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Stiftung Warentest: Vitaminpräparate sind zu hoch dosiert


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Viele Vitaminpräparate sind zu hoch dosiert

Von t-online, cch

Aktualisiert am 30.08.2017Lesedauer: 2 Min.
Eine große Zahl der im Test geprüften Präparate, die dem Körper bestimmte Vitamine liefern sollen, wies eine deutlich höhere Dosierung auf als von Experten empfohlen.
Eine große Zahl der im Test geprüften Präparate, die dem Körper bestimmte Vitamine liefern sollen, wies eine deutlich höhere Dosierung auf als von Experten empfohlen. (Quelle: Symbolbild/ronstik/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Viel hilft viel? Das stimmt nicht immer, auch nicht bei Vitaminen, die gemeinhin als gesund gelten. Wenn diese als Kapseln oder Tabletten eingenommen werden, kann eine Extraportion auch Schaden anrichten. Stiftung Warentest hat sich im aktuellen Heft (09/2017) die Dosierung von Vitaminpräparaten einmal genauer angesehen.

Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass viele Präparate zu hoch dosiert sind. Im Test überschritten von 35 Vitaminzusätzen 26 laut Deklarierung die empfohlene Höchstdosierung des Bundesinstituts für Risikobewertung. Zehn lagen sogar drastisch darüber – sie enthielten jeweils mehr als das 7,5-Fache der Empfehlung.

Welche Vitaminpräparate die Empfehlungen stark überschritten

Bei den Vitamin-A-Präparaten lieferte "Fairvital Vitamin A 25000 I.E." das fast 19-Fache der empfohlenen Menge. In dem Mittel "Abtei B-Komplex Forte" stellten die Tester doppelt so viel Niacin – eines der acht wasserlöslichen Vitamine, die zum Vitamin-B-Komplex zählen – wie empfohlen fest. "Vitamin C 1000 mg" sowohl von NuU als auch von Vitasyg bot vier Mal so viel Vitamin C wie angeraten.

Das knapp 34-Fache vom empfohlenen Wert brachte "Life Extension Super K", ein Vitamin-K-Präparat. Und auch unter den Mitteln im Test, die den Körper mit zusätzlichem Vitamin D und E versorgen sollen, waren solche, die die Empfehlungen deutlich überschreiten.

Laut einer Umfrage der Verbraucherzentralen nehmen rund 30 Prozent der Deutschen Vitaminpräparate und andere Nahrungsergänzungsmittel ein. Bisher gibt es in Deutschland kein Gesetz, welches die Höhe der Vitamindosis in solchen begrenzt. Aber eine Überdosis kann oft Nebenwirkungen haben oder gar krank machen. Für Vitamin A, D, E und K gilt das in besonderem Maße, da sie sich im Körper anreichern können.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken von Überdosierungen

Eine Überdosierung kann laut Stiftung Warentest das Risiko für Folgendes erhöhen:

  • Vitamin-A-Präparat: Kopfschmerzen, Haut-, Knochen und Leberprobleme
  • Vitamin-B-Präparat: Nervenschäden
  • Vitamin-C-Präparat: Verdauungsprobleme, Nierensteine
  • Vitamin-D-Präparat: Nierensteine, Nierenschäden
  • Vitamin-E-Präparat: Blutgerinnungsstörungen, Prostatakrebs
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