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Sommermode im Zweireiher: Mega-schlank meets Klassik

Zweireiher: Mega-schlank meets Klassik

24.07.2014, 14:49 Uhr | wanted.de - Sabine Kelle

Sommermode im  Zweireiher: Mega-schlank meets Klassik. Perfekte Sommer-Look im Zweireiher (Quelle: Brioni)

Perfekte Sommer-Look im Zweireiher (Quelle: Brioni)

Der Nobel-Look der Saison lautet Zweireiher. Mit dem klassischen Schnitt liegen Sie voll im Trend. Modern verpackt präsentieren Brioni, Hackett London und Co. die neuen Sakkos in schlanker Silhouette. Wie Sie die doppelt geknöpften Jacketts geschickt kombinieren und auf welche Details zu achten ist - unsere Stil-Expertin gibt Ihnen Tipps.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Sommerliche Frische in Blau, dazu eine schmale Silhouette - so präsentieren sich die Sommeranzüge. Die Farbe Blau begleitet uns auch bei einem weiteren Trend-Thema: Zweireiher. "Wenigstens ein Modell der eleganten Alternative zum schnörkellosen Einreiher gehört in Ihren Kleiderschrank", empfiehlt Stilberaterin Diana Karola Kemnitz aus dem Berliner Edelkaufhaus Galleries Lafayette. Ob Sie sich für eine feine Business-Variante mit Nadelstreifen oder zu einem coolen Marine-Look mit edlen Goldknöpfen greifen, entscheidet Ihr persönlicher Geschmack.

Doppelt gut: Der klassische Schnitt

Für einen tadellosen Sitz an Schultern, Taille, Brust und Armkugel muss ein Zweireiher einfach schmal geschnitten sein. Luftige Weite fällt hier im wahrsten Sinne aus dem Rahmen. Die perfekte Passform kann Ihnen ein Anzug von der Stange keinesfalls garantieren.

Eine Maßanfertigung, ob im Made-to-Measure oder Bespoke Verfahren, ist hier ein Muss. Bei einem Zweireiher ist darauf zu achten, dass er "zumindest einen, besser zwei rückwärtige Sitzschlitze hat“. Nur so bietet er Ihnen genügend Bewegungsfreiheit und ist "comme il faut“ (französisch: angemessen, korrekt, schicklich). "Überprüfen Sie stets, dass der Schlitz bei geschlossenem Sakko nicht aufspringt", rät Kemnitz.

Der Anzug für Individualisten

Tillmann Prüfer, Kolumnist der Zeit, bezeichnete den Ur-Zweireiher aus dem 19. Jahrhundert als "Gleichmacher“, der "jeden Mann in einen Kasten mit gleicher Kantenlänge" verwandelte. Doch die neuen Modelle von Gucci, Brioni und Co wären keine Designerstücke, wenn man hier nicht den Mann als Individuum herausstellen würde. "Kürzer und schmaler geschnitten (…) die Schultern (…) abgerundet", werden die ehemaligen "Gleichmacher zum Trenner", lobt auch Prüfer die neuen Looks.

Um den Effekt der Uniformität gekonnt zu umgehen, empfiehlt Kemnitz außerdem ausgesuchte Accessoires und besondere Details im Ausputz. "Der formelle Schnitt des Zweireihers schreit geradezu nach einem feinen Einstecktuch wie von Edsor und einem edlen Hemd mit Manschetten sowie entsprechenden Manschettenknöpfen".

Angeschrägte Taschen, eine dritte Billettasche, exklusive Knöpfe aus Horn, Perlmutt oder mit Emblem sowie handgefertigte Knopflöcher in Kontrastfarben geben "Details, die sonst kein anderer hat“. Ein weiterer Vorteil solch ausgesuchter Akzente: Sie lenken spielerisch von eventuellen Problemzonen ab.

Doppelt geknöpft ist halb gewonnen

Gerade als Business-Anzug eignet sich der Zweireiher hervorragend, denn er hüllt Sie in eine elegante und dabei formelle Aura. Sicher, mit zeitlosem Grau können Sie nicht viel falsch machen, doch eine graue Maus ist schon der Herr aus der Postabteilung. Greifen Sie lieber zu einem frischen Blau. Damit liegen Sie nicht nur im Trend: "Blau lässt sich ebenfalls hervorragend kombinieren", weiß die Stilberaterin. Ob als einfarbiger Zweiteiler, tonige Kombination oder cooler Solist – ein blauer Zweireiher kann sich sehen lassen und wird gesehen. Sommerliche Frische à la Capri haben wir bei dem strahlend blauen Sakko von Baldessarini (Preis bei etwa 350 Euro) gefunden. Der Mediterrane Look des Zweireihers wird durch die weißen Knöpfe verstärkt. Modemutige kombinieren diesen Blazer stilvoll mit einer roten oder weißen Hose und machen so das maritime Outfit komplett. Ganz relaxt lässt sich das Sakko auch mit beigen Chinos oder coolen Jeans aus echtem Salvage Denim tragen. Schaffen Sie es trotz sommerlicher Temperaturen nicht in den Urlaub, so verschafft Ihnen der frische hellblaue Blazer von Circle of Gentlemen (für etwa 450 Euro) wenigstens ein wenig Ferienstimmung.

Erfrischende Leichtigkeit fürs Büro wird durch die feine Leinenstruktur des luftigen Materials verstärkt.

Die Knopf-Frage Nun gibt es Zweireiher mit zwei, vier und sechs Knöpfen. Doch zu welcher Variante soll Mann greifen? Die Stilberaterin weiß Rat: "Hier ist im Zweifel ganz einfach die Körpergröße ausschlaggebend." Ein Zweiknopfsakko kann einen großgewachsenen Mann schnell zum langen Spargeltarzan machen, da "die zwei Knöpfe fast verschwindend gering wirken und der Ausschnitt ihn zusätzlich streckt." Kleine Männer freuen sich über diesen Effekt. Der Mittelweg mit vier Knöpfen ist jetzt eher ratsam. Auch ein Modell mit sechs tut es, denn die obersten zwei dienen der Zierde und füllen so geschickt die lange Leerfläche. Sommerlich und smart stehen Sie in dem hellen Zweireiher von Richard Anderson aus der Londoner Savile Row da. Berühmt für seine schmale Silhouette verpackt Anderson seine Herren in die Eleganz eines britischen Geheimagenten, ohne dabei die nötige Bewegungsfreiheit außen vor zu lassen. Nach dem Bespoke-Verfahren werden die Anzüge bei dem Maßschneider nach Ihren individuellen Maßen angefertigt. Entsprechend dem Aufwand liegen die Preise hier bei 4000 britischen Pfund (etwa 5000 Euro). Ein Sakko aus der Ready to Wear Kollektion kostet Sie dagegen nur um 1200 Pfund (etwa 1500 Euro) Bei einem kräftigen Mann "droht ein Sakko mit nur zwei Knöpfen schnell unschön aufzuspringen", gerade wenn Sie mal nicht den Bauch einziehen wollen. Gesellt sich eine geringe Körpergröße hinzu, wirkt ein Modell mit sechs Knöpfen jedoch schnell sehr wuchtig und Sie verschwinden geradezu darin. Ein idealer Anzug für große, schlanke Männer

Früher empfahl man untersetzten Herren gerne einen Zweireiher, da der Bauch angeblich vom Jackett besser umschlossen wird und der tiefe Ausschnitt den Oberkörper länger erscheinen lässt. Doch Kemnitz weiß: "Gerade kräftige kleine Männer wirken in einem Zweireiher schnell kastig." Wenn schon ein Zweireiher, dann trotz draller Figur stets ein schmal sitzendes Modell mit vier oder sechs Knöpfen. Der strenge Schnitt zwingt Männer zudem ganz unbewusst zu einer besseren Haltung. "Verzichten Sie außerdem auf auffällige Muster, wie Karos und Nadelstreifen. Setzen Sie lieber auf clevere Ablenker wie ein Einstecktuch." Impressionen finden Sie in unserer Fotoshow.

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