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Taucher bergen verlorene Geisternetze aus Nordsee

Von dpa
Aktualisiert am 05.05.2022Lesedauer: 1 Min.
Bei der Aktion "Geisternetze Ostfriesland" suchen Taucher verloren gegangene Netze in der Nordsee.
Bei der Aktion "Geisternetze Ostfriesland" suchen Taucher verloren gegangene Netze in der Nordsee.: Ein geborgenes Geisternetz wird an Bord des Begleitschiffes begutachtet. (Quelle: Sina Schuldt/dpa./dpa)
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Neuharlingersiel (dpa) - Taucherinnen und Taucher haben sich vor den Ostfriesischen Inseln in der Nordsee auf die Suche nach Geisternetzen gemacht.

Im Rahmen des Projektes "Geisternetze Ostfriesland" suchen die professionellen Taucher von Ghost Diving Germany nach Fischernetzen, die in der Nordsee verloren gegangen sind und nun eine Gefahr f├╝r die Tier- und Umwelt darstellen. Sie bargen am Mittwoch etwa 50 Kilo herrenlose Netze.

Das einw├Âchige Projekt soll einen kleinen Teil zum Umweltschutz leisten und auf die Problematik des M├╝lls in den Meeren aufmerksam machen, sagten die Organisatoren von NV-Versicherungen und bessergr├╝n, tauch.versicherung und Ghost Diving Germany. Nach Sch├Ątzungen befinden sich mehr als 640.000 Tonnen Geisternetze in den Weltmeeren.

Kunststoffe st├Âren das ├ľkosystem

"Diese Netze tun das weiter, wof├╝r sie gebaut wurden, n├Ąmlich Tiere einfangen, und das sehr unselektiv", sagte Biologe Lars Gutow des Alfred-Wegener-Instituts am Helmholtz-Zentrum f├╝r Polar- und Meeresforschung. Fische und andere Meeresbewohner verfangen sich in den verlorenen Netzen und sterben. Die aus Kunststoff bestehenden Fischerger├Ąte reiben ├╝ber den Boden und st├Âren das ├ľkosystem der Meere. Sie bauen sich dazu kaum ab, erkl├Ąrte Gutow. Sie belasten die Meere in ihrer gro├čen Struktur und auch in Form von Mikroplastik.

Das Projekt zur Bergung von Geisternetzen begann am Montag. Nach Aussagen der Taucher sind die schwierigen Tauchbedingungen durch Str├Âmungen und eingeschr├Ąnkte Sicht in der Nordsee eine besondere Herausforderung.

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