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1,5-Grad-Schwelle k├Ânnte binnen f├╝nf Jahren ├╝berschritten werden

Von dpa
Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Buschbrand in Australien. (Archivbild): Extreme D├╝rre und Hitze sorgten 2019/2020 f├╝r ein besonders schlimmes Inferno.
Buschbrand in Australien (Archivbild): Extreme D├╝rre und Hitze sorgten 2019/2020 f├╝r ein besonders schlimmes Inferno. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)
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Die Weltwetterorganisation warnt: Der n├Ąchste Hitzerekord steht wom├Âglich bald bevor. Bis zum Jahr 2026 k├Ânnten globale Durchschnittstemperaturen erstmals eine kritische Schwelle knacken.

Die globale Durchschnittstemperatur eines Jahres k├Ânnte bis 2026 erstmals mehr als 1,5 Grad ├╝ber dem vorindustriellen Niveau liegen. So liege die Wahrscheinlichkeit, dass im F├╝nf-Jahres-Zeitraum 2022 bis 2026 mindestens ein Jahr eine Temperatur von ├╝ber 1,5 Grad erreiche, bei fast 50 Prozent, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf.

Das hei├čt aber nicht, dass die 1,5-Grad-Marke in diesem Fall dauerhaft ├╝berschritten wird, in den Folgejahren k├Ânne der Wert auch wieder niedriger liegen, so die WMO. Im Schnitt rechnen Experten f├╝r die kommenden Jahre aber mit weiter steigenden Temperaturen.

2015 galt es noch als praktisch ausgeschlossen, dass die Marke von 1,5 Grad innerhalb von f├╝nf Jahren erreicht wird. In dem Jahr einigte sich die Weltgemeinschaft im Pariser Klimaabkommen, die dauerhafte Erw├Ąrmung auf deutlich unter zwei Grad und m├Âglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschr├Ąnken.

Ern├╝chternde Bilanz zur COP-Halbzeit

Die Meldung aus Genf kommt zur Halbzeit zwischen der vergangenen Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow und der n├Ąchsten Konferenz COP27 in ├ägypten. Im November werden dazu im Badeort Scharm El-Scheich rund 30.000 Teilnehmer erwartet, darunter 120 Staats- und Regierungschefs. Beobachter ziehen zur COP-Halbzeit eine ern├╝chternde Bilanz beim Klimaschutz, auch wegen des Kriegs in der Ukraine.

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Weltweit gesehen war das hei├česte Jahr bislang 2016, als die globale Durchschnittstemperatur etwa 1,2 Grad ├╝ber dem vorindustriellen Niveau (1850-1900) lag. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Rekord bis 2026 gebrochen wird, liege bei 93 Prozent, so die WMO. Genauso wahrscheinlich sei es, dass die durchschnittliche Temperatur ├╝ber den F├╝nf-Jahres-Zeitraum 2022 bis 2026 h├Âher liege als in den f├╝nf Jahren davor. Die Berechnungen hat die britische Meteorologiebeh├Ârde f├╝r die WMO vorgenommen.

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1,1 Grad ├╝ber vorindustriellem Niveau in 2021

Im vergangenen Jahr lag die globale Durchschnittstemperatur nach dem vorl├Ąufigen Klimabericht der WMO 1,1 Grad ├╝ber dem vorindustriellen Niveau. Den endg├╝ltigen Wert ver├Âffentlicht die WMO am 18. Mai. Die britischen Meteorologen gehen davon aus, dass die Durchschnittstemperatur in diesem und den kommenden vier Jahren zwischen 1,1 und 1,7 Grad ├╝ber vorindustriellem Niveau liegen wird.

F├╝r dieses Jahr rechnen die Meteorologen damit, dass es in S├╝dwesteuropa und im S├╝dwesten Nordamerikas trockener ist als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. In Nordeuropa, der Sahel-Zone, Nordostbrasilien und Australien d├╝rfte es dagegen feuchter werden.

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