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Wo der Weihnachtsstern zu sehen ist

Von dpa
Aktualisiert am 22.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Weihnachtsstern: Das ├ťberholen ist nur alle zwanzig Jahre zu beobachten. (Symbolbild)
Weihnachtsstern: Das ├ťberholen ist nur alle zwanzig Jahre zu beobachten. (Symbolbild) (Quelle: YAY Images/imago-images-bilder)
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Der Stern von Bethlehem ist jedes Weihnachten ein symboltr├Ąchtiges Bild. Doch gab es dieses Himmelsph├Ąnomen wirklich? Eine Erkl├Ąrung k├Ânnte eine seltene Planeten-Konstellation sein.

Er wies Caspar, Melchior und Balthasar den Weg zu Jesus. Der Bibel zufolge fanden die drei Weisen durch den Stern von Bethlehem zu der Krippe des Kindes. Ob es dieses Himmelsph├Ąnomen gab oder es nur Symbolik ist, ist unklar.

Ein Komet, eine auf der Erde zu sehende Sternenexplosion oder auch eine besondere Konstellation von Planeten: Letzteres gilt zumindest als eine wahrscheinlichere M├Âglichkeit und ist p├╝nktlich zur Weihnachtszeit in diesem Jahr zu sehen. Am Abendhimmel des 21. Dezembers verschmelzen f├╝r unsere Augen die beiden gr├Â├čten Planeten unseres Sonnensystems Jupiter und Saturn.

Beide Planeten kommen sich sehr nah

Bei dieser sogenannten Konjunktion kommen sich die beiden Planeten der Vereinigung der Sternfreunde zufolge von der Erde aus gesehen besonders sehr nahe. Der Grund: Beide sind mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten um die Sonne unterwegs. Der schnellere Jupiter ├╝berholt dann den ferneren Saturn.

Gro├če Konjunktion: Am 21. Dezember werden Saturn (oben) und Jupiter (unten) zusammenr├╝cken. Die Aufnahme entstand auf dem Kansas State Capitol Visitor Center in der US-Stadt Kansas am 19. Dezember.
Gro├če Konjunktion: Am 21. Dezember werden Saturn (oben) und Jupiter (unten) zusammenr├╝cken. Die Aufnahme entstand auf dem Kansas State Capitol Visitor Center in der US-Stadt Kansas am 19. Dezember. (Quelle: Charlie Riedel/ap-bilder)
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"Das diesj├Ąhrige ├ťberholman├Âver ist etwas Besonderes. Die beiden Planeten werden fast zu einem gemeinsamen Lichtpunkt verschmelzen", sagt der Vorsitzende der Sternfreunde Sven Melchert.

Schauspiel erst wieder im Jahr 2080

Das ├ťberholen komme alle 20 Jahre vor. Doch ein ├Ąhnlich enges Aufeinandertreffen wird es erst wieder im Jahr 2080 geben. Und nicht immer kann man das Spektakel auch sehen. Vor 20 Jahren seien die Riesen bei der Konjunktion am Nachthimmel nicht sichtbar gewesen.

Gro├če Konjunktion: Die Planeten Saturn und Jupiter (links oben) r├╝cken am 21. Dezember n├Ąher zusammen. Die Aufnahme entstand im Shenandoah-Nationalpark in Luray, im US-Bundesstaat Virginia, am 13. Dezember.
Gro├če Konjunktion: Die Planeten Saturn und Jupiter (links oben) r├╝cken am 21. Dezember n├Ąher zusammen. Die Aufnahme entstand im Shenandoah-Nationalpark in Luray, im US-Bundesstaat Virginia, am 13. Dezember. (Quelle: Bill Ingalls/NASA/ap-bilder)

Und 2080 wird die gr├Â├čte Ann├Ąherung erst in der hellen Morgend├Ąmmerung geschehen. "Die Konjunktion von Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 ist die Beste, die uns das Universum f├╝r lange Zeit zu bieten hat", betont Melchert.

So sehen Sie den Weihnachtsstern

Derzeit st├╝nden die beiden Planeten am abendlichen S├╝dwesthimmel. Ein Teleskop ist f├╝r eine Beobachtung nicht n├Âtig. Der helle Jupiter stehe dann links unterhalb des Ringplaneten Saturn und mit blo├čem Auge werde man beide nicht mehr voneinander trennen k├Ânnen.

Mit einem Fernglas k├Ânne man dann neben Jupiter auch einige seiner vier Monde erkennen. Mit einer mindestens 30-fachen Vergr├Â├čerung sei auch das Ringsystem des Saturns zu sehen. Wenn das Wetter am 21. Dezember nicht mitspielt, k├Ânne ein ├Ąhnlich nahes Zusammentreffen auch am Tag zuvor und am Tag danach beobachtet werden.

Kein Komet, keine Sternenexplosion

Ein ├Ąhnliches Aufeinandertreffen der beiden Planeten gab es auch um die Zeitenwende. "Das ist aber nur eine der M├Âglichkeiten", sagte Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg ├╝ber die Spekulationen des Sterns von Bethlehem. Auch Jupiter und Venus h├Ątten eine ├Ąhnliche Konstellation gehabt. Zwar werde seit dem Mittelalter der Stern oftmals mit Schweif gezeigt, doch ein Komet k├Ânne man sehr wahrscheinlich ausschlie├čen.

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Der galt als Ungl├╝cksbringer und das h├Ątte man so sicher nicht aufgeschrieben. Auch eine Supernova, eine Sternenexplosion ist nicht wahrscheinlich. Da h├Ątte man Reste finden m├╝ssen. "Die Evangelien sind erst viel sp├Ąter verfasst worden." Vielleicht sei das alles auch nur Symbolik.

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