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Mutter verliert Job – Kind sitzt für Wlan vor der Schule

Online-Unterricht in USA  

Mutter verliert Job – Kind sitzt für Wlan vor der Schule

26.10.2020, 14:26 Uhr
. Foto des Viertklässlers vor der Schule: Jonathan nutzte den Internetzugang vor seiner Grundschule, weil er anders seine Schularbeiten nicht erledigen konnte. (Quelle: Foto der

Foto des Viertklässlers vor der Schule: Jonathan nutzte den Internetzugang vor seiner Grundschule, weil er anders seine Schularbeiten nicht erledigen konnte. (Quelle: Foto der "Go Fund me" Kampagne)

Ein zehnjähriger Junge nutzte im US-Bundesstaat New Mexiko den Internetzugang seiner Schule, weil dieser zu Hause abgestellt wurde. Über eine Spendenaktion wird ihm und vielen anderen nun geholfen.

Ein Viertklässler in Roswell, New Mexico, ist jeden Tag zu Fuß zu seiner verschlossenen Grundschule gegangen, um seine Aufgaben über den Internetzugang der Schule zu erledigen. Die Mutter des Jungen, Angel Endecott, hatte zuvor durch die Corona-Pandemie ihre beiden Jobs verloren und konnte sich den Internetzugang nicht mehr leisten. Wegen der Pandemie haben viele Schulen in den USA auf Online-Unterricht umgestellt.

Angel Endecott hat über ihre Situation mit "CNN" gesprochen. Ihr zehnjähriger Sohn Jonathan sei ein unabhängiges Kind, die Familie würde in der Nähe der Schule wohnen, erzählte sie. Deshalb habe sie keine andere Möglichkeit gesehen, als ihn zur Schule zu schicken. Auch wenn dort außer ein paar Mitarbeitern niemand war. "Der Schulleiter, die Sekretärin und ein paar Lehrer kommen nach draußen, um nach ihm zu sehen", sagte sie. Endecott erklärte zudem, ihr Haus liege auf einem Feld gegenüber der Schule, so dass sie und ihr Mann sich sicher fühlten, dass er den Tag dort allein verbrachte.

Foto des Jungen geht viral

Ein Foto des Jungen, wie er vor der Schule liegt und seine Hausaufgaben macht, sorgt derzeit im Internet für Furore. Ein Nutzer sah das Bild und bot kurzerhand an, ein Jahr lang für den Internetzugang zu bezahlen.

Eine Einwohnerin des Ortes, Shelby Dutton, ist auf die Situation in Roswell ebenfalls durch das Foto von Jonathan aufmerksam geworden und hat über den Onlinedienst "Go Fund me" eine Spendenaktion gestartet. Bislang sind über 18.000 Dollar für Familien gesammelt worden, die so einen Internetzugang für ihre schulpflichtigen Kinder finanziert bekommen. Dutton schreibt, 47 Prozent der Kinder in Roswell hätten zu Hause keinen Zugang zum Internet. "Ich bekomme täglich neue Namen genannt, 18 Familien konnten wir schon helfen", schreibt sie in einem Update zur Kampagne. 

Verwendete Quellen:

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