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Corona-Ausbreitung – Virologe Drosten: "Nase ist anscheinend gutes Zielorgan"

Ausbreitung des Coronavirus  

Drosten: "Die Nase ist anscheinend ein sehr gutes Zielorgan"

10.06.2020, 10:36 Uhr | t-online.de, np

Corona-Ausbreitung – Virologe Drosten: "Nase ist anscheinend gutes Zielorgan". Einer der führenden Virologen Deutschlands: Prof. Dr. Christian Drosten.  (Quelle: imago images/Reiner Zensen)

Einer der führenden Virologen Deutschlands: Prof. Dr. Christian Drosten. (Quelle: Reiner Zensen/imago images)

Virologe Christian Drosten hat in der aktuellen Folge des "Coronavirus-Update"-Podcasts über die Bedeutung der Nase für das Virus gesprochen. Dafür ging er auch auf eine aktuelle Studie zu diesem Thema ein. 

Virologe Christian Drosten hat in der aktuellen Podcast-Folge des "Coronavirus-Update" beim NDR über die Rolle der Nase bei der Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 gesprochen. 

"Die Nase ist anscheinend ein sehr gutes Zielorgan für das SARS-2-Virus", so der Virologe, der das Riechorgan auch als mögliche Virenschleuder betitelte. "Ich denke schon, dass beim Ausatmen aus der Nase ordentlich Virus ausgeschieden wird", sagte Drosten. 

In der Podcast-Folge wurde eine Studie, welche sich mit genau diesem Thema beschäftigt, besprochen. Dabei zeigte sich, dass sich das Coronavirus SARS-CoV-2 sehr gut in den Gewebeproben aus der Nase vermehrte. 

Welche Rolle spielt die Nase zukünftig bei der Behandlung? 

Möglicherweise könnte die Nase in der Zukunft auch bei der Behandlung der Virusinfektion eine große Rolle spielen. Denn theoretisch könnte ein Medikament auch darüber dem Menschen zugeführt werden. 


"Es ist lohnenswert zu überlegen, inhalative Wege der Therapie, später vielleicht sogar der Impfung zu gehen", erklärte Drosten. Vielleicht in Form eines Nasensprays oder eines Inhalators für die Lunge? 

Dabei gäbe es einen Vorteil: Die Substanz müsste nicht den Umweg über beispielsweise das Blut in das betroffene Gewebe nehmen. "Pharmafirmen arbeiten da gerade dran, das umzuformulieren", erklärt Drosten.

Ob und wann es einen Impfstoff geben wird, steht allerdings noch in den Sternen. 

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