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Wann sollte man sein Tier einschläfern lassen?

dpa, Marie von der Tann

Aktualisiert am 18.11.2020Lesedauer: 4 Min.
Hund beim Tierarzt: Nur, weil ein Tier final erkrankt ist, heißt das noch nicht, dass es eingeschläfert werden sollte. Der entscheidende Faktor ist die Lebensfreude.
Hund beim Tierarzt: Nur, weil ein Tier final erkrankt ist, heißt das noch nicht, dass es eingeschläfert werden sollte. Der entscheidende Faktor ist die Lebensfreude. (Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-bilder)
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Die Entscheidung √ľber Leben und Tod ist schrecklich. Wer Verantwortung f√ľr sein Tier √ľbernehmen will, muss sie aber irgendwann treffen

Es gibt Dinge, an die gewöhnt man sich nie. Der Tod und das Einschläfern eines Tieres gehören dazu. Seit zehn Jahren ist Anne Gamalski Tierärztin in Berlin. "Es ist immer furchtbar traurig", sagt sie. "Und dennoch ein Geschenk. Weil man das Leiden eines Tieres nicht bis zum Ende mitansehen muss, sondern es erlösen kann." Das macht es wenigstens ein bisschen erträglicher.

Tiere sind Familienmitglieder und sollen deshalb auch in W√ľrde sterben d√ľrfen. Manche von Gamalskis Patienten bringen Kerzen mit in die Praxis und spielen Musik ab, andere kommen mit der gesamten Familie und dem Freundeskreis. Wieder andere bitten sie, zu Hause vorbeizukommen. All das ist m√∂glich.

"Ich will, dass es Tier und Halter so angenehm wie m√∂glich haben, in den letzten Minuten." Was geht, versucht die Tier√§rztin m√∂glich zu machen ‚Äď im Garten einschl√§fern, zum Beispiel. An einem See leider nicht. "Es gibt Grenzen, man braucht einen gesch√ľtzten Raum und das ist drau√üen eben schwer m√∂glich, deshalb muss ich dann auch leider manchmal nein sagen. Auch wenn das schwer f√§llt."

Lebensfreude ist ein entscheidender Indikator

Die Entscheidung, wann der richtige Zeitpunkt ist, um das Tier gehen zu lassen, ist hart. Denn eine finale Diagnose allein ist noch kein Grund. "Lebensfreude ist der entscheidende Indikator", sagt Tierärztin Gamalski. Bei Hunden ist das zum Beispiel relativ leicht zu erkennen. Wenn sie nur noch apathisch herumliegen, dann ist das ein Hinweis. Katzen offenbaren ihr Innenleben nicht so offensichtlich. Hier ist gerade die Lust am Fressen ein gutes Indiz, ob noch Lebensgeister in ihnen stecken.

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Prof. Andrea Beetz, Psychologin aus Erlangen, hat √ľber Jahre die Mensch-Tier-Beziehung erforscht und r√§t, sich f√ľr den Ernstfall vorher schon mal Gedanken zu machen. "Stellen Sie sich die Frage: Wie w√ľnschen Sie sich einen w√ľrdigen Abschied f√ľr ihr Tier? Und legen Sie Kriterien fest, die Lebensfreude bei Ihrem Tier anzeigen." Dann k√∂nne man im Fall des Falles sagen: Wenn er f√ľr l√§ngere Zeit den Ball nicht mehr anguckt oder sich nicht mehr f√ľr den Garten oder das Spazierengehen interessiert und das Lieblingsleckerli verschm√§ht, dann m√∂chte er nicht mehr.

Tierschutzgesetz verlangt "vern√ľnftigen Grund"

Die Entscheidung muss allerdings nachvollziehbar sein. Das Tierschutzgesetz erlaubt das T√∂ten von Tieren lediglich bei einem "vern√ľnftigen Grund". "Das ist im Ethik-Kodex f√ľr Tier√§rzte festgelegt", erkl√§rt Sonja Kr√§mer von der Tier√§rztlichen Vereinigung f√ľr Tierschutz (TVT). "Wir Tier√§rzte richten Tierbehandlungen stets am Wohlbefinden der Tiere aus und d√ľrfen das Leben eines Tieres nur bei Vorliegen eines vern√ľnftigen Grundes und mit der f√ľr das Tier am wenigsten belastenden Methode beenden", hei√üt es darin.

Das bedeutet auch, dass es dabei nicht alleinig um den Wunsch des Besitzers geht: "Eine Leidensverl√§ngerung oder eine Lebensverk√ľrzung allein auf Wunsch des Besitzers lehnen sie ab", hei√üt es in den Empfehlungen zum Ethik-Kodex.

Gerade in Krisensituationen kann der Blick auf das eigene Tier verkl√§rt sein. Deshalb ist es auch eine gute M√∂glichkeit, den Tierarzt entscheiden zu lassen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Deshalb sollten sich Besitzer nicht schlecht f√ľhlen. Tier√§rztin Gamalski sagt: "Das Gef√ľhl, man k√∂nnte falsch entscheiden ist ganz normal und geht uns Tier√§rzten in Bezug auf unsere eigenen Tiere genauso. Wenn mein Hund krank ist, dann frage ich eine befreundete Tier√§rztin, was zu tun ist."

Vor Abschied noch mal ein paar schöne Tage machen

Ist die Entscheidung f√ľr das Einschl√§fern gefallen und der Zustand des Tieres erlaubt es, ist es durchaus denkbar, noch einmal ein paar sch√∂ne Tage gemeinsam zu verbringen. "Ich kenne eine Familie, die mit ihrem Hund im Fahrradanh√§nger die letzten Tage t√§glich zur Lieblingswiese gefahren ist und sich so von ihm verabschieden konnte", so Gamalski. Noch einmal d√ľrfe er fressen was er will, noch einmal an einen ganz besonderen Ort fahren, das alles k√∂nne helfen, Abschied zu nehmen.

Auf eines m√ľssen Tierbesitzer sich aber dennoch einstellen: Nat√ľrlich wird es trotzdem schwer werden. Ist der Termin schlie√ülich gekommen, sollten Besitzer auf Ruhe achten ‚Äď und auf ihre Bed√ľrfnisse, aber auch auf die ihres Tieres. Und das sei N√§he. "Bis zu einem gewissen Punkt nehmen die Tiere noch ihre Umwelt wahr und dann sollten sie merken, dass ihre Vertrauenspersonen dabei sind", r√§t Kr√§mer. "Das k√∂nnen auch Kinder sein", sagt Gamalski.

Sie findet, dass auch Kinder den Tod als etwas erleben sollen, was zum Leben dazu geh√∂rt. "Ich erkl√§re ihnen und den Besitzern ganz genau was passiert. Ich spritze ein hochdosiertes Narkotikum, das erst m√ľde, dann bewusstlos macht und schlie√ülich erst Atmung und Herz l√§hmt. Das geht schnell und ist schmerzlos."

Entscheiden, wohin mit dem Tierkörper

Dann muss noch eine letzte Entscheidung getroffen werden: Wohin mit dem geliebten Tier? "Bei Katzen rate ich dazu, den K√∂rper noch einmal mit nach Hause zu nehmen, falls dort noch weitere Katzen leben. Denn die anderen Tiere nehmen bis zu vier Stunden lang Abschied ‚Äď ein wichtiger Prozess f√ľr ihre Psyche", sagt Gamalski.

Hunde dagegen w√ľrden das nicht machen. Wer sie oder alle anderen Haustiere nach dem Einschl√§fern beim Tierarzt l√§sst, der muss damit leben, dass sie unpers√∂nlich in einer Tierk√∂rperbeseitigungsanstalt entsorgt werden.

Nat√ľrlich k√∂nnen die Besitzer ihre Tiere auch in ihrem Garten begraben, sofern sie nicht zu gro√ü sind. Die jeweiligen Regelungen sollten Besitzer allerdings zuvor in ihrer Kommune erfragen. Eine teurere aber auch pers√∂nlichere Alternative ist die Ein√§scherung durch ein Tierbestattungsunternehmen. Sogar einen Diamant kann man sich aus der Asche des Liebsten pressen lassen.

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