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Zehn Tipps: So vermeiden Sie Plastikmüll beim Einkaufen


Zehn Tipps: So vermeiden Sie beim Einkaufen Plastik


Aktualisiert am 27.12.2021Lesedauer: 3 Min.
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Einkaufen: Von abgepacktem Brot in der Plastiktüte sollten Sie Abstand halten. Kaufen Sie lieber frisches Gebäck beim Bäcker.Vergrößern des Bildes
Einkaufen: Von abgepacktem Brot in der Plastiktüte sollten Sie Abstand halten. Kaufen Sie lieber frisches Gebäck beim Bäcker. (Quelle: gilaxia/getty-images-bilder)

Lebensmittel ohne Plastik einzukaufen, ist einfach zu umständlich und unmöglich – oder? Falsch gedacht. Tipps, wie auch Sie ganz leicht beim Einkaufen Plastik vermeiden.

Die Müllberge wachsen – besonders Plastikverpackungen sind ein Problem, da viel Plastik im Meer landet und die Umwelt bedroht. Dabei können ein paar einfache Maßnahmen schon viel bewirken.

1. Mit Rucksack oder Stoffbeutel einkaufen

Der wohl einfachste Tipp: Nehmen Sie zum Einkaufen einen Rucksack, einen Einkaufskorb oder einen Stoffbeutel mit, um Ihren Einkauf zu transportieren. Am besten haben Sie immer einen Stoffbeutel in der (Hand-)Tasche oder im Auto griffbereit.

2. Keine Fertigprodukte kaufen

Fertigprodukte sind zwar schnell und bequem zubereitet – aber meist in Plastik verpackt und ungesund. Ihrer Gesundheit und der Umwelt zuliebe sollten Sie frische Lebensmittel kaufen, die nicht in Plastik eingeschweißt sind, und öfter mal selbst kochen. Eine Auswahl an einfachen Rezepten finden Sie hier.

3. Fleisch, Wurst und Käse an der Theke kaufen

Käse, Wurst und Fleisch können im Supermarkt oft nur abgepackt in Plastikverpackungen gekauft werden. In immer mehr Märkten können Sie aber ihre eigenen Vorratsdosen aus Edelstahl oder Glas mitbringen und sich die frische Ware dort direkt an der Theke hineinfüllen lassen. Aufgrund von Hygienevorschriften ist das aber nicht überall möglich – am besten gleich mal in Ihrem Supermarkt nachfragen und so Verpackungsmüll vermeiden.

4. Bei Obst und Gemüse auf kleine Plastiktüten verzichten

Obst und Gemüse kaufen Sie am besten frisch und regional auf einem Wochenmarkt. Im Supermarkt sollten Sie zu Obst und Gemüse greifen, das nicht schon fertig in Einwegverpackungen abgepackt ist. Auch auf die kleinen Plastikbeutel sollten Sie verzichten – für den größeren Obst- und Gemüseeinkauf gibt es zum Beispiel wiederverwendbare Beutel und Netze oder Sie verwenden mitgebrachte Stoffbeutel oder Leinensäckchen.

5. Leitungswasser trinken

Statt Wasser aus Plastikflaschen zu trinken, sollten Sie auf Leitungswasser umsteigen. Das spart nicht nur Geld und Plastikmüll, sondern schont auch Ihren Rücken, da das Schleppen der Flaschen wegfällt.

6. Mehrwegflaschen kaufen

Achten Sie beim Getränkekauf darauf, dass Sie Mehrwegflaschen, also wiederbefüllbare Flaschen statt Einwegflaschen kaufen. Diese erkennen Sie an dem Mehrwegzeichen, das sich auf den Flaschen befindet. Mehrwegflaschen aus Glas können beispielsweise bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden – was dem Umwelt- und Klimaschutz zugutekommt.

7. Brot und Brötchen im Beutel kaufen

Um Plastikmüll zu vermeiden, sollten Sie keine Brötchen zum Aufbacken in der Plastikverpackung kaufen und auch von abgepacktem Brot in der Plastiktüte Abstand halten. Kaufen Sie lieber frisches Gebäck beim Bäcker. Dieses können Sie sich zudem in mitgebrachte Stoffbeutel oder Leinensäckchen geben lassen.

8. Produkte in Glasbehältern oder Papierpackungen kaufen

Kaufen Sie Joghurt im Glas statt in Plastikbechern. Auch Milch bietet fast jeder Supermarkt in Glasflaschen an. Tipp: Viele Glasbehälter können Sie im Haushalt wiederverwenden und sie mit Lebensmitteln wie Reis, Müsli oder Mehl befüllen – das schützt sogar vor Lebensmittelmotten. Und statt die Einzelpackungen Taschentücher in der Plastikverpackung zu kaufen, greifen Sie doch zu Taschentüchern aus dem Kartonspender – bei dieser Gelegenheit am besten gleich die Taschentücher aus Recyclingpapier nehmen.

9. Großpackungen kaufen

Müll vermeiden können Sie auch, indem Sie dem Trend von Miniverpackungen im Einzelhandel entgegenwirken und Lebensmittel in Großpackungen kaufen. Das spart nicht nur Verpackungsmüll – es schont auch Ihren Geldbeutel, denn oft gehen mit den kleineren Verpackungen auch versteckte Preiserhöhungen einher. Aber auch Nachfüllpackungen sind beispielsweise bei Haushaltsreinigern oder Pflegeprodukten sinnvoll, da sie aus weniger Plastikmaterial bestehen.

10. Einkaufen in "Unverpackt"-Läden

Plastik- und andere Verpackungen lassen sich am besten in "Unverpackt"-Läden vermeiden. Denn wie der Name schon sagt: Hier gibt es alle Produkte von Olivenöl bis Waschmittel – allerdings ohne Verpackung. Der Kunde kann seine eigenen Behälter und Beutel mitbringen oder bekommt die Ware in Mehrwegbehältnissen angeboten. In vielen Städten gibt es bereits solche Supermärkte, in denen Sie unverpackt einkaufen können. Eine Liste dazu finden Sie in unserem Quellenapparat.

Tipp: Leider lassen sich beim Einkaufen nicht immer Plastikverpackungen vermeiden. Unnötige Verpackungen können Sie aber einfach direkt im Supermarkt in den entsprechenden Sammelboxen entsorgen. Dann müssen sich Einzelhandel und Hersteller verstärkt mit dem Müllproblem auseinandersetzen.

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