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Ursula Haverbeck verurteilt: 89-Jährige Holocaust-Leugnerin soll in Haft

89-Jährige soll in Haft  

Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck verurteilt

28.11.2017, 18:45 Uhr | dpa

Ursula Haverbeck verurteilt: 89-Jährige Holocaust-Leugnerin soll in Haft. Ursula Haverbeck im Landgericht Detmold (Quelle: AP/dpa/Bernd Thissen)

Ursula Haverbeck musste sich wegen ähnlicher Anschuldigungen bereits vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin und dem Landgericht Verden verantworten. (Quelle: Bernd Thissen/AP/dpa)

Ursula Haverbeck ist wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Sie soll 14 Monate in Haft. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, das Urteil anzufechten.

Das Landgericht Detmold sieht es laut Urteil als erwiesen an, dass die 89-Jährige sich der Volksverhetzung schuldig gemacht hat. Haverbeck hatte 2016 rund um den Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning in Briefen und Schriften den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet.

Mehrere Amtsgerichte hatten sie daraufhin zu Haftstrafen bis zu elf Monaten verurteilt. Dagegen war die Frau aus Vlotho bei Bielefeld in Berufung gegangen. Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte kündigten an, das Oberlandesgericht Hamm als letzte Instanz für eine Überprüfung einzuschalten.

Staatsanwaltschaft forderte 18 Monate Haft 

Das Gericht war mit dem Urteil unter der Forderung der Anklage geblieben. Oberstaatsanwalt Ralf Vetter hatte nach der mündlichen Verhandlung am vergangenen Donnerstag eine Haftstrafe von 18 Monaten gefordert und Haverbeck als Rassistin bezeichnet. Die drei Verteidiger der 89-Jährigen plädierten auf Freispruch.

Gegen die Frau wurden in den vergangenen Jahren deutschlandweit ähnliche Prozesse geführt. Zuletzt verhängte das Amtsgericht Tiergarten in Berlin sechs Monate Haft wegen Volksverhetzung, das Landgericht im niedersächsischen Verden verurteilte sie im August 2017 – noch nicht rechtskräftig – zu zwei Jahren Haft.

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