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Verkauf von Weihnachts-Deko startet

dpa, Uta Knapp

Aktualisiert am 09.09.2018Lesedauer: 2 Min.
Weihnachtsdekoration: Rund 240 Millionen Euro wurden 2016 in Deutschland fĂŒr weihnachtliche Dekoartikel und elektrische schnurgebundene Lichterketten ausgegeben.
Weihnachtsdekoration: Rund 240 Millionen Euro wurden 2016 in Deutschland fĂŒr weihnachtliche Dekoartikel und elektrische schnurgebundene Lichterketten ausgegeben. (Quelle: P. Razenberg/getty-images-bilder)
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Saisonauftakt fĂŒr Weihnachtsliebhaber: Wer sich im September auf das Fest einstimmen will, kann die Einkaufstour starten. Wer lieber lĂ€nger warten will, hat wenig Chancen: Im Einkaufscenter sind bald etwa Riesen-Hirsche zu bestaunen.

Lebensgroße WeihnachtsmĂ€nner, Schneekugeln und Rentiere bei spĂ€tsommerlichen Temperaturen: Liebhaber von Weihnachtsdeko können bald mit dem Einkauf beginnen. Mit der bevorstehenden Eröffnung seines auf Weihnachten spezialisierten Ladens in der Essener Innenstadt zĂ€hlt der Belgier Benny van Roy zu den Vorreitern der Branche.

"Es fĂ€ngt immer frĂŒher an"

"Gekauft wird ab September", ist sich der 56-JĂ€hrige sicher, der auch WeihnachtsartikelmĂ€rkte in Belgien und den Niederlanden betreibt. Auf einer LadenflĂ€che von rund 1.000 Quadratmetern bietet van Roy in der Reviermetropole von diesem Donnerstag an weihnachtliches Zubehör an – zu Preisen zwischen etwa 2,50 Euro und mehr als 100 Euro.

"Jeder versucht, auf diesen Hype aufzuspringen, und es fĂ€ngt immer frĂŒher an", sagt Uwe KrĂŒger vom Kölner Institut fĂŒr Handelsforschung (IFH). "Der Handel dreht sich immer schneller." Auch fĂŒr die Dekoration seien viele Verbraucher zunehmend bereit, mehr Geld auszugeben, wenn auch mit nur moderaten ZuwĂ€chsen.

Millionenumsatz mit weihnachtlichen Dekoartikeln

Weihnachtsschmuck: FĂŒr die Dekoration sind viele Verbraucher zunehmend bereit, mehr Geld auszugeben.
Weihnachtsschmuck: FĂŒr die Dekoration sind viele Verbraucher zunehmend bereit, mehr Geld auszugeben. (Quelle: anyaberkut/getty-images-bilder)
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Rund 240 Millionen Euro wurden nach Berechnungen des IFH im Jahr 2016 in Deutschland fĂŒr weihnachtliche Dekoartikel und elektrische schnurgebundene Lichterketten ausgegeben. Hinzu kĂ€men noch die Ausgaben fĂŒr batteriegebundene Lichterketten sowie ein nicht genau bezifferbarer Anteil am Gesamtjahresumsatz mit Kerzen von rund 730 Millionen Euro. Im weiteren Sinne zur Deko könnten auch Ausgaben von gut 700 Millionen Euro fĂŒr WeihnachtsbĂ€ume hinzugerechnet werden.

Den geplanten Verkaufsstart im September hatte die Branche schon auf der weltgrĂ¶ĂŸten Messe fĂŒr saisonale Dekorationsartikel "Christmasworld" zum Jahresbeginn in Frankfurt angekĂŒndigt. Nach EinschĂ€tzung des HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrers des Handelsverbands Möbel und KĂŒchen (BVDM), Thomas Grothkopp, warten jedoch auch viele Anbieter wie etwa MöbelhĂ€user und Gartencenter erst noch das GeschĂ€ft mit dem Gruselfest Halloween ab, bevor dann im November Weihnachtliches in die Regale gerĂ€umt wird.

Trend zu hochwertiger Handwerkskunst

Trotz immer noch zahlreicher Billig-Importe aus Fernost hatte die Branche bei dem Treffen fĂŒr 2018 einen Trend zu hochwertiger Handwerkskunst und zu natĂŒrlichen Materialien propagiert. Handbemalte Figuren aus PappmachĂ© sollen dabei ebenso fĂŒr besinnliche Stimmung sorgen wie ungewöhnliche Lichterketten mit kleinen Hummern oder nachgebildete Kohlköpfe als Christbaumkugeln. Wem das zu bunt oder zu teuer ist, der kann jedoch auch auf das traditionelle Sortiment zurĂŒckgreifen.

Und auch wer zu Hause zunĂ€chst noch Verzicht ĂŒbt, könnte schon bald beim Einkaufen mit Weihnachtlichem konfrontiert werden. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem wachsenden Online-Handel wollen etwa die 150 Shopping-Center des grĂ¶ĂŸten deutschen Betreibers ECE nach KrĂ€ften fĂŒr Weihnachtsstimmung sorgen. Allein im Shoppingcenter MyZeil in der Frankfurter Einkaufsmeile sollen dabei in diesem Jahr nach Angaben eines Sprechers 15 ĂŒberdimensionale Hirsche, 91 WeihnachtsbĂ€ume sowie 450.000 LED-Lichter zum weihnachtlichen Einsatz kommen.

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