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Meisensterben in Hessen: Daran sterben die Singvögel

"Suttonella ornithocola"  

Landeslabor findet Bakterium in toten Blaumeisen

28.04.2020, 10:15 Uhr | dpa, t-online.de, ron

Meisensterben in Hessen: Daran sterben die Singvögel. Blaumeise (Cyanistes caeruleus): In Hessen wurde im Frühjahr 2020 ein vermehrtes Meisensterben beobachtet. (Symbolfoto) (Quelle: dpa/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild)

Blaumeise (Cyanistes caeruleus): In Hessen wurde im Frühjahr 2020 ein vermehrtes Meisensterben beobachtet. (Symbolfoto) (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Das Rätsel um die ungewöhnlich vielen toten Blaumeisen ist gelöst: Das Hessische Landeslabor hat dafür mehrere der verendeten Singvögel untersucht. Die Behörde gab auch bekannt, ob eine Gefahr für Menschen bestehe.

Im April dieses Jahres starben in Hessen ungewöhnlich viele Blaumeisen an einer mysteriösen Krankheit. Um die Todesursache abzuklären, hatte die Veterinärabteilung des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor (LHL) in den vergangenen Tagen mehrere Singvögel untersucht.

Das Ergebnis: Eine Infektion mit dem Bakterium Suttonella ornithocola hat das Blaumeisen-Sterben ausgelöst. Es verursache bei den Vögeln eine Lungenentzündung, an denen die Tiere verenden, sagte die Gießener Behörde. Andere ebenfalls in Frage kommende Erreger wie Vogelgrippe- oder Usutuviren, Salmonellen oder Darmparasiten seien nicht nachweisbar gewesen.

Ist das Bakterium für Menschen gefährlich?

Ein Gefährdungspotential für den Menschen oder andere Tierarten bestehe laut Behörde aber nicht. Es wird dennoch empfohlen, erkrankte oder tote Vögel nur mit Einweghandschuhen anzufassen, schreibt das Hessische Landeslabor auf seiner Internetseite.

Zudem können in Absprache mit dem zuständigen Kreis-Veterinäramt verendete Singvögel an den LHL zur Abklärung der Todesursache eingesandt werden. Das LHL empfiehlt auch hier, die Tiere nur mit Einweghandschuhen anzufassen.

Meisensterben auch in anderen Bundesländern

Mittlerweile gibt es laut des Naturschutzbundes (Nabu) neben Hessen auch Tausende Nachweise in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Niedersachsen. Allerdings dürfe man die Zahl der momentan von besorgten Bürgerinnen und Bürgern gemeldeten Vögel nicht automatisch gleichsetzen mit diesem Erregernachweis.

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