Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Corona-Krise in Spanien: Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

Corona-Krise in Spanien  

Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

24.03.2020, 00:06 Uhr | dpa

Corona-Krise in Spanien: Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen. Soldaten steigen in Madrid in einen Wagen ein: Spanien ist eines der am schlimmsten von SARS-CoV-2  betroffenen Länder. (Quelle: Jesús Hellín/Europa Press/dpa)

Soldaten steigen in Madrid in einen Wagen ein: Spanien ist eines der am schlimmsten von SARS-CoV-2 betroffenen Länder. (Quelle: Jesús Hellín/Europa Press/dpa)

Horrorberichte aus Spanien: In mehreren Seniorenheimen haben Soldaten Leichen entdeckt. Die meisten Verstorbenen hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Regierung will nun gegen die Missstände vorgehen.

Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung "El Mundo", der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, "die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen".

Zahlreiche Senioren in ganz Spanien starben

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Bewohner, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt. Auch in anderen Seniorenheimen in Madrid und ganz Spanien starben zahlreiche infizierte Senioren.

Auf Antrag einer Patientenschutzorganisation leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das Heim Monte Hermoso ein. Nach Angaben der Madrider Stadtverwaltung wurden in diesem Heim neben den Todesopfern mindestens 75 weitere Menschen – Bewohner und Mitarbeiter – mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Angehörige von Bewohnern von Monte Hermoso und anderen Heimen sprachen von katastrophalen hygienischen Zuständen und Mangel an Schutzausrüstungen für das Pflegepersonal.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal