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Dieser deutsche Dialekt ist sexy

  • Jennifer Buchholz
Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 07.07.2021Lesedauer: 3 Min.
Dialekt: Bayerisch, Sächsisch oder Schwäbisch? Jede Mundart hat ihre Fans.
Dialekt: Bayerisch, Sächsisch oder Schwäbisch? Jede Mundart hat ihre Fans. (Quelle: bobbieo/getty-images-bilder)
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In Deutschland gibt es so einige Dialekte – die einen mehr, die anderen weniger beliebt. Doch eine Mundart lässt die Deutschen in Umfragen immer besonders heiß laufen. Welche ist es? Und woran liegt das?

Deutsche Singles sind sich seit Jahren einig: Der attraktivste Dialekt ist – und zwar in mehreren Umfragen verschiedener Onlineportale – stets Bayerisch.


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Na nu? Dass Sätze wie "Na Spozl, wia waas?", "Du hosd aba scheene Augn. Sie funkeln wia de Steane in da Nochd!" oder "Du hosd Fiaß wiera Reh" viele Single-Herzen höher schlagen lassen, hätte ich offen gestanden nicht gedacht. Zugegeben, die Auswahl der beispielhaften Anmachsprüche mag nicht unbedingt gelungen sein. Trotzdem: Sie wundert mich, die Vorliebe deutscher Singles für diese Mundart. Wie lässt sich die Attraktivität des Dialekts erklären?

Flirten mit einem Urbayer

Ich habe einmal mehrere Monate in Bayern gelebt. Wenn ich an den bayerischen Dialekt denke, fallen mir also zahlreiche Begegnungen mit waschechten Urbayern ein, die versuchten, mit mir zu reden. Klar, mein Gehör gewöhnte sich nach einigen Wochen an den Dialekt und ich verstand vieles nach und nach besser – aber flirten auf Bayerisch? Das schien und scheint mir doch eine andere Herausforderung zu sein.

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Zum einen kannte ich teilweise nicht alle Ausdrücke – was sowohl mich als auch mein Gegenüber oft aufseufzen ließ. Zum anderen habe ich Bayern eher als Spaßkanonen und feierwütiges Volk kennen- und schätzen gelernt. Und bei Unterhaltungen am Biertisch sorgten kleine Sprachbarrieren dann vor allem für gemeinsames Gelächter.

"Mogst a Busserl?"

Dass sich viele von dem süddeutschen Dialekt angezogen fühlen, liegt vermutlich an anderen Faktoren als der Aussprache. Denn Ausdrücke wie "Schleich di", "Spezl" oder "Busserl" bringen zumindest mich zum Grinsen. Die Umschreibungen klingen einfach sympathischer, weicher, weniger hart als das Hochdeutsche. Und das ist vielleicht eins der Geheimnisse hinter dem Faible für diesen Dialekt. Außerdem geistert vielen im Kopf so ein ganz bestimmtes Bild der Bayern herum: Mag sein, dass das grenzwertig klischeehaft ist, aber der Bayer gilt als selbstbewusst, solide und gläubig. Und das führt uns schnell zur Treue. Einige Ausdrücke klingen zudem wesentlich fürsorglicher – zum Beispiel der oberpfälzische Abschied "Pfiat di" (Behüte dich Gott), im Vergleich zum normalen "Tschüss!".

Einen weiteren Faktor darf man bei der Bewertung auch nicht außer Acht lassen: die Trachten. Selbst wenn die Lederhose und das Dirndl nur für bestimmte Anlässe aus dem Schrank geholt werden, sind sie dennoch einer der Gründe, die Bayern sexy machen: Ein Männerpo in der Lederhose mit strammen Waden ist nett anzusehen. Eine Frau im gut geschnürten Dirndl – wer kann da schon seine Blicke abwenden? Ich zumindest nicht. Und genau dieses Bild von Männern und Frauen verknüpfen bestimmt immer noch viele innerlich mit dem bayerischen Dialekt.

Ist Bayerisch wirklich der attraktivste deutsche Dialekt?

Ich bin mir sicher: Wie anziehend jemand wirkt, hängt – jedenfalls nicht nur – von seinem Dialekt ab. Was sich im Kopf auftut und jemanden mit einem Dialekt anziehend macht, wird von einem Gemisch aus Aussprache, Klischees oder den eigenen Erfahrungen bestimmt. Denn wenn all das bereits ein wohliges Gefühl auslöst, ist es doch wohl egal, ob der andere sein "Spatzl", seine "Änne Gärsche" (sächsisch) oder sein "Schnuggelsche"(hessisch) ist.

Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe" über Liebe, Partnerschaft und Sex.

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