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Raffael Nadal spielt mit "RM 27-02" von Richard Mille

RM 27-02  

Nadal spielt mit 700.000-Euro-Uhr von Richard Mille

22.02.2016, 13:33 Uhr | mafu - wanted.de

Raffael Nadal spielt mit "RM 27-02" von Richard Mille. Mit der "RM 27-02" von Richard Mille beim ATP-Turnier am Rothenbaum in Hamburg. (Quelle: dpa)

Mit der "RM 27-02" von Richard Mille beim ATP-Turnier am Rothenbaum in Hamburg. (Quelle: dpa)

Spiel, Satz und Sieg für Richard Mille: Die Schweizer Manufaktur von Luxus-Uhren hat gerade einen perfekten PR-Matchball mit Spaniens Tennisstar Raffael Nadal gelandet. Der ehemalige Weltranglistenerste bestreitet derzeit seine Matches mit einer Uhr im Wert von rund 700.000 Euro am Handgelenk. Das Besondere: Es handelt sich um einen eigentlich sehr empfindlichen Tourbillon. wanted.de erklärt, was dieses und ähnliche Modelle so besonders macht.

Bei der Luxusuhr handelt es sich um die "RM 27-02" des Schweizer Uhrenherstellers Richard Mille. Nadal trägt das edle Stück seines Sponsors schon seit Ende Mai - zuletzt sorgte die Uhr aufgrund ihres hohen Preises für Aufsehen während des ATP-Turniers am Rothenbaum in Hamburg.

Nadal bemerkt die leichte Uhr gar nicht

Nur 50 Stück will Richard Mille von dem Modell bauen. Ziel der Schweizer war es, eine besonders stabile Uhr für die Bedürfnisse des Tennisstars herzustellen. Das Modell sollte das kraftraubende "Kamikaze-Tennis" des Spaniers aushalten. Nadal fand auch dementsprechend lobende Worte über die Uhr seines Sponsors: "Das Gute an der Uhr ist, dass ich sie gar nicht fühle.

Ich vergesse im Spiel, dass sie da ist". Das Besondere an der Uhr ist vor allem der Tourbillon im Inneren. Dabei handelt es sich um eine Art Metallkäfig, in der die wesentlichen Teile für den Gang der Uhr wie das Ankerrad, der Anker und die Unruh verbaut sind. Die Mechanik befindet sich auf einem Drehgestell, das sich um sich selbst dreht.

Das Wort Tourbillon stammt aus dem Französischen und bedeutet Wirbelwind. Der Name ist bei solchen Uhren durchaus Programm, denn das Drehgestell ist völlig frei beweglich. So wollten die Uhrenmacher einst die Folgen der Gravitation ausgleichen. Entwickelt wurde die Technik bereits vor über 200 Jahren von Abraham-Louis Breguet.

Wirbelwind gegen die Schwerkraft

Der Uhren-Pionier setzte das Bauteil in einer Taschenuhr ein. Diese Uhren ruhten meist horizontal in der Westentasche ihrer Besitzer, mit gravierenden Folgen für die Ganggenauigkeit - die Schwerkraft bremste die beweglichen Teile im ruhenden Uhrwerk ab.

Mit der aufwändigen Konstruktion überlistete Breguet die Schwerkraft. Bei modernen Armbanduhren bringt ein Tourbillon für die Ganggenauigkeit vergleichsweise wenig. Durch die Bewegung des Armes wird die Lage der Uhr ständig verändert und ist damit schon automatisch genauer. So dient daher die aufwändige Mechanik in einem Tourbillon heutzutage vor allem als technische Spielerei, die eine Uhr zum teuren Statussymbol in der Haute Horlogerie macht, also der höchsten Uhrmacherkunst. Tourbillons gelten somit als Königsdisziplin in der Uhrmacherkunst und nahezu jeder Luxus-Hersteller wie etwa Lange & Söhne oder Patek Philippe bietet solche Modelle an - mitunter sogar mit Preisen von weit über eine Million Euro.

Richard Mille baut den knallharten Tourbillon

Allerdings sind Tourbillons aufgrund ihrer aufwändigen Mechanik sehr empfindlich. Und hier ist Richard Mille der große Coup gelungen - die Sport-Uhr ist ein absolut untypisches Modell und die RM 27-02 ist die dritte dieser Linie. Die Uhr soll für 5000 G zertifiziert sein, wobei schon beim Schlag des Handgelenkes gegen den Tisch 100 G erreicht werden sollen, wie der Hersteller erläutert. Nadal spielt zwar linkshändig, doch sein beidhändiger Rückhandschlag ist gefürchtet. Die Stabilität erreicht Richard Mille unter anderem durch ultra-harte Materialien aus der Luft- und Raumfahrt - in diesem Fall Karbon und gebackenes Quartz.

Die "RM 27-02" wiegt weniger als 20 Gramm - ein absolutes Leichtgewicht am Arm. Das Vorgängermodell "RM 27-01", das Nadal 2013 trug, war sogar noch leichter als die aktuelle Edition. Den ersten Auftritt hatte die "RM 27-02" vor wenigen Wochen bei den French Open in Paris. Sponsor Richard Mille und Raffael Nadal hofften auf den zehnten Sieg des Spielers aus Mallorca beim berühmten Sandplatzturnier in Paris. Der Spanier schied allerdings bereits im Viertelfinale aus.

Nadal dominierte lange Jahre den Tennis-Zirkus und ist gemeinsam mit Roger Federer der einzige Spieler auf der Tour, der alle vier großen Grandslam-Turniere gewonnen hat. In den vergangenen Jahren warfen Verletzungen den Sandplatzkönig aber immer wieder zurück. >>

Nun versucht sich Nadal beim traditionsreichen Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum, ebenfalls auf Sand, wo er auch die Uhr von Richard Mille trägt. Nadal zählt den Uhrenhersteller seit fünf Jahren zu seinen Sponsoring- und Werbepartnern. Wesentlich älter ist das Unternehmen übrigens auch nicht. Das erste Modell der Schweizer Firma, die 1999 vom Franzosen Richard Mille gegründet wurde, kam 2001 auf den Markt. Ein weiteres Testimonial des Herstellers ist unter anderem Rennfahrer Felipe Massa.

Die teuersten Uhren auf dem Markt

Die Uhrenschmiede von Richard Mille konzentrierte sich von Anfang an vor allem auf Tourbillons und machte sich vor allem mit radikalem Design einen Namen. Der Franzose gilt laut "Neuer Züricher Zeitung" als begnadeter Verkäufer und wurde mit seiner "Affinität zur Rennsport-Technik in den vergangenen Jahren so etwas wie der Schrittmacher für teure Schweizer Uhren", wie das Blatt weiter schreibt. Uhren von Richard Mille zählen heutzutage zu den teuersten Preziosen am Markt, Sammler schätzen sie als technische Avantgarde. Bilder der neuen Luxusuhr "RM 27-02" finden Sie in unserer Fotoshow.

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