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Warum sollen Schornsteinfeger Glück bringen?

Von t-online, dpa, cch

Aktualisiert am 07.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Schornsteinfeger: Er ist seit dem Mittelalter ein Glücksbringer.
Schornsteinfeger: Er ist seit dem Mittelalter ein Glücksbringer. (Quelle: Rendery/getty-images-bilder)
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Schornsteinfeger, Schwein und Hufeisen: Wer seinem Glück im neuen Jahr auf die Sprünge helfen will, kann es mit Glücksbringern versuchen. Wir verraten, wie es die kleinen Helfer zu ihrer Symbolik gebracht haben.

Das Wichtigste im Überblick


Mit dem Feuerwerk böse Geister verjagen

Schon die heidnischen Germanen versuchten, böse Geister mit Licht und Lärm zu vertreiben. Daraus entwickelte sich das heutige Silvester-Feuerwerk als Ausdruck der Hoffnung auf ein glückliches neues Jahr.

Der Schornsteinfeger bewahrte Häuser vor einem Brand


Silvesterbräuche aus Deutschland und der Welt

Das gute alte Feuerwerk. Jeder kennt es, fast jeder liebt es: An Silvester wird es laut und bunt. Der Jahreswechsel wird nahezu auf der ganzen Welt von Feuerwerk begleitet.
Traditionelles Silvesteressen: Fondue
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Auch Schornsteinfeger sind bekannte Glücksboten. So soll etwas Asche vom Kaminkehrer im Gesicht das Glück herbeirufen. Seinen Ursprung hat dieser Aberglauben im Mittelalter, als Häuser leichter und häufiger Feuer fingen als heute. Der Schornsteinfeger schützte durch seine Arbeit die heimischen vier Wände und brachte somit Glück ins Haus.

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Nur zufällig gefundener Klee bringt Glück

Bei den Kelten sollten Kleeblätter bösen Zauber abwehren und seinem Besitzer magische Kräfte verleihen. Bis heute ist ein Kleeblatt Irlands Nationalsymbol. Im Mittelalter wurde vierblättriger Klee in die Kleidung genäht, um Reisende vor Unglück zu bewahren. Doch Achtung: Er soll nur Glück bringen, wenn er zufällig gefunden wird. Töpfchen mit gezüchteten Pflanzen, wie sie in Blumengeschäften vor Silvester angeboten werden, sind diesem Brauch zufolge als Glücksbringer untauglich.

Das Schwein steht für Fruchtbarkeit

Schweine wurden vermutlich bereits vor 2.000 Jahren wegen ihrer Fruchtbarkeit zum positiven Symbol. Wer sprichwörtlich "Schwein" hat, gilt auch ohne Schnitzel auf dem Tisch als Glückspilz. Als Glücksbringer muss es aber kein echtes Tier sein. Kleine, rosa Schweine aus Marzipan bringen ebenfalls Glück.

Früher brachte jeder Käfer Glück

Heutzutage gilt der Marienkäfer als krabbelnder Glücksbote. Aus Schokolade in roter Folie mit schwarzen Punkten ist er besonders zum Jahreswechsel ein beliebtes Geschenk. Ursprünglich brachte jeder Käfer Glück – wenn er denn mit der linken Hand gefangen und in der Hosentasche aufbewahrt wurde.

Hufeisen richtig aufhängen

Hufeisen fangen ebenfalls das Glück ein. In den Vorstellungen vieler Völker kehren sie Unheil ab. Als dauerhaftes Glückssymbol sollte das Hufeisen aber mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, denn sonst fällt dem Aberglauben zufolge das Glück heraus.

Der Glückspfennig überlebt den Euro

Viele tragen auch einen Glückspfennig im Geldbeutel mit sich. Das Glücksgeld ist einem alten Brauch zufolge die erste Münze, die einem jungen Erdenbürger vom Taufpaten geschenkt und sorgfältig aufgehoben wird. Daraus hat sich der Glückspfennig entwickelt. Der Aberglaube überlebte die Euro-Einführung, der Name "Glückscent" setzte sich im Sprachgebrauch aber nicht durch.

Ein selbst gebackener Hefekranz soll Glück bringen

Und auch Naschkatzen kommen auf ihre Kosten: Wer zu Neujahr eingeladen wird, bringt nach altem Brauch einen selbst gebackenen Hefekranz oder eine Neujahrsbrezel als Glücksbringer mit. Dies geht auf einen alten Brauch zurück: Früher sorgten die an das Vieh verfütterten Reste des Neujahrsgebäcks angeblich für die Gesundheit der Tiere und den Wohlstand des Bauern.

Andere Länder, andere Sitten

In anderen Ländern gibt es weitere Gegenstände, die Glück bringen sollen. Aus Italien stammt etwa der Brauch mit der roten Unterwäsche, die in der Silvesternacht getragen werden soll. Wer unten drunter rot trägt, soll mit Glück, Gesundheit und Liebe gesegnet werden. Die Unterwäsche muss aber ein Geschenk gewesen und vorher ungetragen sein.

In China hingegen symbolisiert Bambus Glück, Erfolg und Geld. In Japan soll der Reiskuchen Mochi Glück bringen. Er wird zum Jahreswechsel verzehrt – am besten in einem Stück.

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In Polen wird an Heiligabend oft Karpfen gegessen. Die Fischschuppen werden dann im kommenden Jahr im Geldbeutel aufbewahrt – auch das soll Glück und Wohlstand bringen.

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