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Sandkasten selber bauen: Tipps für einen Sandkasten aus Holz

Spielplatz im Garten  

So einfach bauen Sie einen Sandkasten selbst

03.04.2020, 14:27 Uhr | dpa-tmn, agr, t-online.de

Sandkasten selber bauen: Tipps für einen Sandkasten aus Holz. Sandkasten: Ist der Sand zu feucht, können sich Bakterien darin vermehren.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Nastya_ph)

Sandkasten: Ist der Sand zu feucht, können sich Bakterien darin vermehren. (Quelle: Nastya_ph/Thinkstock by Getty-Images)

Schlösser, Kuchen, Tierchen: Kinder können sich mit Sand allerlei Dinge bauen. Mit ein wenig Arbeit können Sie auch in Ihrem eigenen Garten einen Sandkasten für die Kleinen bauen.

Baggern, Matschkuchen formen, Sandburgen bauen oder einfach nur matschen – Kinder lieben es, im Sand zu spielen. Warum also nicht einen eigenen Sandkasten anlegen? Im Baumarkt gibt es vorgefertigte Sandkisten in verschiedenen Ausführungen. Diese Bausätze, zum Teil mit Sitzflächen und einem Dach, sind leicht zu montieren. Doch Sie können einen Sandkasten auch selbst bauen. Achten Sie dabei aber auf den richtigen Untergrund und wählen Sie das richtige Holz.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihren Sandkasten

Der Rahmen für den Sandkasten setzt sich einfach aus vier Bohlen zusammen, die miteinander verschraubt werden. Folgende Dinge benötigen Sie:

  • Planken für den Rahmen mit einer Mindestbreite von 20 Zentimetern und 4 Zentimeter Dicke
  • Senkkopfschrauben aus Messing 
  • Leisten oder Dreiecke aus Holz
  • Holzstützen, wenn die Sitzfläche breiter als 20 Zentimeter ist
  • Wasserdurchlässiges Vlies
  • Tacker
  • Sand

Wenn Sie den Sandkasten mit einem Dach bauen wollen, sollten Sie zusätzlich noch Pfähle und Planken kaufen. Auch ein Sonnenschirm kann Sonnenschutz bieten. 

  1. Wählen Sie Planken für den Rahmen, die mindestens 40 Zentimeter hoch sind.
  2. Für die Umrandung des Sandkastens setzen Sie zwei quadratische Rahmen übereinander. 
  3. Verschrauben Sie die Rahmen mit einer Leiste oder mit Dreiecken aus Holz. 
  4. Setzen Sie auf diesen Rahmen eine Holzbohle, die als Sitzfläche dienen soll und verschrauben Sie diese. 
  5. Ist die Sitzfläche breiter als 20 Zentimeter, ziehen Sie Holzstützen darunter, um die Sitzfläche stabiler zu machen. 
  6. Runden Sie Ecken und Kanten mit einer Oberfräse, einem Schleifgerät oder mit Schleifpapier ab. Es dürfen keine scharfen oder spitzen Kanten abstehen.
  7. Tackern Sie ein wasserdurchlässiges Vlies an die Unterseite des Rahmens. 
  8. Suchen Sie den richtigen Ort für den Sandkasten aus und streuen Sie Kies oder legen Sie Pflastersteine aus. 
  9. Platzieren Sie den Sandkasten darauf und füllen Sie ihn 20 Zentimeter hoch mit Sand auf.

Den richtigen Ort finden

Der Vorteil am selbst gebauten Sandkasten ist, dass Form und Größe dem Garten angepasst werden können. Zuerst müssen Sie einen Platz für den Sandkasten aussuchen. Gerade bei kleinen Kindern sollten Sie den Kasten nahe am Haus oder der Terrasse bauen. So haben Sie die Kleinen besser im Auge. Achten Sie auch darauf, dass der Sandkasten nicht in der prallen Sonne steht. Gibt es kein schattiges Plätzchen, etwa unter einem Baum, können Sie auch einen Sonnenschirm aufstellen oder sogar ein Dach für den Kasten bauen.

Das richtige Holz für Ihren Sandkasten

Ein Sandkasten mit Sitzflächen kann aus Holzbohlen zusammengesetzt werden. Diese sind bis zu einer Länge von vier Metern relativ günstig. 

Das Holz für einen Sandkasten darf nicht imprägniert sein. Regnet es, könnten die Substanzen vom Holz in den Sand gespült werden. Gerade kleinere Kinder essen den Sand aber auch. 

Wichtig ist es deshalb, Holz zu verwenden, dass auch ohne Imprägnierung den Witterungen standhält. Das können Bohlen aus Tannen- oder Fichtenholz sein. Widerstandsfähiger, aber auch kostenintensiver, sind Rahmen aus Lärchen-, Douglasien- oder Robinienholz.

Sandkasten bauen: Senkschrauben verhindern, dass Kinder sich an herausstehenden Nägeln oder Schraubenkanten verletzen.  (Quelle: imago images/Westend61)Sandkasten bauen: Senkschrauben verhindern, dass Kinder sich an herausstehenden Nägeln oder Schraubenkanten verletzen. (Quelle: Westend61/imago images)

Der Sandkasten braucht ein Entwässerungssystem

Damit der Sand eines Kastens ohne Dach nach einem Schauer gut trocknen kann, muss das Regenwasser ablaufen können. Der Kasten braucht eine Drainage. Bevor Sie den Sandkasten aufbauen, streuen Sie Kies aus. Sie können auch Pflastersteine verwenden: Durch die breiten Fugen kann Wasser abfließen.

Wichtig: Der Sandkasten sollte keinen Holzboden haben. 

Ein Vlies schützt

Legen Sie über Kies oder Pflastersteine ein wasserdurchlässiges Vlies und tackern Sie es am Rahmen fest. So vermeiden Sie auch, dass Kinder beim Spielen zum Kies graben. Aber auch Unkraut und Ungeziefer gelangen nicht in den Sandkasten. 

Ein Dach für den Sandkasten bauen

Erfahrene Handwerker können ein Dach für den Sandkasten bauen – dazu schrauben Sie zwei Bretter zu einem Dreieck zusammen und setzen sie auf Pfähle.

Sand auffüllen

Um die richtige Menge an Sand für den Sandkasten zu kaufen, müssen Sie zuerst das Volumen berechnen. Multiplizieren Sie dafür Innenlänge mit Innenbreite und Buddeltiefe des Sandkastens. So erhalten Sie das Sandvolumen in Kubikzentimetern oder Kubikmetern. Bedenken Sie, dass ein Kubikmeter 1.000 Litern entspricht. Entsprechend viel Sand müssen Sie dann einfüllen. Ökotest hat zum Beispiel den Spielsand von Dolobeach mit "sehr gut" bewertet.

Abdeckung für den Sand nicht vergessen

Decken Sie den Sand ab, wenn die Kinder nicht im Sandkasten spielen. Denn Katzen missbrauchen die Kisten gerne als Toilette. Eine Abdeckung hat allerdings den Nachteil, dass der Sand keinen Regen abbekommt und austrocknet – damit ist er zu trocken, um sich noch gut formen zu lassen. Aber er darf auch nicht zu nass sein, sonst bilden sich Algen, und Bakterien siedeln sich darauf an. Die optimale Konsistenz hat der Sand, wenn er so feucht ist, dass er leicht klebt. Am besten gibt man daher immer mal wieder mit der Gießkanne etwas Wasser in den Kasten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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