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Smartphone-Nutzung schädlich für Kinderschlaf


Insgesamt weniger Schlaf
Smartphone-Nutzung lässt Babys und Kleinkinder schlechter schlafen

t-online, Annemarie Munimus

18.04.2017Lesedauer: 2 Min.
Smartphonenutzung lässt Babys und Kleinkinder schlechter schlafenVergrößern des BildesAll das Starren aufs Display und Herumwischen auf dem Touchscreen des Smartphones soll bei Babys und Kleinkinder zu schlechterem Schlaf führen. (Quelle: Pilin_Petunyia/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Als hätten wir es nicht bereits geahnt – all das Starren aufs Display und Herumwischen auf dem Touchscreen des Smartphones kann nicht gesund sein, schon gar nicht für Babys und Kleinkinder. Eine Studie will jetzt einen Zusammenhang zwischen der täglichen Nutzung von Geräten mit Touchscreen und verkürztem Schlaf bei Kindern entdeckt haben.

In ihrer aktuellen Untersuchung gingen die Wissenschaftler der Frage nach, welchen Einfluss die Nutzung von Geräten mit Touchscreens – also Tablets und Smartphones – auf das kindliche Schlafverhalten ausübt, schließlich kämen bereits vermehrt Babies und Kleinkinder mit den Geräten ihrer Eltern in Kontakt.

Durch langjährige Studien wisse man bereits, dass ein Zusammenhang besteht zwischen vermehrtem Fernsehschauen sowie Videospielen und der geistigen Entwicklung von Kindern, so das Forscherteam um Celeste H. M. Cheung vom Center for Brain and Cognitive Development der Birkbeck University of London und des King’s College London.

Je länger die tägliche Touchscreen-Nutzung, desto schlechter der Schlaf

Die Wissenschaftler befragten 715 Eltern von Kindern zwischen sechs und 36 Monaten online zur Mediennutzung und dem Schlafverhalten ihrer Kinder. Konkret wurde erfragt:

  • wie lange die Kinder täglich fernsehen und Touchscreens benutzen,
  • wie lange sie am Tag und in der Nacht schlafen,
  • wie tief der Schlaf ist,
  • wie lange sie zum Einschlafen brauchen,
  • wie oft sie in der Nacht aufwachen.

Dabei stellten sie fest, dass Babys und Kleinkinder nachts weniger schliefen, wenn sie viel Zeit mit einem Touchscreen verbrachten. Auch wenn diese Kinder am Tage etwas mehr schliefen, blieben sie insgesamt mit ihrer Schlafenszeit zurück. Zudem benötigten sie deutlich länger um einzuschlafen.

Jede zusätzliche Stunde Touchscreen-Nutzung pro Tag führe zu einer Verkürzung des Schlafs um 15,6 Minuten.

Smartphone-Nutzung bei Kleinkindern nimmt zu

Die in Großbritannien durchgeführt Studie ergab, dass 75 Prozent der Kleinkinder zwischen sechs und 36 Monaten bereits täglich in Berührung mit Touchscreens kommen. Dabei steigt die Nutzungszeit signifikant an, je älter die Kinder werden. Kinder zwischen sechs und elf Monaten nutzten Touchscreens täglich etwa sieben Minuten, während Kinder von 26 bis 36 Monaten bereits 45 Minuten täglich mit Smartphones oder Tablets verbrachten.

"Schlaf spielt eine herausragende Rolle bei der frühen kognitiven Entwicklung", so die Wissenschaftler. Daher könne Schlafmangel zu langfristigen Beeinträchtigungen in der kindlichen Entwicklung führen.

Die Forscher räumen ein, dass weitere Studien erforderlich seien, um die Zusammenhänge zwischen der Touchscreen-Nutzung und Schlafproblemen weiter zu verstehen und um herauszufinden, ob es Arten der Touchscreen-Nutzung gibt, die weniger negative Effekte mit sich bringen.

Touchscreen-Nutzung hat auch positive Effekte

Zudem werden nicht nur negative Effekte mit der Touchsscreen-Nutzung von Kindern verbunden. So hätten frühere Studien gezeigt, dass aktives Scrollen und Anklicken von Elementen wie Videos mit einer verbesserten Feinmotorik der Kleinkinder einherging. Statt den Zugang zum Smartphone und Tablet vollständig zu verbieten, sollte man Erkenntnisse darüber gewinnen, wie man die Technologie so einsetzten kann, dass der Nutzen für kleine Kinder maximiert und negative Konsequenzen minimiert würden.

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