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Forscher fordern Wandel im deutschen Wald

dpa, Christina Sticht

Aktualisiert am 09.09.2018Lesedauer: 3 Min.
Von Borkenk√§fern befallener Nadelwald: Trockenheit und Hitze haben die Fichten in Niedersachsens W√§ldern anf√§llig f√ľr den Befall durch Borkenk√§fer gemacht. Die K√§fer k√∂nnen bei unkontrollierter Ausbreitung W√§lder gro√üfl√§chig zerst√∂ren.
Von Borkenk√§fern befallener Nadelwald: Trockenheit und Hitze haben die Fichten in Niedersachsens W√§ldern anf√§llig f√ľr den Befall durch Borkenk√§fer gemacht. Die K√§fer k√∂nnen bei unkontrollierter Ausbreitung W√§lder gro√üfl√§chig zerst√∂ren. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)
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Vielerorts ist der Wald braun statt gr√ľn. Von der langen Trockenheit geschw√§chte B√§ume sind anf√§llig f√ľr Sch√§dlinge wie den Borkenk√§fer. Manche sterben ganz ab. Welche Hilfen ben√∂tigen die Forstbetriebe und wie kann der Wald dem Klimawandel trotzen?

Der Hitzesommer 2018 hat nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch den W√§ldern in Deutschland massiv zugesetzt. Der Verband der Waldeigent√ľmer spricht von einer "Jahrhundertkatastrophe" und sch√§tzt die Ertragseinbu√üen ‚Äď auch wegen des zus√§tzlichen Kollapses des Holzmarktes ‚Äď auf mehrere Milliarden Euro. Wissenschaftler sind deutlich vorsichtiger.

Umbau des Waldes

Abgestorbene, braune Nadelbäume: Der Hitzesommer 2018 hat den Wäldern in Deutschland massiv zugesetzt.
Abgestorbene, braune Nadelbäume: Der Hitzesommer 2018 hat den Wäldern in Deutschland massiv zugesetzt. (Quelle: Swen Pförtner/dpa-bilder)

"Ob es so dramatisch ist, wie einige bef√ľrchten, daf√ľr fehlen noch die Zahlen", teilt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit. "Die D√ľrresch√§den sind regional sehr unterschiedlich ausgepr√§gt", sagt Hans Pretzsch, Leiter des Lehrstuhls f√ľr Waldwachstumskunde der Technischen Universit√§t M√ľnchen. In den st√§rker betroffenen Gebieten gebe es Ertragseinbu√üen von 50 bis 75 Prozent, in anderen liegen die Zuw√§chse dem Experten zufolge nur wenig unter dem langj√§hrigen Durchschnitt.

"Einzelne Trockenjahre werden von vielen Arten relativ gut √ľberwunden", sagt Pretzsch. Deutlicher d√ľrften die Einbu√üen werden, wenn sich Trockenjahre h√§ufen, also zum Beispiel gleich drei oder vier Jahre wie 2018 aufeinander folgen ‚Äď wie es die meisten Klimaprognosen f√ľr die kommenden 20 bis 50 Jahre voraussagen.

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Notwendig sei ein Umbau des Waldes, betont der Experte. "Naturnahe Rein- und Mischbest√§nde sind einfach stabiler und auf lange Sicht auch produktiver als naturferne Reinbest√§nde zum Beispiel aus Fichte." Zudem erbr√§chten Mischw√§lder auch viele andere √∂kologische Leistungen wie Klimaschutz sowie Erholung f√ľr alle Menschen.

Vorsorgemaßnahmen gegen Waldbrände

Bundesagrarministerin Julia Kl√∂ckner will mit dem Bundesumweltministerium und Verb√§nden einen Runden Tisch einberufen, um die Klimaprobleme der W√§lder zwischen Alpen und Nord- und Ostsee zu analysieren. Sie sehe die Lage im Wald mit gro√üer Sorge, sagt die CDU-Politikerin vorige Woche bei der Besichtigung von D√ľrresch√§den in einem Forst in Mecklenburg-Vorpommern. Hilfen f√ľr betroffene Forstbetriebe sollen bei der n√§chsten Agrarministerkonferenz von Bund und L√§ndern Ende September besprochen werden.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pl√§diert f√ľr mehr Anreize f√ľr den Umbau hin zu Mischw√§ldern mit verschiedenen Baumarten. Hier seien private und staatliche Waldbesitzer gleicherma√üen gefragt. Die bisherigen F√∂rderprogramme seien aufgrund des hohen b√ľrokratischen Aufwandes uninteressant f√ľr Eigent√ľmer von kleineren Fl√§chen, hie√ü es. Zudem m√ľssten Vorsorgema√ünahmen gegen Waldbr√§nde bundesweit ausgebaut werden. Wegen der h√∂heren Brandgefahr der Kiefernw√§lder sei man in diesem Punkt im Osten am weitesten.

Einbußen 2018 besonders bei Fichten sehr hoch

Fast ein Drittel Deutschlands ist bewaldet. Davon ist laut der Bundeswaldinventur aus dem Jahr 2012 fast die Hälfte in Privatbesitz. Die häufigsten Arten sind

  • Fichte (26 Prozent),
  • Kiefer (23 Prozent),
  • Buche (16 Prozent) und
  • Eiche (10 Prozent).

Die TU M√ľnchen und die Bayerische Forstverwaltung haben gro√üe Versuchsfl√§chen, auf denen teils schon seit mehr als 150 Jahren das Wachstum der B√§ume gemessen wird. Die Einbu√üen 2018 seien besonders bei Fichten im Flachland sehr hoch, sagt Pretzsch.

F√∂rderungen f√ľr klimatolerante Baumarten

Waldgebiet: Nach einer Phase langer Trockenheit sind viele Bäume bereits Mitte August braun und herbstlich verfärbt.
Waldgebiet: Nach einer Phase langer Trockenheit sind viele Bäume bereits Mitte August braun und herbstlich verfärbt. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-bilder)

Bei einer H√§ufung von Trockenjahren werden nach seiner Prognose Fichten in Tieflagen zur√ľckgehen, daf√ľr neue Arten wie Schwarzkiefer oder Esskastanie einwandern beziehungsweise von Menschen angebaut werden ‚Äď wie die Douglasie oder die Zeder. Der Wald insgesamt sei in unseren Breiten nicht in Gefahr, werde sich aber ver√§ndern, betont der Forst-Experte.

Die privaten Waldeigent√ľmer (AGDW) fordern neben Soforthilfen angesichts der Einbu√üen in diesem Sommer langfristig auch F√∂rderungen f√ľr klimatolerante Baumarten wie Douglasie, K√ľstentanne, Sitkafichte und Roteiche, die nicht aus Deutschland stammen. "Es kommt darauf an, alle Waldfunktionen f√ľr die Zukunft zu sichern und den Wald an die sich schnell √§ndernden klimatischen Verh√§ltnisse anzupassen", sagt AGDW-Pr√§sident Philipp zu Guttenberg. Die Schw√§chung der W√§lder treffe auch ihre vielf√§ltigen Erholungs- und Schutzleistungen.

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