Sie sind hier: Home > Panorama > Klima und Umwelt >

Brasilien: Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes verdoppelt sich

Bilder aus dem Weltraum  

Brasilianischer Regenwald schrumpft dramatisch

12.10.2019, 18:00 Uhr | AFP

Brasilien: Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes verdoppelt sich. Feuer in der Region Tenharim Marmelos im Amazonasgebiet: Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen. (Quelle: Reuters/Bruno Kelly)

Feuer in der Region Tenharim Marmelos im Amazonasgebiet: Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Flammen. (Quelle: Bruno Kelly/Reuters)

Seit Jair Bolsonaro in Brasilien regiert, geht es dem Regenwald immer schlechter. Aufnahmen aus dem Weltraum zeigen das Ausmaß der Zerstörung.

Die Vernichtung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt rasant zu: Die Entwaldung sei in den vergangenen neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent gestiegen, teilte das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) am Freitag mit. Demnach könnte in diesem Jahr erstmals die Schwelle einer jährlichen Verringerung der Waldfläche um insgesamt 10.000 Quadratkilometer erreicht werden.

Laut dem Inpe wurden von Januar bis September 2019 mehr als 7.800 Quadratkilometer entwaldet, im Vorjahreszeitraum waren es gut 4.000 Quadratkilometer. Im gesamten Jahr 2018 waren demnach knapp 5.000 Quadratkilometer Wald vernichtet worden.

Humaita (Bundesstaat Amazonas): Ein Arbeiter zersägt den Stamm eines gefällten Baumes. (Quelle: Reuters/Bruno Kelly)Humaita (Bundesstaat Amazonas): Ein Arbeiter zersägt den Stamm eines gefällten Baumes. (Quelle: Bruno Kelly/Reuters)

Auch bei der Zahl der Brände im Regenwald sei nach der Auswertung von Satellitenbildern ein Anstieg zu verzeichnen, teilte Inpe mit. Dem Institut zufolge gab es zwischen Januar und September im Amazonasgebiet 66.750 Brände und damit fast so viele wie im gesamten Jahr 2018. In den vergangenen Monaten erhöhte sich die Zahl der Brände im größten Tropenwald der Welt somit um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bolsonaro treibt Zerstörung des Regenwaldes voran

Experten machen die umstrittene Umweltpolitik des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für den Anstieg der Waldbrände und die Verringerung der Waldfläche verantwortlich. Der seit Jahresbeginn amtierende Bolsonaro ist eng mit der Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert. Brasilianische Bauern durften zuletzt nicht mehr fünf, sondern 20 Hektar Fläche abbrennen, um Platz für Ackerbau und Viehzucht zu machen. Die Behörden, die illegale Rodungen verhindern sollen, wurden unter Bolsonaro geschwächt.
 

 
Die Amazonas-Wälder spielen eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des globalen Klimas. Wegen der zahlreichen Brände in der Region war Bolsonaro in den vergangenen Monaten daher international unter Druck geraten. Am 23. August unterzeichnete er schließlich ein Dekret für einen Armeeeinsatz gegen die Brände am Amazonas.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal