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Weltcup-Pisten für Hobby-Skifahrer: Lauberhorn-Abfahrt in Wengen


Skiurlaub
Die "Streif" der Schweizer - die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen

spiegel-online, Tim Tolsdorff, Spiegel Online

Aktualisiert am 15.12.2011Lesedauer: 2 Min.
Die Lauberhorn-Abfahrt in WengenVergrößern des BildesDie Lauberhorn-Abfahrt in Wengen (Quelle: Verein Internationale Lauberhorn)
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Links und rechts massive Steinmauern, dazwischen eine wenige Meter breite Durchfahrt, die bei Tempo 80 auf wenige Zentimeter zu schrumpfen scheint: Glaubt man Stephan Eberharter, dem mehrfachen Sieger im Gesamtweltcup, dann würde die Lauberhorn-Abfahrt im schweizerischen Wengen keine Genehmigung des Internationalen Skiverbands (FIS) erhalten, würde sie sich heute als Neuzugang für den Rennzirkus bewerben. "Durch eine Bahnunterführung zu zischen, das würde keiner mehr erlauben", sagte Eberharter der Reporterin eines deutschen Ski-Magazins.

Lauberhorn-Abfahrt: Nationales Symbol der Schweiz

Doch eine Absage ist undenkbar: Wie Matterhorn, Käsefondue oder Toblerone gilt das Lauberhorn-Rennen als nationales Symbol, bedeutet den Schweizern ebenso viel wie den Österreichern ihre Kitzbüheler "Streif". Zehntausende von Fans schwenken am Rennwochenende die rote Fahne mit dem weißen Kreuz und verbreiten mit Kuhglocken infernalischen Lärm. Nirgendwo sonst hoffen die Eidgenossen inbrünstiger auf einen Erfolg ihrer eigenen Recken. Zuletzt erfüllte ihnen Carlo Janka diesen Herzenswunsch im Jahr 2010. Ein Jahr später die Schmach: Der Osttiroler Fritz Strobl pfiff auf den Heimvorteil der Schweizer und sicherte sich den Sieg.

Längste Abfahrt im Weltcup-Kalender

Für Urlauber hält die längste Abfahrt im Weltcup-Kalender - Profis benötigen für die knapp 4455 Meter gut zweieinhalb Minuten - noch einige Schmankerl mehr parat. Am "Hundschopf", dem lediglich in der Kitzbüheler "Mausefalle" seine Entsprechung findenden Markenzeichen der Lauberhorn-Abfahrt, ist man gut beraten, einen kontrollierten Kurzschwung zu versuchen, anstatt wie die Profis über die haarsträubende Kante zu fliegen. "Zu eng, zu steil und der Sturzraum zu kurz und zu hart", heißt es auf der offiziellen Streckenbeschreibung, und über die Saison bleibt die Stelle dazu unpräpariert. Technisch anspruchsvoll kommt auch die nur drei Meter breite Anfahrt zum "Kernen-S" daher. In dieser ausgehöhlten Schikane sollte man den Schwung früh ansetzen, will man nicht - wie im Januar 2011 der Deutsche Stefan Keppler - frontal in die Streckenbegrenzung krachen.

Profis kommen eine Woche nach dem Rennen

Die Lauberhorn-Abfahrt ist nicht nur die längste Strecke im alpinen Ski-Weltcup, sondern auch diejenige mit der höchsten Spitzengeschwindigkeit: Im Jahr 2005 beschleunigte der Italiener Stefan Thanei im Hahnegg-Schuss auf sagenhafte 158 km/h. Wer beim Befahren der Piste Geschichten rund um das Rennen erfahren möchte, kann sich beim Wengener Tourismusbüro für eine Führung anmelden. Und ganz Hartgesottene fahren in der Woche nach dem Rennen nach Wengen: Dann ist die Strecke von der Spezialbehandlung durch die Organisatoren noch fast so hart wie beim Ernstfall.

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