Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Heinsberg-Studie: Bis 1,8 Millionen Corona-Infizierte – doch hohe Dunkelziffer?

Ergebnisse der Heinsberg-Studie  

Hohe Dunkelziffer? Bis zu 1,8 Millionen Corona-Infizierte

04.05.2020, 18:35 Uhr | dpa

Heinsberg-Studie: Bis 1,8 Millionen Corona-Infizierte – doch hohe Dunkelziffer?. Hendrik Streeck: Der Virologe und sein Team gehen von einer hohen Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen in Deutschland aus.  (Quelle: imago images/Future Image)

Hendrik Streeck: Der Virologe und sein Team gehen von einer hohen Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen in Deutschland aus. (Quelle: Future Image/imago images)

Die Ergebnisse der Heinsberg-Studie deuten an, dass knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland das Coronavirus haben könnten – allerdings ist sie nicht unbedingt repräsentativ.

In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn am Montag mit. Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg und die dort errechnete Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion heran. Daraus errechneten sie eine theoretische Zahl für Deutschland.

Ein Forscher-Team um Streeck hatte in der Ortschaft 919 Einwohner in 405 Haushalten befragt und Corona-Tests vorgenommen. In dem Ort hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Gemeinde gilt daher als Epizentrum des Virus. Die Situation ist nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands. Darauf weisen die Forscher in ihrer Studie auch hin.

"Welche Schlüsse aus den Studienergebnissen gezogen werden, hängt von vielen Faktoren ab, die über eine rein wissenschaftliche Betrachtung hinausgehen", sagte Streeck. "Die Bewertung der Erkenntnisse und die Schlussfolgerungen für konkrete Entscheidungen obliegen der Gesellschaft und der Politik." Die Studie war im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal