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Tipps gegen einen Kater

Feiern ohne Reue  

Die besten Anti-Kater-Tipps

23.12.2015, 11:29 Uhr | Sabine Kelle

Tipps gegen einen Kater. Eine wilde Party rächt sich am nächsten Tag manchmal mit einem fiesen Kater. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine wilde Party rächt sich am nächsten Tag manchmal mit einem fiesen Kater. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine durchzechte Nacht kann einen ordentlichen Schädel verursachen. wanted.de gibt Tipps für vor, während und nach der Party, damit Sie am nächsten Tag wieder durchstarten können.

Jeder kennt ihn, (beinahe) jeder hatte schon einen, aber niemand mag ihn: den Kater. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit resultieren aus der mit übermäßigem Alkoholgenuss einhergehenden Dehydration. Im Blut befinden sich dann zu wenige Mineralien. Und beim Abbau von Ethanol (Alkohol) in der Leber entsteht Acetaldehyd - dieses Zwischenprodukt erzeugt Kopfschmerzen und schädigt die Leber. Weil niemand nach einem großartigen Abend diesen Katzenjammer erleiden will, gibt es allerhand Geheimrezepte, Rituale und "Wunderpillen". Sie versprechen alle eines: Feiern ohne Reue. Doch geht das wirklich?

Während der Party

Wenn Sie auf der Party mit Champagner starten, danach zu Bier und Cocktails greifen und letztlich bei Whisky landen, ist der Kater programmiert. Erstens: Trinken Sie nicht durcheinander! Bleiben Sie möglichst bei einer Art von Getränk. Zweitens: Es ist besser auf süße und sprudelige Getränke zu verzichten, hier schmeckt man den enthaltenen Alkohol und Fuselstoffe nicht. Drittens: Vergessen Sie das Essen nicht! Und Viertens: Ja das macht zwar keinen Spaß, aber trinken Sie für jedes Glas Alkohol stets ein Glas Wasser.

Vor dem Schlafengehen

Hier gilt wieder: Wasser, Wasser, Wasser. Stellen Sie sich am besten vor der Party eine Flasche stilles Wasser neben das Bett. Von Sprudelwasser ist abzuraten, denn die Kohlensäure reizt den angeschlagenen Magen. Den berühmten "Apple a Day" legen Sie gleich daneben. Er hält nicht nur den Doktor, sondern auch den Kater fern, denn er liefert wertvolle Vitamine.

Hilfe, wenn es zu spät ist

Wenn der Brummschädel doch eintritt, greifen die meisten zum vermeintlichen Alleskönner Aspirin. Trinkexperten empfehlen gar die Kombination aus Espresso und Alka Seltzer. Doch hilft das? Der Neurologe Dr. Michael Oshinsky von der Thomas Jefferson University in Philadelphia belegte in einer Studie tatsächlich die Wirksamkeit: Die Mischung aus dem Wachmacher Koffein und dem Entzündungshemmer der Acetylsalicylsäure  bekämpft die schädelverursachenden Abbauprodukte des Alkohols. Doch Achtung: Auch Aspirin hat Nebenwirkungen und einige leiden auch an einer Unverträglichkeit. 

Elektrolyte und Vitamine

Weil dem Blut viele Nährstoffe - vor allem Mineralien und Vitamine - entzogen wurden, muss Nachschub her. Wer den Apfel vor dem Zubettgehen vergessen hat, genehmigt sich am besten direkt einen zum Frühstück. Spezielle Elektrolytgetränke und Brausetabletten versorgen Sie mit Magnesium, Natrium, Kalium und Kalzium. Selbst stilles Mineralwasser bringt davon einiges mit sich.

Rollmops, Brathering und Co Auch sie bringen eines: Hilfe gegen einen übersäuerten Organismus. Das mag paradox klingen, denn ein Rollmops selbst schmeckt schon sauer. Trotzdem haben Lebensmittel wie Rollmops, saure Gurken, spezielle Kräuter-Tees und Gemüsesäfte eine basische Wirkung. Sie besänftigen den übersäuerten Organismus, der sich mit Sodbrennen, Magenschmerzen und Aufstoßen bemerkbar macht. Laufen gehen oder in die Sauna Frische Luft kann in jedem Fall nicht schaden. Das Plus an Sauerstoff tut dem alkoholvergifteten Blutkreislauf gut. Manch einer geht tatsächlich eine Runde Joggen. Im Prinzip eine gute Idee, denn mit dem Schweiß wandern auch die Giftstoffe aus dem Körper. Die bequeme finnische Lösung des Problems lautet: Sauna. Überfordern Sie Ihren angeschlagenen Körper jedoch nicht. Nach so einer Nacht haben Sie schließlich noch Restalkohol im Blut und das mindert unter anderem den Gelichgewichtssinn. Der Kreislauf wurde zudem sehr strapaziert. Ein ausgedehnter Spaziergang in zügigem Tempo macht jetzt mehr Sinn. Bloody Mary zum Frühstück?

Weitermachen, womit man aufgehört hat: Viele schwören auf ein Konterbier oder eine Bloody Mary.

Ein Glas Alkohol nach dem Aufstehen soll die Funktion der Leber anregen. Fakt ist jedoch, dass weiterer Alkohol den Körper nur zusätzlich belastet. So hält man einfach nur den Pegel und aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben. Der Kater kommt so oder so. Wer denkt, man könne das ganze Problem durch regelmäßigen Konsum trainieren, kommt im Zweifel nur vom Regen in die Traufe und tauscht sein Problem gegen ein weit schlimmeres ein: Alkoholismus. Greifen Sie lieber zur Virgin Mary, diese bringt Antioxidantien und Vitamine aus dem Tomaten- und Zitronensaft sowie dem Sellerie mit sich. Auch ein Gemüsesaft aus Rote Beete und Artischocke ist empfehlenswert.

Achtung bei "Wunderpillen"

Wodka-erprobte Polen schwören auf einige Mittelchen, die man schon vor der vermeintlichen Sause einnehmen sollte. Dazu zählt eine Wunderpille, bei der es sich um nichts anderes, als Acetylsalicylsäure handelt, dem Wirkstoff aus Aspirin und Alka Seltzer. Acetylsalicylsäure verdünnt das Blut, somit fließt es mitsamt dem Alkohol schneller ab. Allerdings verdünnt Alkohol selbst auch schon das Blut. Zudem warnen Ärzte vor der Kombination: Eine dauerhafte Blutungsneigung könnte die Folge sein. Also: Die Kopfschmerztablette bitte nur dann nehmen, wenn Ihnen auch der Kopf dröhnt und nicht gleichzeitig mit Alkohol.

Ebenso raten einige dazu, sich eine ganze Flasche Öl vor dem Gelage zu genehmigen. Dieses legt sich wie ein Schutzfilm in Magen und Darm und macht diese so unempfindlicher gegen den aggressiven Alkohol. Von so viel Öl wird einem jedoch unter Garantie speiübel und damit wäre die Party schon vor ihrem Beginn vorbei. In jedem Fall schützen fettige Speisen den Magen-Darm-Trakt und erschweren die Aufnahme von Alkohol ins Blut - daher ist ein fettreiches Essen zu empfehlen.

Fazit

Alkohol zählt zu den Genussmitteln. Genießen Sie deswegen die Party in durchdachten, statt übervollen, Zügen. Genehmigen Sie sich zwischendrin immer wieder ein Glas Wasser und vergessen Sie das Essen nicht. So schlimm kann der Morgen danach dann nicht werden. Zu guter Letzt: Das erfolgreichste Mittel gegen einen Kater ist und bleibt einfach Abstinenz.

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