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Am Amazonas erreichen die Abholzungen neue Rekordwerte

Von dpa
Aktualisiert am 05.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Rodungen im Regenwald im Amazonasgebiet (Archivbild). Im Mai wurden mehr BÀume gefÀllt als je zuvor.
Rodungen im Regenwald im Amazonasgebiet (Archivbild). Im Mai wurden mehr BÀume gefÀllt als je zuvor. (Quelle: Jany Sauvanet/imago-images-bilder)
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Noch nie ist im Regenwald in Brasilien so viel abgeholzt worden wie im vergangenen Mai. Erstmals wurden mehr als 1.000 Quadratkilometer gerodet. Kritik kommt unter anderem aus den USA.

Im brasilianischen Amazonasgebiet sind allein im Mai 1.180 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden - also etwas mehr als die GesamtflĂ€che Hongkongs. Dies ist eine Steigerung um 41 Prozent im Vergleich zum Mai vergangenen Jahres und der dritte Monat hintereinander, in dem die Abholzung des Amazonaswaldes Höchstwerte erreicht. Das besagen Daten des Nationalen Instituts fĂŒr Weltraumforschung (Inpe), die am Freitag veröffentlicht wurden. Zudem wurde im Mai erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen eine FlĂ€che von ĂŒber 1.000 Quadratkilometern abgeholzt.

Der Anteil Brasiliens am Amazonasgebiet, das sich ĂŒber neun brasilianische Bundesstaaten erstreckt und als wichtiger CO2-Speicher gilt, entspricht flĂ€chenmĂ€ĂŸig der GrĂ¶ĂŸe Westeuropas. Dem sĂŒdamerikanischen Land wird deshalb eine SchlĂŒsselrolle beim Klimaschutz zugeschrieben. Der US-Klimabeauftragte John Kerry hatte Brasilien im Kampf gegen den Klimawandel und zum Erhalt des Amazonasgebiets zuletzt in die Pflicht genommen.

"Die vorlĂ€ufigen Daten zur Abholzung verdeutlichen noch mehr, wie sehr eines der grĂ¶ĂŸten Reservate der BiodiversitĂ€t des Planeten Tag fĂŒr Tag Risiken ausgesetzt wird", hieß es in einer Mitteilung von Greenpeace Brasilien. FĂŒr die Klima-Denkfabrik "ObservĂĄtorio do Klima" sind die Mai-Daten umso besorgniserregender, als die Trockenzeit im Amazonasgebiet erst beginnt: "Wenn sich die Tendenz in den kommenden zwei Monaten fortsetzt, könnte die Entwaldungsrate 2021 mit einem beispiellosen Hoch enden." Die Rate bezieht sich auf den Zeitraum von August bis Juli.

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Kritik an StaatsprÀsident Bolsonaro

Beide Organisationen kritisierten auch StaatsprĂ€sident Jair Bolsonaro und Umweltminister Ricardo Salles, bei dem die Bundespolizei Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts auf mutmaßlichen illegalen Holzexport vornahm. Bolsonaro befĂŒrwortet die Öffnung Amazoniens fĂŒr die wirtschaftliche Ausbeutung. Ihm wird vorgeworfen, ein Klima geschaffen zu haben, in dem sich Farmer immer mehr zur Landnahme fĂŒr agrarwirtschaftliche Nutzung ermutigt fĂŒhlen. Zugleich wurden Umwelt- und Kontrollbehörden geschwĂ€cht. Auch zerstört der illegale Goldabbau zunehmend indigene Gebiete. Er steht hĂ€ufig am Beginn einer Kette, in der dann HolzfĂ€ller und ViehzĂŒchter folgen.

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