auch die Schulden ├╝bernehmen, etwa die Hypothek eines Hauses. Das kann teuer werden, denn der Erbe muss daf├╝r auch mit seinem eigenen Verm├Âgen geradestehen. Bevor das Erbe angetreten wird, muss also ├╝berlegt werden, ob die Verbindlichkeiten den Nachlasswert ├╝bersteigen und das Erbe ausgeschlagen werden sollte.

Die Ausschlagung

Wer das Erbe nicht antreten will, kann es ausschlagen. Das geschieht entweder zur Niederschrift beim Nachlassgericht oder durch ein formloses notariell beglaubigtes Schreiben. Es gilt eine Frist von sechs Wochen "ab Kenntnis des Erben von Anfall und Berufungsgrund", also regelm├Ą├čig sechs Wochen nach dem Tod des Erblassers.

Besteht innerhalb dieser Zeit noch keine Klarheit dar├╝ber, ob Schulden vorhanden sind, gibt es eine Vorsichtsma├čnahme: "Mit einer Nachlassverwaltung durch das Gericht kann man erreichen, dass sich die eigene Haftung nur auf die Erbmasse beschr├Ąnkt", sagt H├╝ren.

Der Erbschein

Wer das Erbe annimmt, sollte sich alsbald einen Erbschein beim Nachlassgericht besorgen. Der ist n├Âtig, um zum Beispiel ein Grundst├╝ck oder ein Konto umschreiben zu lassen. Wichtig dabei: Mit Beantragung des Erbscheins liegt eine Annahme der Erbschaft vor, und die Ausschlagung ist ausgeschlossen.

Die Lebensversicherungspolice

Nach einem Todesfall sollte auf die Police f├╝r die Lebensversicherung genauso sorgsam geachtet werden wie auf das Testament. "Der Versicherungsschein ist so gut wie bares Geld. Wer ihn in die Finger kriegt, kann sich alles auszahlen lassen", sagt Guido Lenne, Fachanwalt f├╝r Bank- und Kapitalmarktrecht in Leverkusen.

Das ist im Kleingedruckten geregelt und von mehreren Gerichten best├Ątigt worden, unter anderem vom Oberlandesgericht (OLG) Koblenz (Az.: 10 U 595/01). "Die Versicherung darf somit an eine nicht berechtigte Person Leistungen erbringen ÔÇô es sei denn, sie hat die fehlende Berechtigung gekannt oder dies grob fahrl├Ąssig ├╝bersehen."

Eine weitere Falle: veraltete "Bezugsberechtigungen". Ist jemand beg├╝nstigt worden, f├Ąllt die Versicherungsleistung nicht mehr in die Erbmasse. Auch nach einer Scheidung bleibt eine Bezugsberechtigung bestehen, wenn sie nicht gegen├╝ber der Versicherung widerrufen wird. So kann es passieren, dass zum Beispiel pl├Âtzlich die Ex-Frau noch vom Tod profitiert, wie ein Fall vor dem OLG K├Âln zeigt (Az.: 8 U 103/96). Deshalb: "Regelm├Ą├čig ├╝berpr├╝fen, ob die Bezugsberechtigung noch den W├╝nschen entspricht", r├Ąt Anwalt Lenn├ę.

Erbschaftssteuer

Wer etwas geerbt hat, muss das innerhalb von drei Monaten dem f├╝r die Verwaltung der Erbschaftssteuer zust├Ąndigen Finanzamt schriftlich anzeigen. "Sind Verm├Âgen oder Ertr├Ąge noch nicht versteuert worden, ist der Erbe verpflichtet, eine ordnungsgem├Ą├če Nacherkl├Ąrung abzugeben", sagt Prof. Joerg Andres, Fachanwalt f├╝r Steuerrecht in D├╝sseldorf. "Sonst kann er selbst sehr schnell in den Verdacht einer versuchten Steuerhinterziehung durch Unterlassen geraten."

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