Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Corona in der Schweiz: Viele Skigebiete müssen nun doch schließen

Corona-Infektionszahlen  

Schweizer Skigebiete müssen nun doch fast alle schließen

19.12.2020, 18:53 Uhr | dpa

Corona in der Schweiz: Viele Skigebiete müssen nun doch schließen. Skifahrer unter einem Maskenpflicht-Banner im Schweizer Skigebiet Flumserberg: Auch dort endet der Sportbetrieb am Dienstag. (Quelle: dpa/Gian Ehrenzeller)

Skifahrer unter einem Maskenpflicht-Banner im Schweizer Skigebiet Flumserberg: Auch dort endet der Sportbetrieb am Dienstag. (Quelle: Gian Ehrenzeller/dpa)

Die Infektionszahlen in der Schweiz gehören zu den höchsten in ganz Europa, doch Vorgaben der Regierung gab es bislang kaum. Das ändert sich jetzt, denn das Gesundheitssystem stößt an seine Grenzen.

Mehrere Schweizer Kantone schließen wegen der Corona-Infektionszahlen nun doch ihre Skigebiete. Auch andere Maßnahmen einzelner Kantone gehen teils deutlich über die Schutzmaßnahmen hinaus, die die Regierung in Bern am Freitag landesweit vorgegeben hatte. Ab Dienstag müssen Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs schließen, aber Geschäfte und die Skigebiete dürfen trotz Kritik aus dem Ausland offenbleiben.

Die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug, Appenzell Innerrhoden und Uri kündigten dennoch an, ihre Skigebiete ab Dienstag geschlossen zu lassen. Die Corona-Lage lasse es nicht zu, dass diese den Betrieb weiterführten oder überhaupt erst aufnähmen, erklärte etwa der Luzerner Regierungsrat.

Schweiz: Gesundheitssystem stößt an seine Grenzen

Offen bleiben Skigebiete dagegen zunächst in den Kantonen Bern und Wallis. Die Berner Regierung rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Sie kündigte an, die Skigebiete zu schließen, falls die Situation in den Krankenhäusern schlimmer werden sollte. Andere Kantone wie Graubünden wollten noch bis Montag entscheiden, ob sie die Skigebiete über Weihnachten öffnen.

Die Infektionszahlen in der Schweiz gehören – im Verhältnis zur Einwohnerzahl – zu den höchsten in Europa, das Gesundheitssystem stößt vielerorts an seine Grenzen. Dennoch waren Bundesregierung und Kantone bislang zurückhaltend. Erst vergangene Woche wurden öffentliche Veranstaltungen verboten und eine Sperrstunde für Restaurants um 19 Uhr eingeführt – allerdings gab es Ausnahmen.

Die Schweizer Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin warnte am Samstag bereits vor einer dritten Corona-Welle. Deren Höhe werde abhängig sein vom Verhalten der Menschen in den bevorstehenden Ferien, sagte Vorstandsmitglied Aristomenis Exadaktylos der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es brauche landesweit einheitliche Regeln: "Sonst spielen wir nur kantonales Virus-Pingpong."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: