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Diese Parasiten k├Ânnen in rohem Fleisch stecken

akl

06.02.2012Lesedauer: 4 Min.
In einem blutigen Rumpsteak kann der Rinderbandwurm lauern.
In einem blutigen Rumpsteak kann der Rinderbandwurm lauern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Mettbr├Âtchen, Tartar oder Rumpsteak englisch - Spezialit├Ąten mit rohem Fleisch sind beliebt. Zwar wird das Fleisch ├╝berpr├╝ft, bevor es in den Handel gelangt, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Parasiten ├╝bersehen werden. Das sollten Sie ├╝ber Parasiten wissen.

Was sind Parasiten?

Parasiten sind Organismen, die sich von einem anderen Lebewesen, dem sogenannten Wirt, ern├Ąhren. Parasiten k├Ânnen die Organe des Wirtes sch├Ądigen, ihm wichtige N├Ąhrstoffe entziehen und Krankheiten ├╝bertragen. In der Regel t├Âtet der Parasit seinen Wirt aber nicht, da er ihn zum Leben braucht.

Trichinellose durch Mett

Trichinellen sind kleine Fadenw├╝rmer mit einer Gr├Â├če von ungef├Ąhr einem Millimeter. Sie siedeln sich in der Darmschleimhaut des Wirtes an und sind in der Muskulatur von S├Ąugetieren, V├Âgeln und Reptilien zu finden. Die ├ťbertragung auf den Menschen erfolgt ausschlie├člich durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch. Dazu geh├Âren Rohw├╝rste, Schinken oder Gehacktes. Aber auch in Wild sind die W├╝rmer zu finden. Zu Beginn der Erkrankung kommt es h├Ąufig zu Schw├Ąche, starkem Durstgef├╝hl, Bauchschmerzen, ├ťbelkeit, Erbrechen und Durchfall, manchmal auch zu Blutungen unter den N├Ągeln.

Schwellungen im Gesicht durch Trichinellen

Sp├Ąter k├Ânnen Fieber, Muskelschmerzen, Atembeschwerden, Sehst├Ârungen sowie Schwellungen im Gesicht hinzukommen. Die Larven dringen in gut durchblutete Muskeln wie Oberarm-, Kau - und Nackenmuskulatur ein, zerst├Âren Muskelfasern und entwickeln sich dort weiter. Laut Bundesinstitut f├╝r Risikobewertung (BfR) wurden zwischen 2001 bis 2010 pro Jahr durchschnittlich sechs F├Ąlle bekannt. Doch wie kann man sich sch├╝tzen? Durch das Einfrieren des Fleisches bei minus 20 Grad oder Garen bei 65 Grad, werden die Trichinellen abget├Âtet.

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Toxoplasmen k├Ânnen lange ├╝berleben

Toxoplasmose geh├Ârt weltweit zu den h├Ąufigsten Infektionen durch Parasiten. Laut BfR sind etwa ein Drittel aller Menschen mit dem Erreger in Kontakt gekommen. Toxoplasmen sind Einzeller und kommen bei S├Ąugetieren, aber auch V├Âgeln vor. Der nat├╝rliche Endwirt ist die Katze, das hei├čt, dass Toxoplasmose auch ├╝ber Katzenkot ├╝bertragen werden kann. Nach der Vermehrung im Darm werden die Parasiteneier ├╝ber den Kot ausgeschieden und verbreiten sich durch Regen und Wind in der Umwelt. In feuchter Erde k├Ânnen sie bis zu 18 Monate ├╝berleben, so das BfR. Der Mensch infiziert sich durch rohes Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Wild, aber auch durch ungewaschenes Obst und Gem├╝se.

Toxoplasmose ist gef├Ąhrlich in der Schwangerschaft

Bei Gesunden verl├Ąuft eine Infektion meist ohne Symptome, nur manchmal haben die betroffenen leichtes Fieber. Gef├Ąhrlich wird Toxoplasmose f├╝r Schwangere, da die Entwicklung des Ungeborenen gest├Ârt wird. Es k├Ânnen geistige und k├Ârperliche Behinderung bis hin zu einer Fehlgeburt auftreten. Daher sollten Schwangere kein rohes Fleisch essen, keine Katzenklos reinigen und auch keine Gartenarbeit verrichten. J├Ąhrlich werden etwa 20 Infektionen bei Schwangeren gemeldet, die Dunkelziffer sei hoch, so das BfR.

Sarkosporidien in rohem Rindfleisch

Sarkosporidien sind mikroskopisch kleine Einzeller und k├Ânnen durch den Verzehr von rohem Rind- und Schweinefleisch, aber auch durch Rohwurst wie luftgetrocknete Salami, Schinken, Mettwurst, Teewurst und Cervelatwurst auf Menschen ├╝bertragen werden. Das BfR r├Ąt, Fleischprodukte durchzugaren oder mindestens drei Tage bei minus 20 Grad einzufrieren. Erkrankungsf├Ąlle sind selten, auch eine Meldepflicht besteht nicht. Schwache Infektionen verlaufen ohne Symptome. Nach dem Verzehr von stark infiziertem Fleisch kann es sechs bis zw├Âlf Stunden sp├Ąter zu ├ťbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Durchfall kommen, so das BfR. Die Beschwerden k├Ânnen ein bis zwei Tage anhalten. Die Parasiten werden ├╝ber den Stuhl ausgeschieden.

Rinderbandw├╝rmer k├Ânnen bis zu zehn Meter lang werden

Der Rinderbandwurm ist der bei uns am h├Ąufigsten vorkommende Bandwurm. Man geht von etwa 40 bis 60 Millionen Bandwurmtr├Ągern weltweit aus. In Deutschland sind sch├Ątzungsweise 1,2 Prozent der Bev├Âlkerung betroffen. Der Rinderbandwurm kann bis zu zehn Meter lang werden. Mit seinen vier Saugn├Ąpfen am Kopf heftet er sich an den Darm seines Wirtes. Der Rinderbandwurm setzt sich aus einzelnen Gliedern zusammen. Die abgesto├čenen, reifen Glieder - um die 400 im Monat - werden ├╝ber den Darm des Menschen ausgeschieden. Jedes Glied beinhaltet um die 100.000 Eier, so das Bundesinstitut f├╝r gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterin├Ąrmedizin (BgVV). Der Mensch kann sich durch den Verzehr von rohem Fleisch wie Tartar oder ungarem Rindfleisch wie Rumpsteak englisch infizieren.

Beim Rinderbandwurm oft keine Symptome erkennbar

Das T├╝ckische ist, dass der Betroffenen h├Ąufig keine Symptome zeigt. Es k├Ânnen Einzelsymptome wie Juckreiz in der Analgegend, ein "W├╝hlen im Leib" in der Nabelgegend, ├ťbelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. M├╝digkeit, Kopfschmerzen und Gewichtsverlust geh├Âren ebenfalls dazu. Der wichtigste Hinweis auf Rinderbandwurm sind die beweglichen Glieder im Stuhl. Sie haben eine Gr├Â├če von zw├Âlf bis 20 Millimeter L├Ąnge und vier bis sieben Millimeter Breite, so das BgVV. Dann sollte schnellstm├Âglich ein Arzt aufgesucht werden, der meist den Wirkstoff Niclosamid verschreibt. Neben dem Rinderbandwurm gibt es auch den Schweinebandwurm. Er ist in Europa allerdings recht selten - Verlauf und Therapie sind ├Ąhnlich.

So t├Âtet man die Parasiten ab

Auch wenn der Befall von Parasiten recht selten ist, kommt er dennoch vor. Verbraucher sollten ein paar einfache Regeln beachten, um sich zu sch├╝tzen. Generell ist man auf der sicheren Seite, wenn man das Fleisch mehrere Minuten auf ├╝ber 70 Grad durchgart. Erhitzen in der Mikrowelle sei aber nicht geeignet, so das BfR.

Um Toxoplasmen abzut├Âten, sollte das Fleisch mindestens acht Stunden bei minus 20 Grad durchgefroren werden. Da auch gefrierresistente St├Ąmme vorkommen, sollten Schwangere kein rohes Fleisch essen. Auch beim Rinderbandwurm sollte das Fleisch bei minus 20 Grad eingefroren werden, empfiehlt das BgVV. Laut BfR hat sich bei Trichinellen das Einfrieren des Fleisches ebenfalls bew├Ąhrt. Bei Sarkosporidien r├Ąt das BfR, das Fleisch mindesten drei Tage bei minus 20 Grad einzufrieren.

Wer also sicher gehen m├Âchte, sollte Fleisch immer mehrere Tage bei minus 20 Grad einfrieren und erst dann verzehren.

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