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Dieses Gesichtspeeling ist "ungenügend"

Von t-online, cch

Aktualisiert am 27.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Gesichtspeeling: Oft steckt in Peelings aus der Drogerie oder dem Supermarkt flüssiges Plastik.
Gesichtspeeling: Oft steckt in Peelings aus der Drogerie oder dem Supermarkt flüssiges Plastik. (Quelle: ChesiireCat/getty-images-bilder)
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"Öko-Test" wollte es wissen: Verzichten Unternehmen bei der Herstellung von Gesichtspeelings mittlerweile auf Mikroplastik? Bei der Untersuchung fiel ein Produkt auch wegen anderer Inhaltsstoffe sehr negativ auf.

Die meisten Gesichtspeelings verzichten mittlerweile auf Mikroplastik und setzen als Reibekörper beispielsweise gehärtetes Jojobaöl oder Kieselsäure ein – ganz plastikfrei sind viele dennoch nicht. Das zeigt eine Untersuchung von 26 Produkten der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 09/2020).

Kunststoffe in jedem zweiten konventionellen Gesichtspeeling

Demnach enthält jedes zweite getestete konventionelle Peeling fürs Gesicht flüssige Kunststoffverbindungen. Diese sind ähnlich problematisch wie Mikroplastik: Auch sie landen im Abwasser, die Kläranlagen können sie nicht komplett herausfiltern. Zudem wird der teilweise durch das flüssige Plastik belastete Klärschlamm als organischer Dünger auf Feldern ausgetragen.

Ein Produkt fiel den Testern aufgrund eines fragwürdigen Siegels ins Auge: Auf dem "CV Cadea Vera Hydro Hautverfeinerndes Peeling Gel" von Müller steht "Ohne Mikroplastik". Die verwendeten Peelingkörper bestehen aus Polymilchsäure (Polylactic Acid), kurz PLA. Dabei handelt es sich laut "Öko-Test" allerdings um eine Art Bio-Kunststoff, dessen Abbaubarkeit stark von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Auch das Umweltbundesamt stuft PLA als Mikroplastik ein.

14 von 26 Peelings waren aber auch wirklich frei von Kunststoffen, darunter alle Naturkosmetikprodukte. Für diese Peelings gab es die Note "sehr gut". Fünf Mittel waren trotz des Plastiks "gut", sechs "befriedigend" und eins "ungenügend".

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"Öko-Test": Dieses Peeling fiel durch den Test

Bei letzterem war nicht nur Plastik ein Problem, auch andere Inhaltsstoffe fielen negativ auf. So stecken in "Tägliches Wasch-Peeling" von Nivea Lilial, Butylhydroxytoluol und PEG/ PEG-Derivate. Diese Stoffe bringen so einige Nachteile mit sich. So steht der Duftstoff Lilial im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen zu können. Butylhydroxytoluol, kurz BHT, ist in die Kritik geraten, weil es wie ein Hormon wirken könnte. Und PEG/PEG-Derivate können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Für den Test wurden die Peelings auf problematische Inhaltsstoffe untersucht. Die Verpackungen wurden zudem auf chlorierte Verbindungen überprüft. Darüber hinaus schauten sich die Tester genau an, welche Peelingkörper in den Produkten zum Einsatz kommen. Neben gehärtetem Jojobaöl und Kieselsäure sind das auch Zellulosepulver, gemahlene Aprikosenkerne, Paraffinwachs, Bambusmehl, Holzkohle, Sand oder Bimsstein.

Das ausführliche Testergebnis können Sie in der September-Ausgabe von "Öko-Test" nachlesen.

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