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Altenheim bei Osnabrück: 14 geimpfte Senioren positiv auf Coronavirus getestet


14 geimpfte Senioren positiv auf Corona-Variante getestet

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 07.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Corona-Schnelltests in einem Alten- und Pflegeheim (Symbolbild): Bei Osnabrück musste eine Einrichtung nun unter Quarantäne gestellt werden, obwohl die Bewohner geimpft worden sind.Vergrößern des BildesCorona-Schnelltests in einem Alten- und Pflegeheim (Symbolbild): Bei Osnabrück musste eine Einrichtung nun unter Quarantäne gestellt werden, obwohl die Bewohner geimpft worden sind. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-bilder)
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Eigentlich haben sie bereits zwei Impfungen erhalten, trotzdem ist bei 14 Senioren in einem Alten- und Pflegeheim die britische Corona-Mutation nachgewiesen worden. Das Heim wurde nun unter Quarantäne gestellt.

In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es trotz Impfung einen Ausbruch der britischen Corona-Variante gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B.1.1.7. nachgewiesen worden - obwohl alle Bewohner am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt.

Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz forderte das Gesundheitsministerium zu engmaschiger Überwachung in Pflegeheimen nach der zweiten Impfung auf. Andernfalls gäbe es keine verlässlichen Daten dazu, welche Gefahr die Mutation für die Hochrisikogruppe bedeute.

"Das muss kein Schreckensszenario sein"

Bisher gebe es nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern, was eine positive Wirkung der Impfung sein könne, sagte der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff, mit Verweis auf Angaben des zuständigen Amtsarztes. Geimpft worden sei mit dem Produkt von Biontech/Pfizer. Wann sich die Bewohner genau infiziert haben, sei unklar.

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Es zeichne sich immer mehr ab, dass geimpfte Menschen nicht immun gegen das Coronavirus seien und es auch weitergeben könnten, sagte Brysch. Die Impfung könne aber hilfreich sein, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. "Das muss kein Schreckensszenario sein, wir werden mit dem Virus leben", erklärte er.

14 Fälle der britischen Variante nachgewiesen

Aufgefallen sei der positive Befund bei den täglichen Schnelltests der Mitarbeiter am 2. Februar, teilte der Landkreis mit. Bei einer kompletten Testung der Bewohner und der Typisierung der Viren seien dann 14 Fälle der britischen Variante zum Ende der vergangenen Woche nachgewiesen worden.

Fünf der Mitarbeiter wohnen in Nachbarkreisen, daher habe der Landkreis Osnabrück die dortigen Gesundheitsämter über die Quarantäne informiert. Für die negativ getesteten Mitarbeiter bedeute die Pendel-Quarantäne, dass sie nur für den Weg zur Arbeit ihre Wohnungen verlassen dürfen.

Ebenfalls in dem Altenheim untergebracht, aber baulich von den Pflegestationen getrennt sei ein ambulanter Pflegedienst. Dessen Mitarbeiter würden auch vorsorglich auf Corona getestet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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