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An diesen Orten können Sie gut flirten

MEINUNGKolumne "Lust, Laster und Liebe"  

Sprich mich an diesen Orten besser nicht an!

Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

13.03.2019, 16:00 Uhr
An diesen Orten können Sie gut flirten. Shh! Women's secrets (Quelle: Getty Images/jacoblund)

Flirten: Nur wenn der andere offen für einen Flirt ist, sollten Sie ihn ansprechen. (Quelle: jacoblund/Getty Images)

Kurze Blicke, ein schüchternes Lächeln und sanftes Streichen durchs eigene Haar: Flirtsignale sind oft leicht zu erkennen. Entscheidend ist, wo man sie einsetzt. Denn die richtigen Signale am falschen Ort können zur Flirtkatastrophe werden. 

"Das sieht aber dynamisch aus!" Verdutzt stoppe ich meine Kniebeuge und schaue hoch, während mir der Schweiß von der Stirn läuft. "Was?" raune ich, noch halb auf meine Sportübung konzentriert. "Du siehst sehr sportlich und dynamisch aus", sagt ein muskelbepackter Mann mit Glatze, Pornobalken und smartem Lächeln. "Fehlt nur noch das Goldkettchen und die Pilotenbrille", denke ich. Sage aber: "Danke" und mache weiter. Flirten im Fitnessstudio? Das geht gar nicht.

Zum einen funktioniert es nicht, weil eh der Großteil ununterbrochen aufs Smartphone schaut und daher ein längerer Blickkontakt gar nicht möglich wäre. Der andere Grund ist das Klientel: Die meisten sind so selbstverliebt und auf Bestätigung aus, dass sie sich entweder die ganze Zeit selbst im Spiegel betrachten oder Ausschau halten, ob sie von anderen anguckt und gemustert werden. Ich möchte mich hingegen auf mein Training konzentrieren.

Die einzigen Vorteile bei der Partnersuche im Fitnessstudio sind, dass man weiß, wie er/sie verschwitzt aussieht – und vor allem wie sein/ihr schweißgebadeter Körper aussieht – oder wie sich Sex mit der Person anhören könnte; bei den Geräuschen, die manche beim Training von sich geben, möchte man das aber lieber nicht erleben.

Wo lohnt es sich zu flirten?

Ein Drittel der von Parship befragten Frauen und Männer glaubt, das Internet sei der beste Ort zum Flirt. Haha! Das Ergebnis verwundert nicht. Schließlich wurden die Leute von einem Online-Dating-Portal befragt. Doch bei diesen ganzen Copy-Paste-Nachrichten und überarbeiteten Porträt- und Ganzkörperfotos bleiben doch das Kribbeln und das, was das Flirten ausmacht, vollkommen auf der Strecke. Sicher, ein paar nette Nachrichten zu bekommen, ist schön. Aber wenn man sich nicht mal sicher sein kann, dass auf der anderen Seite ein Programm oder eine echte Person sitzt… Ich weiß nicht.

Besser geht es in Bars und auf privaten Feiern. Der Arbeitsstress ist passé, man fühlt sich selbst wohl, attraktiv und sowohl die Musik als auch das ein oder andere Glas Wein oder Bier tun ihr Übriges dazu, um richtig Lust auf einen heißen Flirt zu bekommen.

Dieser Ort wird unterschätzt

Welcher Ort aber von vielen Menschen – meiner Meinung nach – vollkommen unterschätzt wird, ist der Supermarkt. Hier habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Nein, nicht weil die Sachen, die der Flirtpartner im Korb hat, etwas über ihn und seinen Beziehungsstatus verraten. Stattdessen eignen sich die Produkte als idealer Eisbrecher.


Nach mehreren sehr intensiven Blickkontakten wurde mir beispielsweise von einem Mann schon mal ein Orangensaft empfohlen – die Telefonnummer gab es gratis dazu. Ein anderer wollte wissen, ob ich ihm den Standort vom Olivenöl zeigen kann – anschließend wollte er sich mit einer Einladung zum Kaffee revanchieren. Und selbst ich habe schon mal eine Kekspackung als Aufhänger für ein Gespräch genutzt. "Oh, die wollte ich auch schon mal probieren. Sind die wirklich so gut, wie viele sagen?", habe ich mal einen Ende dreißigjährigen Brillenträger mit leicht grau melierten Schläfen hinter mir an der Kasse gefragt, nachdem er eine Packung Cookies aufs Band gelegt hat. "Die sind SEHR gut. Wenn du kurz wartest, mach ich die Packung gleich auf und du kannst mal probieren", sagte er daraufhin und lächelte freundlich.

Und noch einen Pluspunkt bietet die Flirtlocation Supermarkt: Wenn er/sie Sie abblitzen lässt oder Sie sich blamieren, dann gibt es immer noch den Notausgang über die Expresskasse.


Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe" über Liebe, Partnerschaft und Sex.
 

Verwendete Quellen:


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