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Kinder, Eltern und Lehrer berichten: "Ich habe Angst"

  • Melanie Muschong
Von Melanie Muschong

Aktualisiert am 07.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Schülerinnen mit Mund-Nasen-Bedeckung: An Hamburger Schulen herrscht nach den Sommerferien noch viel Unsicherheit.
Schülerinnen mit Mund-Nasen-Bedeckung: An Hamburger Schulen herrscht nach den Sommerferien noch viel Unsicherheit. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa-bilder)
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In Hamburg steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Doch die Schule hat wieder angefangen. t-online.de war vor Ort und hat sich einen Eindruck gemacht

Während an der Alster Spaziergänger flanieren und sich bei heißen 31 Grad die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, sitzen seit diesem Donnerstag die Schüler in Hamburg wieder in ihren Klassenzimmern – nur nicht die der Rudolf-Steiner-Schule in Altona. Denn kurz vor dem Ende der Sommerferien wurden sie darüber informiert, dass eine Lehrkraft Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten hatte. Das reichte offenbar aus, um den Lehrbetrieb im Schulgebäude komplett abzusagen.

Zugegeben: Ein besonders drastisches Beispiel. Doch es gibt viele weitere Probleme, die eine geordnete Schulrückkehr in der Hansestadt erschweren.

t-online.de war zum Start nach den großen Ferien an Hamburger Schulen unterwegs, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen.

Viele Schüler sind schon früher da

An der Brecht-Schule, einer gemeinnützigen Privatschule in der Nähe des Hauptbahnhofs, soll es am Donnerstag um 8.45 Uhr mit dem Unterricht losgehen. Doch bereits eine Stunde zuvor herrscht vor dem Schulgebäude reges Treiben: Autos fahren vor, Kinder laufen über die Straße – mal mit, mal ohne Maske. Die Schulbehörde habe erst eine Woche vorher per Mail erklärt, unter welchen Bedingungen der Unterricht stattfinden kann, berichtet eine Lehrerin. "Und die inhaltliche Ausgestaltung habe die Schule erst am Montag bekommen." Erst dann habe die Schulleitung die Umsetzung der Hygiene-Konzepte angehen können.

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Brecht-Schule Hamburg: Schilder weisen auf die Hygiene-Vorschriften durch die Corona-Krise hin.
Brecht-Schule Hamburg: Schilder weisen auf die Hygiene-Vorschriften durch die Corona-Krise hin. (Quelle: t-online.de)

Die Folge: Schüler dürfen sich nun innerhalb ihres Klassenraums frei bewegen. Zu anderen Jahrgangsstufen soll aber Abstand gehalten werden. Macht das Sinn? Ein anderer Lehrer kritisiert: "Es ist für die Schüler schwer zu verstehen, wenn ich ihnen sage: Im Unterrichtsraum dürft ihr euch so dicht bewegen, wie ihr wollt, aber draußen nicht."

Fragende Lehrer, unsichere Schüler – keine gute Ausgangslage

Und auch viele Eltern betrachten den Schulstart in Hamburg skeptisch. "Ich bin zwiegespalten", berichtet die Mutter eines neunjährigen Brecht-Schülers, der in die vierte Klasse geht. "Auf der einen Seite finde ich es gut, dass die Schule wieder losgeht, auf der anderen Seite habe ich Angst davor, wenn wieder ein Fall auftritt und die Schule erneut geschlossen werden muss."

Doch noch läuft der Unterricht.

Mit dem vor der Pandemie ist dieser allerdings nicht zu vergleichen. Vor allem der Sport- und Musikunterricht ist stark eingeschränkt. Beispiel Gymnasium Altona: "Es existiert ein Vierzeiler der Behörde. Darin ist beschrieben, wie die Abstandsregeln in diesen Fächern einzuhalten sind", berichtet eine Lehrerin.

Auf Kontaktsportarten wie Fußball oder Ringen wird deshalb verzichtet. Einzige Ausnahme: Das Dribbling am Ball wird geübt, weil man das ohne Körperkontakt machen kann. "Für viele Schüler ist das schwer begreifbar", sagt die Lehrerin, "denn in Sportvereinen kann ganz normal Sport betrieben werden."


Und auch für den Musik-Unterricht gibt es Sonderregeln. Denn ein Abstand von zwei Metern kann im Klassenraum nicht eingehalten werden. Deshalb geht eine Musik-Lehrerin der Schule nun mit den Kindern in einen Park, um zu musizieren. Sicher schön bei sonnigem Wetter. Doch was passiert, wenn es bald kälter wird oder der berühmte Hamburger Regen einsetzt?

Gymansium Altona: Die Schule hat im Innengebäude überall selbstgebastelte Warnschilder aufgehängt.
Gymansium Altona: Die Schule hat im Innengebäude überall selbstgebastelte Warnschilder aufgehängt. (Quelle: t-online.de)

Und es gibt noch mehr Probleme.

In den Gesprächen zwischen den Schülern geht es verstärkt um die Maskenpflicht. Einige stellen sich bereits darauf ein, dass diese bald an ihrer Schule verschärft wird. "Wahrscheinlich müssen wir die Maske bald durchgehend tragen", glaubt die 13-jährige Lotta Aichhorn. Der Vater einer ihrer Mitschülerinnen spricht sich sogar proaktiv für mehr Schutz im Schulgebäude aus. "Ich fände die Maskenpflicht in Klassenzimmern sinnvoll. Denn eines ist klar: Das Virus bleibt nicht vor der Klassenzimmertür stehen."

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