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Auslandsaufenthalt: Das sollten Sie bei Ihrer Krankenversicherung beachten

Reise trotz Corona  

Das sollten Sie bei Ihrer Krankenversicherung beachten

04.07.2020, 19:23 Uhr | sms, t-online.de

Auslandsaufenthalt: Das sollten Sie bei Ihrer Krankenversicherung beachten. Deutscher Arzt im Ausland: Vor allem in Corona-Zeiten sollten Sie sich vor einem längeren Aushaltsaufenthalt über Ihre Versicherung informieren.  (Quelle: imago images/Gerhard Leber)

Deutscher Arzt im Ausland: Vor allem in Corona-Zeiten sollten Sie sich vor einem längeren Aushaltsaufenthalt über Ihre Versicherung informieren. (Quelle: Gerhard Leber/imago images)

Erasmus-Studenten, Au-Pairs oder Expats reisen normalerweise für mehrere Monate ins Ausland. In der Corona-Krise bleibt Unsicherheit. Was sollten Sie vor dem Langzeitaufenthalt im Ausland bedenken?

Grenzschließungen, Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen: Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele ihren lang geplanten Auslandsaufenthalt verschieben oder konnten ihn gar nicht erst antreten. Auch, wenn jetzt viele Grenzen wieder öffnen, bleibt eine Unsicherheit, vor allem in Bezug auf den Versicherungsschutz.

"PassportCard" gilt als Spezialist für internationale Krankenversicherungen und hat die wichtigsten Fragen zusammengestellt, die Sie sich stellen sollten. 


Bietet die Versicherung alle notwendigen Leistungen für einen Auslandsaufenthalt?

Die Ansprüche an eine internationale Krankenversicherung sind je nach Grund für den Auslandsaufenthalt sehr individuell – dementsprechend unterscheiden sich auch die gewünschten Leistungen. Deshalb ist es wichtig, sich vorab Gedanken darüber zu machen, welche Versicherung die notwendigen Leistungen für einen Langzeitaufenthalt abdeckt.

Werden Erkrankungen durch Pandemien mitversichert?

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig es ist, auch gegen eine Pandemie versichert zu sein. Das ist natürlich auch für die Planung von längeren Auslandsaufenthalten noch wichtiger geworden. Sie sollten deshalb unbedingt überprüfen, ob Ihre Versicherung auch eine Pandemie beinhaltet. 

Werden Vorerkrankungen eingeschlossen? Existieren Ausnahmen?

Zu den Risikogruppen des Coronavirus zählen vor allem Menschen mit Vorerkrankungen. Häufig werden gerade Herz- oder Kreislaufprobleme, Krebs oder auch Aids nicht mitversichert, da sie hohe Kosten verursachen können.

Sie sollten deshalb darauf achten, dass auch solche Krankheiten zum Versicherungsschutz zählen, die vielleicht noch nicht diagnostiziert wurden, von denen Sie aber bereits Symptome wahrgenommen haben. 

Wie ist die Assistance bei meinem Versicherer aufgebaut?

Die Assistance Ihrer Versicherung ist vor allem in Notfällen wichtig. Sie organisiert dann beispielsweise Krankentransporte – auch über Ländergrenzen hinweg. Sie sollten darauf achten, dass Sie einen Versicherer mit hauseigener Assistence finden. Diese ist dann jederzeit erreichbar und kann Entscheidungen treffen und Ihnen helfen. 

Ist die Versicherung auf einen Zeitraum beschränkt?

Die meisten Versicherungen für längere Auslandsaufenthalte werden für ein bis maximal fünf Jahre abgeschlossen. So wollen Versicherer lange andauernde Kosten verhindern. Bei manchen Versicherungen können Sie den Zeitraum mit einem Antrag verlängern – gleichzeitig können Sie bei vielen Anbietern auch vorzeitig kündigen, wenn Sie Ihren Auslandsaufenthalt abbrechen sollten. 

Ist eine Weiterversicherung nach fünf Jahren möglich?

Planen Sie einen besonders langen Auslandsaufenthalt über mehr als fünf Jahre, können Sie in vielen Fällen Ihre Versicherung auch über diesen Zeitraum hinaus versichern. Voraussetzung ist oft, dass Sie keine hohen Kosten verursacht haben. Häufig werden dann allerdings bereits bestehende Krankheiten und deren Behandlung nicht weiter berücksichtigt, sondern bei der Verlängerung ausgeschlossen. 

Können Sie die Versicherung abschließen oder verlängern, wenn Sie bereits im Ausland sind?

Sie sollten sich besonders bei diesem Punkt vorher informieren und das Kleingedruckte lesen. Denn nicht alle Versicherer bieten diese Möglichkeit an. 

Wie stabil sind die Prämien der Versicherung?

Bei der internationalen Krankenversicherung ist es nicht ungewöhnlich, dass die Prämien um mehr als 100 Prozent steigen. Das gilt besonders dann, wenn die Tarife günstig sind. Hohe Schadenssummen, die innerhalb eines Jahres verursacht wurden, erhöhen den Druck zur Anpassung der Prämien. 

Muss ich bei Arztbesuchen und in der Apotheke in Vorkasse treten?

Ja, das ist bei fast allen Versicherern so. Einige bieten eine Art Prepaid-System an. Sie sollten sich auf jeden Fall vorab bei Ihrem Anbieter informieren. 

Einige Leistungen unterliegen spezifischen Leistungseinschränkungen, die "pro Versicherungsjahr", "auf Lebenszeit" oder "pro Ereignis", wie beispielsweise pro Schwangerschaft, pro Zahnbehandlung oder pro Sehhilfe, angewendet werden können. Je nach Versicherungspaket zahlt die Versicherung in diesen Fällen nur einen bestimmten Prozentsatz der Kosten.

Was passiert bei Naturkatastrophen?

Ein wichtiger Aspekt der Versicherung ist das "passive Kriegs- und Krisenrisiko". Ist dieses durch Ihre Versicherung abgedeckt, sind Sie beispielsweise im Falle einer Naturkatastrophe oder einer Demonstration versichert, wenn Sie selbst dabei keine aktive Rolle gespielt haben. 

Besteht ein Notfallreiseschutz für andere Länder?

Der Versicherungsschutz erstreckt sich zunächst einmal auf die Länder, die in der Police ausgewiesen sind. Dort können die Kunden den vollen Umfang der medizinischen Behandlungen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die gemäß des Versicherungsvertrags abgedeckt sind. Außerhalb der entsprechenden Tarifregion gilt entweder kein Versicherungsschutz oder dieser ist im Falle eines Notfalls für einen bestimmten Zeitraum gültig.

Verwendete Quellen:
  • Presseinformation PassportCard

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