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Plastik ist keine Alternative - Weihnachtsbäume: Für die Umwelt kein Geschenk

Plastik ist keine Alternative  

Weihnachtsbäume: Für die Umwelt kein Geschenk

16.12.2019, 10:47 Uhr | dpa

Plastik ist keine Alternative - Weihnachtsbäume: Für die Umwelt kein Geschenk. Weihnachtsbaumverkauf auf dem Schützenplatz in Hannover.

Weihnachtsbaumverkauf auf dem Schützenplatz in Hannover. Foto: Sina Schuldt/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - An jeder Ecke werden sie derzeit angeboten. Wenn es nach den Verkäufern geht, soll in jedem Wohnzimmer ein Weihnachtsbaum stehen - ob nun natürlich gewachsen oder aus Plastik hergestellt. Die Baumauswahl wird in Zeiten von Klimawandel und Plastikverboten zur Grundsatzfrage.

Ist ein Plastik-Baum die ökologischere Variante? Nur wenn er auch wirklich Stehvermögen hat. Das sagt Kathrin Klinkusch, Sprecherin beim Naturschutzbund Deutschland (NABU), denn: "Ein Plastikbaum müsste 17 bis 20 Jahre durchhalten, bevor er sich ökologisch rechnet." Die Anbieter werben dagegen meist damit, dass ihre künstlichen Tannenbäume im Schnitt zwischen acht bis zehn Jahre genutzt werden können.

In der Natur gewachsene Weihnachtsbäume sind dem Verband Natürlicher Weihnachtsbaum zufolge in der Regel klimaneutral. "Während des Wachstums verarbeiten sie klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Bei der späteren Verwertung des Baumes wird aber weniger CO2 freigesetzt, als vorher gespeichert wurde", so die Argumentation.

Wirklich klimafreundlich sei aber nur der Weihnachtsbaum, dessen Holz oder Holzspäne nach dem Fest als Material für Möbel oder Baumaterial verwendet werde. Der NABU rät zudem zu Fichten, Kiefern und Weißtannen aus Durchforstungsmaßnahmen oder von forstlichen Sonderstandorten wie unter Hochspannungstrassen. Diese in der Regel unbehandelten Bäume müssten sowieso gefällt werden, sagt Sprecherin Klinkusch.

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood weist darauf hin, dass die meisten der etwa 28 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden - mit entsprechender Belastung für Böden, Gewässer und Tiere. Es gebe zwar inzwischen mehr als 700 Verkaufspunkte für Bäume aus ökologisch wirtschaftenden Betrieben - der Marktanteil der Öko-Weihnachtsbäume werde aber wohl auch in diesem Jahr unter 0,5 Prozent bleiben.

Das ehrliche Fazit lautet damit: "Weihnachten ist nicht gut für die Umwelt" - weder mit Echtholz-Baum noch mit Plastik-Tanne.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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