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Neue Studie: Ungeschützter Sex mit Fremden ist nicht selten

"Alarmierendes Ergebnis"  

So weit verbreitet ist ungeschützter Sex mit Fremden

01.12.2018, 09:00 Uhr | dpa

Neue Studie: Ungeschützter Sex mit Fremden ist nicht selten. Sex mit Fremden: Viele Männer und Frauen haben ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Zufallsbekanntschaften. (Quelle: Getty Images/eclipse_images)

Sex mit Fremden: Viele Männer und Frauen haben ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Zufallsbekanntschaften. (Quelle: eclipse_images/Getty Images)

Trotz aller medizinischer Fortschritte ist Aids immer noch eine unheilbare Krankheit. Eine Studie zeigt: Viele Deutsche gehen dennoch das Risiko ein, sich anzustecken.

Viele Erwachsene in Deutschland gehen einer Umfrage zufolge sorglos mit ihrem Sexualleben um. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) hatte schon einmal ungeschützten Sex mit einer Zufallsbekanntschaft, ergab eine Befragung, die vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) zum Welt-Aids-Tags am 1. Dezember in Auftrag gegeben wurde.

Jeder dritte Mann (33 Prozent) und jede fünfte Frau (20 Prozent) hätten entsprechende Angaben gemacht, heißt es in dem Report, über den die "Saarbrücker Zeitung" zuerst berichtet hatte.

Sorgloser Umgang mit dem Thema Aids

"Das ist ein alarmierendes Ergebnis", sagt der PKV-Vorsitzende Uwe Laue. "Es zeigt, dass wir in der Aufklärungsarbeit kein bisschen nachlassen dürfen." Berichte über neuentwickelte Medikamente für HIV-Infizierte und Aids-Kranke hätten wohl "zu einer Art neuer Nachlässigkeit" im Umgang mit der Infektion geführt. Trotz aller medizinischen Fortschritte sei Aids aber nach wie vor eine unheilbare Krankheit, sagt er.

Die Umfrage des Insa-Instituts von der zweiten Novemberhälfte basiert auf Online-Angaben von 2.062 Bundesbürgern im Alter ab 18 Jahren. Der Umfrage zufolge sind zudem vier von fünf Deutschen (79 Prozent) der Meinung, dass Aufklärung über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten schon in der Schule stattfinden sollte.

Zahl der Neuinfektionen geht in Deutschland leicht zurück

Nach einem jüngst vorgestellten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Neuinfektionen mit HIV bundesweit leicht rückläufig. Sie lag 2017 bei rund 2.700 nach jeweils etwa 2.900 in den Jahren 2014 bis 2016.

Bei Heterosexuellen wird aber laut RKI in den vergangenen Jahren ein langsamer Anstieg der Neuinfektionen gesehen: Ihnen fehle es oft an einem Bewusstsein für ein HIV-Risiko. Insgesamt lebten Ende 2017 rund 86.000 Menschen im Land mit HIV, geschätzt 11.400 wussten nichts von ihrer Infektion.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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