Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Gesellschaft >

Frankfurt am Main: Sicherheitsvorkehrungen und Livestream bei Kopftuch-Tagung

Nach massiven Anfeindungen  

Hohe Sicherheitsvorkehrungen bei Kopftuch-Tagung in Frankfurt

08.05.2019, 16:55 Uhr | dpa

Frankfurt am Main: Sicherheitsvorkehrungen und Livestream bei Kopftuch-Tagung. Eine Frau mit Kopftuch sitzt während einer Veranstaltung im Publikum (Archivbild): An der Frankfurter Universität hat eine Tagung über das islamische Kopftuch begonnen. (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)

Eine Frau mit Kopftuch sitzt während einer Veranstaltung im Publikum (Archivbild): An der Frankfurter Universität hat eine Tagung über das islamische Kopftuch begonnen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)

Nach Anfeindungen und Protesten im Vorfeld hat in Frankfurt am Main eine Tagung über das muslimische Kopftuch unter Vorsichtsmaßnahmen begonnen. Die Veranstaltung stößt auf großes öffentliches Interesse.

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat an der Frankfurter Universität eine Tagung über das islamische Kopftuch begonnen. Nach Protesten im Vorfeld und Anfeindungen gegen die Wissenschaftlerin Susanne Schröter hatte die Universitätsleitung vor der Veranstaltung auf die Bedeutung der Wissenschaftsfreiheit hingewiesen. Es sei inakzeptabel, wenn anonyme Gruppen Forschende in Verruf bringen oder bedrohen wollten, sagte die Universitätspräsidentin Birgitta Wolff.

Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam, das die Veranstaltung unter dem Motto "Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" organisiert hatte, bedankte sich zu Beginn der Tagung für Solidarität aus Wissenschaft und Gesellschaft. "Ich habe anfangs gedacht: Hoffentlich wird der Raum voll", sagte sie über die Tagung, an der unter anderem Publizistin Alice Schwarzer, die Journalistin Khola Maryam Hübsch und Vertreter von Terre des Femmes teilnehmen.
 


Für die 150 Saalplätze gab es rund 700 Anmeldungen. Deshalb wurde die Veranstaltung per Livestream in einen anderen Saal sowie ins Internet übertragen. Schröter wollte mit der Debatte eine umstrittene Ausstellung über muslimische Mode ("Contemporary Muslim Fashions"), die derzeit im Frankfurter Museum Angewandte Kunst gezeigt wird, in einen gesellschaftlichen Kontext stellen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal